Afrika-Cup-Wettanbieter im Test: Wer in 2026 wirklich auf dem Spielplan steht
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Eine „Afrika-Cup 2026“ genannte Ausgabe existiert nicht. Die jüngste Austragung lief als Afrika-Cup 2025 vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist als Afrika-Cup 2027 vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wer in 2026 einen Anbieter für das Turnier sucht, vergleicht also Wettprogramme auf eine abgeschlossene und eine kommende Ausgabe – nicht ein „Turnier 2026“. Genau das leistet diese Seite: Sie reiht zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis nebeneinander, beschreibt ihr Afrika-Cup-Programm, ihre Quoten, ihre Bonusbedingungen und ihre Spielerschutz-Instrumente. Sie verspricht keine Gewinne, und sie empfiehlt keinen Anbieter als „sicher“. Sie sortiert die Felder, die ein Vergleich haben muss, und zeigt, wo jeder Anbieter für wen funktioniert.
Die zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle reiht die zehn Wettanbieter, deren Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist geführt wird, nach dem Datum ihrer ersten Sportwetten-Erlaubnis. Sie ist keine Empfehlung und keine Rangfolge nach „bester Quote“ – sie zeigt nur, wer im 2026 mit deutscher Erlaubnis überhaupt auf den Afrika-Cup wetten darf. Inhaltliche Unterschiede stehen in den Abschnitten darunter.

| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| VBet | SCGO Limited | 05.12.2023 |
Was die Tabelle nicht zeigt: Anbieter unterscheiden sich nicht im Datum ihrer Erlaubnis, sondern in dem, was sie zwischen Whitelist und Wettschein anbieten. Wer Turniersieger, Gruppenspiele, Live-Märkte und Torschützen anbietet, wer die Wettsteuer trägt, wie Cash Out und Wettkonfigurator arbeiten und welche Umsatzbedingungen an einem Willkommensangebot hängen – das entscheidet, welcher Anbieter zu welchem Wetthorizont passt. Diese Unterschiede ziehen sich durch die nächsten Abschnitte.
Wer auf den Afrika-Cup wetten darf: die Rechtslage in Deutschland
In Deutschland organisiert oder vermittelt nur, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzt. Die GGL sitzt in Halle (Saale) und ist die Aufsichtsbehörde für Sportwetten im Internet. Die Erlaubnis stützt sich auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Wer ohne diese Erlaubnis Sportwetten an deutsche Kunden vermittelt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV.

Die einzige zuverlässige Prüfung ist die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Im Stand vom 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber ein .de-Auftritt allein beweist keine Erlaubnis. Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten ohne deutsche Erlaubnis; als Beispiel nannte sie am 17. September 2026 das Angebot „Platincasino“.
Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum – wer ein Enddatum nennt, nennt etwas, das die Whitelist nicht hergibt. Welche Domain die Erlaubnis trägt, ist ebenfalls festgelegt: nur die in der Whitelist genannte Sportwetten-Domain darf Sportwetten annehmen. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casino gilt für andere Domains mit anderen Regeln und sagt über das Sportwetten-Angebot nichts.
Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland kein Erlaubnisnachweis. Sie ermöglicht dem Anbieter, in seinem Sitzstaat tätig zu sein; sie entbindet ihn nicht von der Pflicht, in Deutschland eine deutsche Erlaubnis zu haben. Strafrechtlich kann das Organisieren solcher Wetten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe drohen, die Werbung dafür nach § 285 StGB bis zu einem Jahr. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt, der Generalanwalt hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, dass auch die Anbieter haften, die nur eine ausländische Lizenz hatten. Das ist keine Garantie für eine Erstattung im Einzelfall, aber es ist die Richtung, in die sich die Rechtsprechung bewegt.
Spielerschutz, der zum Angebot dazugehört
Ein Anbietervergleich, der beim Quotenvergleich aufhört, übersieht den Teil, der die Spieler am Ende schützt. Drei Bausteine sind bei jeder lizenzierten Wette in Deutschland gleich:
OASIS und LUGAS. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Jeder Anbieter auf der Whitelist prüft bei Registrierung und Login, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. LUGAS bündelt zwei Dateien: die Limitdatei, die das monatliche Einzahlungslimit quer über alle Anbieter durchsetzt, und die Aktivitätsdatei, die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern verhindert (§ 6h GlüStV). Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen.
Einzahlungslimit. Standardgrenze sind 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Eine Erlaubnis kann für einen einzelnen Kunden einen höheren Wert vorsehen, bis 10.000 € im Regelfall und bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Kunden eines Anbieters – nachprüfbarer wirtschaftlicher Nachweis vorausgesetzt, eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Offshore ist diese Grenze kein Thema.
Panikbutton und Sofortsperre. § 6i Abs. 3 GlüStV verpflichtet jeden Anbieter zu einer 24-Stunden-Sperre auf Knopfdruck. Wer dauerhaft aussteigen will, geht über OASIS. Bevor ein Anbieter verifiziert hat, gilt eine 72-Stunden-Frist mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung (§ 6a GlüStV).
Verifizierung und Zahlungen. Vollständig verifiziert wird per Video-Ident oder Post-Ident, ein Konto pro Anbieter, Auszahlung nur auf ein Konto, das auf den eigenen Namen läuft und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Produkte – sind deshalb bei lizenzierten Anbietern nicht im Programm. Das ist kein Service-Argument, sondern eine gesetzliche Sperre, die jeden lizenzierten Anbieter gleichermaßen trifft.
Spielergelder. Einzahlungen liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6, 7 GlüStV).
Wie Afrika-Cup-Wetten funktionieren: Märkte, Quoten, Marge
Ein Afrika-Cup-Turnier wirft vier typische Marktarten ab. Sie unterscheiden sich in Reifegrad, Spielraum und Risiko, nicht in der Prominenz.
Turniersieger. Die Quote steht Monate im Voraus und reagiert auf Kader-Nennungen, Verletzungen und Gruppenauslosungen. Wer früh kauft, sichert sich eine Quote, die später sinken kann; wer spät kauft, hat mehr Information und zahlt dafür oft eine kleinere Quote. Das klassische Trade-off.
Gruppenspiele. Drei Märkte pro Spiel sind Standard: Ergebnis 1X2, Über/Unter Tore, asiatisches Handicap bei den meisten Anbietern. In der Gruppenphase bieten alle zehn Anbieter die volle Breite, in der K.-o.-Runde wird das Wettprogramm schmaler, weil das Turnierformat weniger Spiele liefert.
Torschützen und Spieler-Märkte. Diese Märkte sind tückisch, weil die Kader-Nennungen erst spät feststehen. Wer auf den Torschützenkönig setzt, kauft oft auf eine Quote, die sich mit der ersten Sperre eines Stürmers erledigt.
Live-Märkte. Das GlüStV begrenzt Live-Wetten nach § 21 Abs. 4: während eines laufenden Spiels darf nur auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Cash Out ist keine regulatorische Frage, sondern eine Funktion jedes Anbieters; die GGL hat keine eigene Regelung dazu veröffentlicht.
Quoten, Marge und die Rechnung dahinter
Die Quote eines Marktes sieht aus wie ein Angebot des Buchmachers an den Kunden. Sie ist aber nie das, was der Buchmacher auszahlt – sie ist ein Drittel oder ein Viertel eines Marktes, der so kalibriert ist, dass alle Quoten zusammen mehr als 100 Prozent ergeben. Die Differenz ist die Marge des Buchmachers. Sie entscheidet, was von jedem eingesetzten Euro im Schnitt beim Buchmacher bleibt.
Nehmen wir einen fiktiven 1X2-Markt auf ein Afrika-Cup-Spiel: Quote 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote – der Anteil, den der Markt über alle drei Ausgänge hinweg zurückgibt – berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten:
1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9540
Der Markt zahlt also rund 95,4 Prozent der Einsätze zurück, die Marge liegt bei rund 4,6 Prozent. Bei jedem Euro Einsatz bleiben dem Buchmacher im Schnitt etwa 4,6 Cent. Eine typische Afrika-Cup-Quote für ein ausgeglichenes Spiel; bei Außenseitern und bei Märkten mit vielen Ausgängen steigt die Marge.
Wettsteuer: Auf den Einsatz kommt die Wettsteuer nach §§ 16-25 RennwLottG – 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, also rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Wer die Steuer trägt, schreibt sich der Anbieter in seine AGB; der Vergleich lohnt sich, weil 5 Prozent vom Einsatz bei kleineren Wetten den Unterschied zwischen „lohnend“ und „nicht lohnend“ machen können.
Wie der Buchmacher die Quote baut
Ein Buchmacher kalkuliert eine faire Quote aus der Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs, zieht einen Sicherheitsaufschlag ab und rundet. Beispiel: Schätzt der Buchmacher die Siegwahrscheinlichkeit der Heimmannschaft auf 50 Prozent, ergibt sich die „faire“ Quote 2,00. Mit einem Aufschlag von 5 Prozent und anschließender Rundung landet er bei 1,90. Drei solcher „fairer“ Quoten addieren sich zu 1,05 – das ist die Marge.
Deshalb ist der Vergleich der Quoten wichtiger als der Vergleich der Werbung: Eine um 0,05 höhere Quote auf denselben Ausgang schlägt jeden Bonus, der nicht an dieselbe Quote gebunden ist. Wer die Anbieter vergleicht, vergleicht zuerst die Marge auf den Standardmärkten.
Das Turnier: was es 2025 zu setzen gab und was 2027 ansteht
Der Afrika-Cup wird vom afrikanischen Fußballverband CAF organisiert und seit 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil; ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden.
Afrika-Cup 2025. Die jüngste Ausgabe war ursprünglich für den Sommer 2025 geplant und wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben. Gespielt wurde vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko. Sechs Vierergruppen ermittelten die Achtelfinalisten: die beiden Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten, danach K.-o.-Spiele mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil senegalesische Spieler den Platz nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig war Brahim Díaz mit fünf Treffern, das Spiel um Platz drei entschied Nigeria im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen Ägypten.
Afrika-Cup 2027. Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant, 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Wer jetzt Wetten auf den Turniersieger platziert, kauft auf eine Quote, die noch keinen Kader kennt – die längste Phase, in der sich eine Quote bewegen kann, liegt zwischen der Auslosung und der ersten Sperre.
Die Lücke zwischen den Ausgaben ist die Zeit, in der Turnierwetten bei den meisten Anbietern nicht im Vordergrund stehen. Wer in 2026 auf Afrika-Cup wetten will, setzt entweder spät auf den Afrika-Cup 2025 (sofern Anbieter und Markt noch geöffnet sind) oder früh auf den Afrika-Cup 2027.
Die zehn Anbieter im Einzelbild
Was die Übersicht „Die zehn Anbieter im Überblick“ nicht zeigt, sind die Felder, an denen sich die zehn Anbieter wirklich unterscheiden: die Art, wie sie den Afrika-Cup ins Wettprogramm aufnehmen, wie sie mit der Wettsteuer umgehen, welche Live-Funktionen sie anbieten und wie ihre Bonusstruktur aufgebaut ist. Die nächsten Abschnitte gehen die Anbieter in der Reihenfolge der Tabelle durch, in alphabetischer Ordnung also, und fragen jeweils, wofür der Anbieter im Afrika-Cup-Programm steht – und wofür nicht.
AdmiralBet: das Programm über den Sport, das Wettangebot ohne Ausreißer
AdmiralBet tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Die Whitelist führt die Seite mit erster Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, gefolgt von Folgeerlaubnissen am 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Das Programm ist breit aufgestellt, Fußball turniert über die übliche Breite der europäischen Ligen. Spezifische Afrika-Cup-Werkzeuge – ein Konfigurator, der Afrika-Cup-Spiele mit anderen Partien kombiniert, ein gesonderter Torschützen-Markt – sind nicht die Kernstärke des Hauses. Wer einen schlichten 1X2-Markt auf ein Gruppenspiel sucht, wird ihn finden; wer auf den Torschützenkönig des gesamten Turniers wetten will, sollte vorher prüfen, ob der Markt überhaupt angeboten wird.
AdmiralBet versteht sich als Anbieter, der die österreichische Admiral-Marke mit deutschem Regelwerk führt. Das bringt eine gewisse Erfahrung im Turnierwetten mit. Wer mit dem Anbieter noch nicht vertraut ist, sollte das Standardprogramm auf den Afrika-Cup-Gruppen testen, bevor er auf den Turniersieger geht.
ODDSET: der Anbieter, der die deutsche Wettgeschichte mitträgt
ODDSET gehört zu den traditionsreicheren Marken im deutschen Sportwetten-Markt. Erlaubnisinhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH mit Sitz in München, erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 18. November 2020, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022; das Regierungspräsidium Darmstadt hatte den Bescheid am 15. Dezember 2022 erteilt. Aufsichtsbehörde ist die GGL. ODDSET ist eng mit dem deutschen Sport verbunden und pflegt entsprechend ein Wettprogramm, das Bundesliga, 2. Bundesliga und DFB-Pokal in den Vordergrund rückt; für Afrika-Cup-Spiele heißt das: das Programm ist da, aber nicht das Hauptgeschäft. Wer den Anbieter vor allem wegen seines Afrika-Cup-Programms wählt, sollte die Quoten und Märkte vorab prüfen, statt sich auf den Namen zu verlassen.
888sport: breites Wettprogramm, Holding-Hintergrund mit Konzern-Erfahrung
888sport tritt in Deutschland mit 888sport auf, Erlaubnisinhaber ist die 888 Germany Limited. Die Whitelist führt die Seite mit erster Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert – ein Konzern mit langer Marktpräsenz. Das Wettprogramm von 888sport ist breit, Fußball turniert mit einer vergleichsweise großen Auswahl an Spezialmärkten. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: das Programm sollte verfügbar sein, die Frage ist, wie tief es in Spezialmärkte reicht. Wer auf exotischere Märkte wie „nächster Einwechselspieler“ oder „Handspiel im Strafraum“ setzt, ist bei großen Konzernen mit etabliertem Sportwetten-Programm tendenziell besser aufgehoben als bei Marken, deren Fußball-Schwerpunkt eine andere Liga ist.
bet-at-home: solide Auswahl, sparsame Werbung
bet-at-home tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die Bet-at-home.com Internet Limited mit Sitz in Malta. Erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022, dazu eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Das Programm ist solide, Fußball turniert über die übliche Breite, Spezialmärkte sind in der Regel vorhanden, ohne dass der Anbieter mit Sonderfunktionen wirbt. Wer einen Anbieter sucht, der seinen Afrika-Cup-Auftritt nicht über die Werbung verkauft, sondern über das Wettprogramm, ist hier richtig – vorausgesetzt, das Programm enthält die gesuchten Märkte.
VBet: neuer Name, vollständige Erlaubnis
VBet tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Whitelist führt die Seite mit erster Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023 – VBet ist damit der jüngste Erlaubnisinhaber in dieser Liste. Der Anbieter bringt Erfahrung aus anderen Märkten mit, hat aber in Deutschland noch keine so lange Whitelist-Historie wie die Mitbewerber. Das Programm ist Fußball-lastig, was für Afrika-Cup-Spiele hilft. Spezifische Afrika-Cup-Werkzeuge sind nicht zugesichert; ein Vorausblick in das Wettprogramm vor dem ersten Tipp bleibt sinnvoll.
Betano: Konfigurator, Cash Out und Live-Streams
Betano tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED im Apple App Store angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung einen Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: das Werkzeug-Set für Live-Wetten und kombinierte Wetten ist vorhanden, der Live-Stream-Pool konzentriert sich auf andere Wettbewerbe. Wer auf Afrika-Cup-Spiele live wetten will, hat die Quote und die Märkte; wer auf den Stream der Spiele hofft, schaut besser in das Wettprogramm des Spieltages.
Sportingbet: Konfigurator+ und breites Sport-Portfolio
Sportingbet tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Im Wettangebot bewirbt der Anbieter einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten. Zu den Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Afrika-Cup-Wetten ist das eine solide Basis: Fußball turniert, Live-Wetten sind da, der Konfigurator erlaubt kombinierte Wetten. Wer Konfigurator+ nutzt, sollte wissen, dass dieser Wetten aus verschiedenen Partien kombiniert – das ist der Unterschied zu einem reinen Spieltags-Konfigurator.
Tipico: das Schwergewicht im deutschen Markt
Tipico tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz in Malta. Erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022. Die Tipico-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung sind „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Tipico ist der Anbieter, der in Deutschland am stärksten präsent ist – eigene Filialen, intensive TV- und Stadionwerbung, ein Fußball-Programm, das Bundesliga und Champions League in den Vordergrund rückt. Afrika-Cup-Spiele sind im Programm, das Cash-Out-Angebot ist Standard, Live-Wetten funktionieren. Die zivilrechtliche Diskussion um die Tipico-Wetten der Jahre 2013 bis 2018 vor dem BGH und EuGH ist oben angerissen: sie betrifft nur Wetten, die in der Zeit ohne deutsche Erlaubnis zustande kamen. Für die 2026-Wetten gilt die deutsche Erlaubnis, die Tipico besitzt.
Winamax: ohne Wettsteuer, mit eigenem Live-Stream-Angebot
Winamax tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die WINAMAX (Société anonyme). Erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt im Footer der Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer die Wettsteuer selbst trägt, sieht den Effekt in jeder einzelnen Quote: ein 5-Prozent-Vorteil, der sich auf den Gewinn auszahlt, ohne dass der Anbieter ihn offen ausweisen muss. „Beste Quote“ bleibt eine Werbeaussage – sie gilt für 45 Prozent der untersuchten Spiele, nicht für 100 Prozent. Winamax TV streamt Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, den Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren, der NBA und der NFL. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: das Stream-Portfolio deckt andere Wettbewerbe ab.
Betway: Cash Out, Konfigurator und Wettkonfigurator+
Betway tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaber ist die Betway Limited mit Sitz in Malta. Erste Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. In der App-Beschreibung ist der Cash Out mit grünem Symbol unter „Meine Wetten“ beschrieben, mit der Möglichkeit, den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen zu lassen. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Für Afrika-Cup-Wetten ist das eine passende Ausstattung: der Konfigurator kombiniert Märkte eines Spiels, der Konfigurator+ Märkte verschiedener Spiele. Wer mit dem Cash Out nur einen Teil des Wettscheins auszahlt, sollte verstehen, dass der verbleibende Teil weiterläuft und mit Verlust enden kann.
Wer die Anbieter im 2026 vergleicht, vergleicht fünf Felder
Wettprogramm. Welche Märkte bietet der Anbieter auf Afrika-Cup-Spiele an – nur 1X2 und Über/Unter, oder auch asiatisches Handicap, Spieler-Märkte, Karten, Ecken? Wer auf den Torschützenkönig wetten will, braucht einen Anbieter, der diesen Markt überhaupt anbietet.
Quoten und Marge. Welche Marge hat der Anbieter auf den Standardmärkten? Wer einen Anbieter mit 4 Prozent Marge gegen einen mit 6 Prozent Marge vergleicht, vergleicht 2 Prozent jedes Einsatzes – der entscheidende Faktor bei jeder ernsthaften Wettstrategie.
Wettsteuer. Trägt der Anbieter die Steuer selbst, oder gibt er sie an den Kunden weiter? Bei Winamax trägt der Anbieter; bei anderen Anbietern ist es umgekehrt. Ein Anbieter, der die Steuer trägt, hat ceteris paribus die schlechtere Quote, weil er die Steuer in seine Marge einpreist – aber der Kunde sieht die volle Quote, was den Vergleich einfacher macht.
Bonus und Umsatzbedingungen. Das GlüStV kennt keine Obergrenze für Sportwetten-Boni, jeder Anbieter setzt Betrag, Umsatzfaktor und Mindestquote selbst. Wer den Bonus aktivieren will, sollte prüfen, ob die Mindestquote auch auf Afrika-Cup-Spielen erreichbar ist oder ob der Anbieter bestimmte Märkte ausschließt. Eine Auszahlung ist erst nach vollständigem Umsatz möglich.
Werkzeuge für Live- und Kombiwetten. Cash Out, Wettkonfigurator, Live-Stream – diese Funktionen entscheiden, was während eines Afrika-Cup-Spiels überhaupt geht. Wer Live auf das nächste Tor wetten will, braucht einen Anbieter, der den Markt anbietet; wer den Wettschein vor dem Ende auszahlt, braucht einen Anbieter mit Cash Out.
Wettsteuer konkret: was 5,3 Prozent in Euro bedeuten
Die Wettsteuer ist die einzige Größe, die jeder lizenzierte Anbieter tragen muss. 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 Prozent des tatsächlich gezahlten Betrags. Beispiel: Wer 100 € einzahlt und voll auf eine Quote 2,00 setzt, zahlt etwa 5,03 € Wettsteuer. Bei einer Quote 2,00 würde der Gewinn 200 € betragen (Einsatz + 100 € Gewinn). Mit abgezogener Steuer sind es 194,97 €. Bei einer kombinierten Wette über mehrere Spiele, etwa drei Auswahlen zu Quoten 1,80 / 2,20 / 1,95, ergibt sich eine Gesamtquote von 7,72. Aus 100 € Einsatz werden 772 € Brutto-Rückzahlung, davon 5,03 € Steuer – der Nettogewinn liegt bei 666,97 €.
Wer die Steuer trägt, hängt vom Anbieter ab. Winamax trägt sie selbst; Tipico zieht sie vom Gewinn ab; andere Anbieter ziehen sie vom Einsatz ab oder verrechnen sie als Kombination. Wer als Kunde vergleicht, sollte wissen, dass die Steuer bei einer Wette zu Quote 1,50 schon spürbar wird: Aus 100 € Einsatz werden 150 € Brutto, davon gehen 5,03 € weg – der relative Effekt ist bei kleinen Quoten am größten.
Bonus und Willkommensangebot: was Anbieter dürfen und was Kunden prüfen müssen
Das GlüStV enthält keine Regel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt oder Mindestquoten vorschreibt; die Bedingungen kommen aus den AGB des Anbieters. Wer ein Willkommensangebot annimmt, akzeptiert die dort genannten Umsatzbedingungen – und die sind zwischen Anbietern sehr verschieden.
Was immer in den Bedingungen steht:
Umsatzfaktor. Wie oft muss der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist? Üblich sind Faktoren zwischen 3 und 8. Wer einen 100 € Bonus mit Faktor 5 umsetzen muss, muss 500 € an Wetten platzieren, bevor das Geld auszahlbar wird.
Mindestquote. Wetten unter einer bestimmten Mindestquote zählen nicht für den Umsatz. Wer Afrika-Cup-Spiele mit Quote 1,30 wettet, ist bei den meisten Anbietern durch, wenn die Mindestquote 1,50 ist – und nicht durch, wenn sie 1,80 ist.
Zeitfenster. Wie viele Tage bleiben, um den Bonus umzusetzen? Wer das Zeitfenster verpasst, verliert Bonus und Gewinn.
Marktausschlüsse. Wetten auf bestimmte Märkte (zum Beispiel asiatisches Handicap, einzelne Spieler-Märkte) zählen oft nicht für den Umsatz. Wer auf den Torschützenkönig setzt, löst den Bonus möglicherweise nicht aus.
Eine ehrliche Lesart: Der Bonus ist eine Marketing-Ausgabe des Anbieters, die der Kunde durch erhöhten Umsatz bezahlt. Wer den Bonus aktiviert, akzeptiert einen höheren Umsatz; ob sich der Bonus rechnet, hängt davon ab, ob der Kunde diesen Umsatz ohnehin getätigt hätte. Bei Faktor 5 und Mindestquote 1,50 auf 500 € Umsatz liegt der effektive Preis des Bonus deutlich über dem Bonus-Wert selbst, wenn der Kunde bei kleineren Quoten wettet. Der Werbe-Effekt überdeckt das.
Afrika-Cup-Wetten: was Anbieter im 2026 konkret anbieten
Wer in 2026 auf den Afrika-Cup wetten will, findet bei den zehn Anbietern das Standardprogramm: 1X2, Über/Unter, asiatisches Handicap, Doppelte Chance. Welche Spezialmärkte ein Anbieter anbietet, hängt von der Pflege des Wettprogramms ab und ändert sich von Spieltag zu Spieltag. Drei Felder entscheiden, was der Kunde in der Praxis findet:
Turniersieger. Der Markt wird Monate vor dem Turnier eröffnet und reagiert auf Kader-Nennungen, Verletzungen, Qualifikationsergebnisse. Wer auf Senegal als Sieger des Afrika-Cups 2025 setzte, wettete auf eine Mannschaft, die das Finale nach Verlängerung gewann. Wer auf den Afrika-Cup 2027 setzt, wettet auf eine Quote, die noch keinen Kader kennt.
Gruppenspiele. Sechs Vierergruppen, 36 Gruppenspiele, drei Märkte pro Spiel als Standard. Bei Afrika-Cup-2025-Tippern waren die Quoten vor der Auslosung oft unausgewogen, weil die wahrscheinlichen Gegner der Favoriten erst nach der Auslosung feststanden.
Torschützen und Spielervermögen. Wer auf den Torschützenkönig wettet, setzt auf fünf bis sechs Tore über das Turnier – Brahim Díaz traf fünfmal 2025. Die Quote reflektiert die Kaderwahrscheinlichkeit und die Gruppenstärke.
Häufige Fragen
Welche Kriterien tragen einen Anbietervergleich für den Afrika-Cup?
Fünf Felder tragen den Vergleich und nur fünf: das Wettprogramm auf den Afrika-Cup (Standardmärkte plus Spezialmärkte wie Torschützenkönig), die Marge auf den Standardmärkten, der Umgang mit der Wettsteuer, die Umsatzbedingungen eines Willkommensangebots und die Verfügbarkeit von Cash Out und Wettkonfigurator. Wer nach diesen fünf Feldern sortiert, vergleicht Inhalte; wer nach Werbeversprechen sortiert, vergleicht Marketing.
Wann ist der Afrika-Cup 2027, und was liegt davor?
Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant, 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Die zurückliegende Ausgabe Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko; Senegal gewann das Finale 1:0 nach Verlängerung, die CAF wertete das Spiel zwei Monate später mit 3:0 für Marokko, der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist öffentlich einsehbar; der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Geprüft wird, ob die Domain, auf der gewettet werden soll, in der Liste steht – und ob der dort genannte Inhaber mit dem Anbieter übereinstimmt, der das Konto führen will. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan in Deutschland ebenfalls nicht.
Wie wirkt die Wettsteuer auf die Quote, und wer trägt sie?
Die Wettsteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, also rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags; sie schuldet der Veranstalter, nicht der Kunde. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, schreibt jeder Anbieter in seine AGB. Winamax trägt die Steuer selbst und bewirbt das, Tipico zieht sie vom Gewinn ab. Bei kleinen Quoten ist der relative Effekt am größten: aus 100 € Einsatz zu Quote 1,50 werden 150 € Brutto, davon 5,03 € Steuer.
Welche Umsatzbedingungen sind bei Willkommensangeboten üblich?
Üblich sind Umsatzfaktoren zwischen 3 und 8 – wer einen 100 € Bonus mit Faktor 5 annimmt, muss 500 € umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die Mindestquote liegt meist zwischen 1,50 und 1,80; Wetten unter dieser Quote zählen nicht. Dazu kommen ein Zeitfenster (typisch 30 bis 90 Tage) und oft Marktausschlüsse: asiatische Handicap-Wetten und einzelne Spieler-Märkte zählen bei vielen Anbietern nicht. Das GlüStV schreibt diese Werte nicht vor – sie sind Vertragsbedingung jedes Anbieters.
Warum zählt eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?
Wer in Deutschland Sportwetten organisiert oder vermittelt, braucht eine Erlaubnis der GGL nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus einem anderen Sitzstaat entbindet nicht von dieser Pflicht, weil das GlüStV den Markt in Deutschland abschließend regelt. Die GGL warnt vor Angeboten ohne deutsche Erlaubnis, das Organisieren solcher Wetten ist nach § 284 StGB strafbar, Zivilgerichte haben in mehreren Fällen zur Rückzahlung der Einsätze verurteilt. Eine ausländische Lizenz ist also kein Ersatz, sondern ein Hinweis darauf, dass der Anbieter in Deutschland nicht reguliert ist.
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