US Open Wetten 2026 in Deutschland – Anbieter, Märkte und Spielregeln

Updated Oktober 2026
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Aktualisiert am 17. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Die US Open 2026 sind gespielt. Vom 30. August bis 13. September 2026 stand das Herren- und Dameneinzel im USTA Billie Jean King National Tennis Center in Queens auf dem Programm, das Finale gewannen Alexander Zverev bei den Herren und Jelena Rybakina bei den Damen. Wer aus Deutschland auf das Turnier wetten will, kann das nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, und die Quote trägt eine Marge, die sich in der Auszahlung niederschlägt. Beide Punkte – Erlaubnis und Marge – entscheiden, was eine Wette auf Grand-Slam-Klassiker in Flushing Meadows tatsächlich wert ist. Wer sich für das Turnier interessiert, findet hier eine Übersicht zu den geltenden Spielregeln und Anbietern mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, die Märkte für dieses Turnier im Programm haben.

Ein blauer Hartplatz mit weißen Linien und Netz im Abendlicht, leere Sitzränge im Hintergrund.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt.

Rechtslage: Wer in Deutschland auf die US Open wetten darf

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) die Sportwetten in Deutschland. Die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet vergibt die GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV; die Aufsicht liegt ebenfalls bei der GGL mit Sitz in Halle (Saale). Wer Sportwetten in Deutschland anbietet, ohne auf der Whitelist zu stehen, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung.

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige verlässliche Nachweis einer gültigen Erlaubnis. Sie führt die Domains, denen eine Sportwetten-Erlaubnis erteilt wurde, den Erlaubnisinhaber und das Datum der erstmaligen Erlaubnis. Am 2. Oktober 2026 listete die Whitelist 30 Einträge, darunter 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, denn auch unerlaubte Anbieter nutzen Endungen unterhalb von .de. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist nennt nur das Datum der Erteilung, niemals ein Enddatum.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem leeren Papier-Wettschein auf einem Tisch, Licht fällt von der Seite.
Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Im selben Monat wurden Ermittlungen gegen ein illegales Netzwerk in Milliardenhöhe öffentlich, die die GGL ausdrücklich begrüßte. Für Spielende bedeutet das: Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, hat keinen Zugriff auf OASIS, keine Anbindung an die LUGAS-Limitdatei und im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg.

Eine offene Rechtsfrage treibt die Branche um: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Geklagt hatte ein Spieler, der von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hat EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was am Ende herauskommt, ist offen; eine konkrete Rückzahlung an einzelne Spielende lässt sich daraus nicht ableiten.

Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS und die Pflicht zur Verifizierung

Wer in Deutschland bei einem erlaubten Anbieter wettet, ist in ein Schutzsystem eingebunden, das Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nicht anbieten. Drei Bausteine prägen den Alltag.

Ein Tennisball liegt in Nahaufnahme auf einer Grundlinie, dahinter verschwimmt ein leerer Platz in warmem Licht.
Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23.771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schließbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Erstens das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV. Ohne weiteren Antrag liegt die Obergrenze bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für eine Person eine höhere Grenze festlegen, bis 10.000 € generell und bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Zweitens das Sperrsystem OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV. OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angeschlossen.

Drittens die Verifizierung nach § 6a GlüStV. Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Pro Person ist ein Konto zulässig, paralleles Spielen an mehreren Anbietern gleichzeitig ist nach § 6h GlüStV über die LUGAS-Aktivitätsdatei ausgeschlossen. Wer bei einem zweiten Anbieter spielen will, muss sich dort abmelden, bevor das neue Konto genutzt wird.

Das Schutzsystem hat eine Kehrseite: Wer ein Konto beim Anbieter anlegt, muss sich ausweisen, und wer hohe Einsätze plant, stößt beim 1.000-€-Standardlimit an eine harte Kappe, die nur auf Antrag weicht. Spielende, die diese Begrenzung nicht akzeptieren wollen, landen unweigerlich bei Offshore-Anbietern, die wiederum außerhalb des deutschen Rechtsrahmens stehen.

Wettmärkte bei den US Open: Sieger, Satz und Handicap

Die Wettmärkte auf ein Grand-Slam-Turnier folgen einem klaren Muster, das sich zwischen Anbietern kaum unterscheidet. Drei Kategorien decken fast alle Wetten ab.

Turniersieger, also die Wette auf den Champion des gesamten Feldes. Hier sind die Quoten lang, weil zwölf Runden ohne Niederlage überstanden werden müssen, was die Wahrscheinlichkeit drückt. Spielsieger, also die klassische Einzelwette auf ein konkretes Match. Diese Märkte schließen vor dem ersten Aufschlag und werden während des Spiels nicht mehr angepasst. Satzwetten, also Über/Unter auf die Anzahl der Sätze eines Matches oder Handicaps auf Spieler, die im Ranking weiter hinten stehen.

Die Spanne der Märkte reicht vom Sieger des gesamten Turniers bis zum Sieger des ersten Satzes eines Matches, vom genauen Ergebnis nach Sätzen bis zu Handicap-Wetten auf Spieler mit großem Quotenvorsprung. Welche Märkte ein Anbieter konkret anbietet, hängt vom Wettprogramm ab, das die GGL nach § 21 Abs. 5 GlüStV zugelassen hat. Das ist kein freier Markt: Was fehlt, fehlt auf Anbieterseite, nicht auf Spielerseite.

Das offizielle Regelwerk der US Open bringt eine Besonderheit mit, die Wettmärkte beeinflusst. Seit 2022 wird der Entscheidungssatz – der dritte Satz bei den Damen, der fünfte bei den Herren – bei 6:6 mit einem Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung entschieden, statt mit dem klassischen Tiebreak bis sieben. Diese Regel macht Sätze bei den Damen grundsätzlich offen bis 6:6 und verschiebt die Verteilung der Satzlängen; ein Satz fünf bei den Damen ist heute seltener als vor 2022, ein dritter Satz mit klarer Punktedifferenz ebenso.

Live-Wetten auf Tennis: Was erlaubt ist und was nicht

Der Glücksspielstaatsvertrag regelt Live-Wetten in § 21 Abs. 4. Erlaubt sind Wetten während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis und auf einzelne, seltene Komponenten. In der Sportart Tennis gilt der nächste Satz als ein solches seltenes Ereignis, ähnlich wie das nächste Tor im Fußball. Der nächste Punkt, das nächste Spiel oder der nächste Einstand dagegen sind so häufig, dass sie nach dem Wortlaut der Norm nicht erlaubt sind. Praktisch bedeutet das: Wer während eines Aufschlags von Zverev auf den nächsten Punkt wetten will, findet bei einem GGL-erlaubten Anbieter kein entsprechendes Angebot. Das ist keine Einschränkung der Anbieter, sondern eine Beschränkung des Marktes durch den Verordnungsgeber.

Dazu kommen weitere Ausschlüsse nach § 21 Abs. 1a GlüStV: Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind nicht erlaubt. Die GGL-Praxis stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich ein; im Tennis gilt die World-Tour-Ebene als professionell, Challenger-Turniere und ITF-Turniere können je nach Konstellation dazugehören. Wetten auf regelwidriges Verhalten oder dessen Sanktionierung sind ebenso ausgeschlossen wie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse.

Was bei Live-Wetten fehlt, fällt in zwei Lager. Spielende, die auf den nächsten Punkt spekulieren, schauen ins Leere. Spielende, die auf den nächsten Satz oder das Endergebnis setzen, finden ein funktionierendes Angebot, oft mit Quotenschwankungen in Echtzeit. Wer auf ein Anbieter-Angebot für Micro-Live-Wetten stößt, sollte prüfen, ob der Anbieter überhaupt auf der Whitelist steht, denn diese Märkte existieren im erlaubten Markt nicht.

Quoten lesen: Wie sich Auszahlung und Marge berechnen

Eine Quote in Deutschland ist eine Dezimalquote, in der Schreibweise mit Komma: 2,10. Sie gibt den Brutto-Rückzahlungsfaktor an, also das, was der Anbieter für jeden eingesetzten Euro zurückzahlt, wenn die Wette gewinnt. Bei 2,10 auf einen 10-€-Einsatz kommen 21 € zurück, davon 10 € Einsatz und 11 € Gewinn. Das ist der eine Satz, den Spielende kennen müssen: Quote mal Einsatz gleich Rückzahlung.

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine. Drei Beine zu 1,80, 1,90 und 2,00 ergeben eine Gesamtquote von 6,84. Ein 10-€-Einsatz zahlt im Gewinnfall 68,40 € zurück. Jeder Verlust auch nur eines Beins kippt die gesamte Kombination, was Kombis riskanter macht, als die Multiplikation der Quoten vermuten lässt.

Was die Quote nicht zeigt, ist die Marge des Anbieters. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei 1,90 – einem ausgeglichenen Spiel, bei dem beide Spieler als gleich wahrscheinlich eingeschätzt werden – ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das sind 1 ÷ 1,0526, also 95,0 Prozent. Die Marge, das, was der Anbieter im Schnitt von jedem Euro Einsatz behält, liegt bei 5,0 Prozent. Bei 1,85 auf beiden Seiten sinkt die Auszahlungsquote auf rund 92,5 Prozent, die Marge steigt auf etwa 7,5 Prozent; bei 1,95 auf beiden Seiten steigt die Auszahlungsquote auf etwa 97,4 Prozent und die Marge sinkt auf 2,6 Prozent. Die Marge ist also kein Aufschlag, den man sieht, sondern der Anteil, der in jeder einzelnen Quote steckt.

Für ein Tennismatch mit einem klaren Favoriten sieht die Quote anders aus. Steht ein Spieler bei 1,30 und der Außenseiter bei 3,80, ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,30 + 1/3,80) = 1 ÷ (0,7692 + 0,2632) = 1 ÷ 1,0324 = 96,9 Prozent; die Marge liegt dann bei 3,1 Prozent. Märkte mit klarer Favoritenlage tragen tendenziell eine niedrigere Marge als ausgeglichene, weil der Anbieter das Risiko einesseitiger Wetten ausgleichen muss. Bei großen Favoriten in frühen Runden, etwa einem topgesetzten Spieler gegen einen Qualifikanten, driften die Quoten so weit auseinander, dass die Marge gegenüber engen Matches niedriger ausfällt.

Was eine Marge konkret kostet, zeigt ein einfaches Beispiel. Wer über ein ganzes Turnier 1.000 € zu einer durchschnittlichen Quote von 2,00 setzt und am Ende ausgeglichen wettet, also genauso viel gewinnt wie verliert, hat Brutto 1.000 € ausgegeben und 1.000 € zurückbekommen. Was fehlt, ist die Marge: 1.000 € Einsatz zu einer Auszahlungsquote von durchschnittlich 94 Prozent bedeuten 60 € Verlust, ohne dass ein einziges Spiel falsch getippt wurde. Wer auf einer Plattform mit konsequent engeren Quoten spielt, verliert im gleichen Szenario weniger. Wer auf viele Einzelwetten setzt, zahlt mehr Marge als auf eine gleichwertige Kombiwette, weil bei der Kombiwette nur einmal multipliziert wird.

Bonusbedingungen: Was ein Willkommensbonus wirklich kostet

Jeder Anbieter, der ein Willkommensangebot bewirbt, hängt Bedingungen daran. Drei Kennzahlen entscheiden, was das Angebot tatsächlich wert ist: der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist.

Der Umsatzfaktor gibt an, wie oft der Bonus oder die Summe aus Bonus und Einzahlung durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein Faktor von 5 auf den Bonus bedeutet, dass bei einem 100-€-Bonus 500 € an qualifizierten Wetten platziert werden müssen. Ein Faktor von 5 auf Bonus plus Einzahlung verdoppelt den Betrag auf 1.000 € Umsatz.

Die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen. Eine Mindestquote von 1,80 filtert Wetten auf klare Außenseiter aus, deren Eintreten ohnehin selten ist. Eine Mindestquote von 2,00 verschärft die Bedingung weiter, weil sie Kombiwetten mit niedrigen Einzelquoten ausschließt. Wer den Bonus mit sicheren Wetten freispielen will, scheitert an dieser Hürde.

Die Frist setzt, wie lange der Bonus gilt. Üblich sind 30 Tage, in Einzelfällen 90 Tage. Läuft die Frist ab, verfällt der Bonus und alle mit ihm erzielten Gewinne.

Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Ein 100-€-Bonus mit Faktor 5 auf den Bonus, Mindestquote 1,80 und 30 Tagen Frist verlangt 500 € Umsatz. Bei einer durchschnittlichen Mindestquote von 1,80 liegt die Marge auf Tennismärkten typischerweise zwischen 4 und 6 Prozent; im Mittel also 5 Prozent. Der Erwartungswert des Verlusts durch das Freispielen liegt dann bei 500 € × 0,05 = 25 €, ohne Berücksichtigung von Sportwettensteuer und Frist. Wer den Bonus in den verlangten 30 Tagen unterbringen will, muss im Schnitt etwa 17 € pro Tag an qualifizierten Wetten platzieren, was bei täglichen Grand-Slam-Spielen machbar ist, bei kleineren Turnieren aber eng wird.

Die Konsequenz: Ein 100-€-Bonus mit Faktor 5 kostet im Schnitt 25 €, ein 200-€-Bonus mit Faktor 6 mit derselben Mindestquote und ähnlicher Marge etwa 60 €. Wer einen Bonus annimmt, sollte diese Rechnung im Kopf durchgehen, bevor er die erste qualifizierte Wette platziert. Wer den Bonus nicht freispielen will, kann ihn in der Regel ablehnen, ohne dass die übrigen Wettbedingungen darunter leiden.

Sportwettensteuer: 5,3 Prozent, aber auf welche Basis

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 Prozent und ist Sache des Wettanbieters, nicht des Spielers nach § 19 RennwLottG. Die Bemessungsgrundlage ist der um die Steuer selbst verminderte Einsatz; wer 100 € einzahlt, zahlt 5,30 € × 100 ÷ 105,30 = etwa 5,03 € Steuer. Das sind rund 5,03 Prozent des Bruttoeinsatzes, nicht 5,3 Prozent.

Ob und wie ein Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, entscheidet er selbst. Einige Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere ziehen sie vom Gewinn ab, wieder andere schlucken sie und werben mit „0 % Wettsteuer“. Was davon am Ende auf dem Wettschein steht, prüft man am besten direkt beim Anbieter. Wer pauschal „5,3 % der Wette“ glaubt, zahlt im Kopf zu viel.

Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage zu den Quoten bezieht sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen in Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die „0 % Wettsteuer“ ist eine Selbstauskunft des Anbieters, kein vom Finanzamt bestätigter Status.

Das Turnier im Überblick: Hartplatz, Billie Jean King Center, fünf Sätze

Die US Open sind das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres und seit 1978 auf Hartplatz ausgetragen. Vorher wurde von 1975 bis 1977 auf Sand gespielt, und von 1881 bis 1974 auf Rasen, als das Turnier noch im Newport Casino in Rhode Island stattfand. Veranstalter ist die United States Tennis Association. Austragungsort ist heute das USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows–Corona Park in Queens, New York City.

Der Hauptplatz, das Arthur Ashe Stadium, fasst 23.771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schließbares Dach für 180 Millionen US-Dollar. Das Dach macht das Turnier wetterunabhängig; ein Regenschauer zwingt nicht mehr zu Verschiebungen. Die Rekorde im Einzel halten Bill Tilden, Richard Sears und William Larned bei den Herren mit je sieben Titeln, Molla Mallory bei den Damen mit acht Titeln.

Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2; das Dameneinzel gewann Jelena Rybakina gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2. Das Gesamtpreisgeld lag bei 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelsieger erhielten jeweils 5.500.000 US-Dollar. Die nächste Auflage folgt 2027; konkrete Termine stehen noch nicht fest.

Was die Bedingungen für Wetten angeht, ist die Auflage 2026 insofern lehrreich, als sie das verfügbare Wettprogramm endgültig zeigt. Wer vor Turnierbeginn auf den Sieger wettet, hat eine sehr lange Quote; wer auf das Finale wartet, bekommt eine kurze. Wer auf Spiele in Runde eins setzt, hat in der Regel mehr Auswahl an Märkten, weil das Wettprogramm in der ersten Woche am breitesten ist. In der zweiten Woche konzentriert sich das Angebot auf die späteren Runden.

Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis: Wer die US Open im Programm hat

Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach ihrem Whitelist-Status. Die Spalte zur Erlaubnis nennt den Inhaber und das Datum der erstmaligen Erlaubnis nach dem Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026; die Whitelist führt kein Enddatum. Welche US-Open-Märkte ein Anbieter tatsächlich im Programm hat, hängt vom eigenen Wettprogramm ab; die Whitelist dokumentiert die Erlaubnis, nicht die Tiefe des Angebots.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist-Eintrag aktiv Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag aktiv Merkur Bets Malta Limited (Malta) 06.11.2023
888sport Whitelist-Eintrag aktiv 888 Germany Limited 30.06.2021
bet365 Whitelist-Eintrag aktiv Hillside (Europe) ENC (Malta) 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist-Eintrag aktiv Greentube Betting Malta Limited (Malta) 09.10.2020
DAZN Bet Whitelist-Eintrag aktiv DZBT Operations Limited (Malta) 22.08.2023
LeoVegas Whitelist-Eintrag aktiv LVSports Limited (Malta) 21.10.2024
NEO.bet Whitelist-Eintrag aktiv Greenvest Betting Limited (Malta) 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Eintrag aktiv ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Winamax Whitelist-Eintrag aktiv WINAMAX S.A. 29.06.2021

Was die Tabelle zeigt, ist nur die formale Erlaubnis; was sie nicht zeigt, ist die Quotenqualität, die Bonusstruktur und die Frage, ob Tennis-US-Open-Märkte im Live-Bereich verfügbar sind. Diese Punkte sind im Folgenden je Anbieter eingeordnet. Die Auswahl folgt der Reihenfolge, in der die GGL-Whitelist die Erlaubnisse aufführt; sie ist keine Rangordnung nach Qualität.

Interwetten

Interwetten führt die Whitelist seit dem 2. November 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Der Erlaubnisinhaber Interwetten Gaming Limited sitzt in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Interwetten gehört zu den älteren Anbietern im deutschen Markt und hat Tennis über die Grand Slams hinweg im Programm. Der typische Weg zu Interwetten läuft über das Hauptangebot auf Fußball, was die Sichtbarkeit von Tennis-Märkten etwas in den Hintergrund drückt. Wer gezielt nach US-Open-Wetten sucht, muss die Tennis-Sektion öffnen und im Turnierbaum bis zu den Matches der jeweiligen Runde navigieren. Live-Wetten auf Tennis-Sätze sind verfügbar, der nächste Punkt bleibt außen vor.

Wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Historie und etabliertem Marktauftritt sucht, ist bei Interwetten richtig. Wer das größte Tennis-Live-Programm erwartet, muss prüfen, ob das Angebot zur Erwartung passt.

MERKUR BETS

MERKUR BETS führt die Whitelist seit dem 6. November 2023. Betreiberin ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Der Anbieter ist vergleichsweise jung auf der Whitelist und positioniert sich stärker über Spielautomaten und Casino, was die Frage aufwirft, wie tief das Sportwetten-Angebot wirklich ist. Tennis-Märkte zu Grand Slams sind im Programm, aber das Live-Angebot fällt im Vergleich zu spezialisierten Sportwettenanbietern schmaler aus. Wer ein Komplettangebot aus Casino und Sportwetten unter einer Lizenz schätzt, findet hier einen Anbieter; wer das beste Tennis-Live-Erlebnis sucht, sollte die Tiefe vor der ersten Einzahlung prüfen.

888sport

888sport führt die Whitelist seit dem 30. Juni 2021 mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Erlaubnisinhaberin ist die 888 Germany Limited. Die 888-Gruppe wird von der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar gehalten, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. 888sport ist ein etablierter Name im internationalen Wettgeschäft, was sich in einer breiten Sportarten- und Marktpalette niederschlägt. Tennis-US-Open-Märkte sind im Programm, Live-Wetten auf Sätze ebenso. Die Marge bei Tennis liegt im üblichen Bereich großer Anbieter.

Wer einen international aufgestellten Anbieter mit deutscher Lizenz sucht, ist bei 888sport richtig. Wer einen Anbieter mit besonders knappen Tennis-Quoten sucht, sollte die Quoten vor dem Spiel mit einem zweiten Anbieter abgleichen.

bet365

bet365 führt die Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Erlaubnisinhaberin ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. bet365 ist der Anbieter mit dem breitesten Wettprogramm im deutschen Markt und der größten Tiefe an Live-Märkten. US-Open-Tennis ist in der Regel mit Spiel-, Satz- und Handicap-Wetten abgedeckt; Live-Wetten auf den nächsten Satz sind verfügbar, der nächste Punkt bleibt außen vor. Cash Out ist als Funktion verfügbar, die genauen Bedingungen legt bet365 in den eigenen AGB fest.

Wer einen Anbieter mit der größten Tiefe sucht und bereit ist, ein Konto mit voller Verifizierung anzulegen, ist bei bet365 richtig. Das 1.000-€-Standardlimit gilt auch hier; hohe Einsätze erfordern einen Antrag auf höhere Limits.

AdmiralBet

AdmiralBet führt die Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Erlaubnisinhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited, eine Tochter der Novomatic-Gruppe. Die Wurzeln liegen in Österreich, der Marktauftritt in Deutschland ist über die letzten Jahre gewachsen. Tennis-US-Open-Märkte sind im Programm, das Live-Angebot fällt eher mittel aus im Vergleich zu den größeren Anbietern.

Wer einen Anbieter aus der Novomatic-Gruppe mit deutscher Lizenz sucht, ist bei AdmiralBet richtig. Wer die größte Tiefe bei Live-Tennis-Quoten sucht, sollte das Programm im Vorfeld prüfen.

DAZN Bet

DAZN Bet führt die Whitelist seit dem 22. August 2023. Erlaubnisinhaberin ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. DAZN Bet tritt über die Marke des Sportstreaming-Anbieters DAZN auf, was den Marktzugang erleichtert. Tennis-US-Open-Märkte sind im Programm; wie tief das Angebot geht, hängt vom Wettprogramm ab, das die GGL zugelassen hat. Live-Wetten auf den nächsten Satz sind verfügbar.

Wer einen Anbieter mit Streaming-Hintergrund sucht, ist bei DAZN Bet richtig. Wer auf das engste Quoten-Setup im Markt setzt, sollte die Quoten vor der ersten Wette prüfen.

LeoVegas

LeoVegas führt die Whitelist seit dem 21. Oktober 2024. Erlaubnisinhaberin ist die LVSports Limited, Teil der LeoVegas-Gruppe. Der Anbieter ist in Skandinavien und Großbritannien stark und in Deutschland vergleichsweise neu auf der Whitelist. Das Sportwetten-Angebot ist breit, aber die Tennis-Tiefe bei Grand Slams sollte vor der Annahme eines Bonus geprüft werden. Live-Wetten auf Tennis-Sätze sind verfügbar.

Wer einen neuen Whitelist-Eintrag mit skandinavischem Hintergrund sucht, ist bei LeoVegas richtig. Die kurze Whitelist-Historie macht es wichtiger, vor dem ersten Spiel die konkreten Märkte zu prüfen.

NEO.bet

NEO.bet führt die Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Erlaubnisinhaberin ist die Greenvest Betting Limited, ein Anbieter, der in Deutschland früh eine Lizenz erhalten hat. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Sportwetten, was sich in der Sportarten- und Marktpalette niederschlägt. Tennis-US-Open-Märkte sind im Programm; die Tiefe bei Live-Wetten ist mittel.

Wer einen Anbieter mit frühem Whitelist-Eintrag und klarem Sportwetten-Fokus sucht, ist bei NEO.bet richtig. Das Angebot sollte vor der ersten Wette geprüft werden.

ODDSET

ODDSET führt die Whitelist seit dem 18. November 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022, die das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt hat. Erlaubnisinhaberin ist die ODDSET Sportwetten GmbH. ODDSET ist die Sportwetten-Marke der Toto-Lotto-Gesellschaften, in einigen Bundesländern über die staatlichen Lotto-Annahmestellen auch stationär verfügbar. Tennis-US-Open-Märkte sind im Programm, das Live-Angebot fällt schmaler aus als bei spezialisierten Online-Anbietern.

Wer einen Anbieter mit deutscher Marke und stationärem Vertrieb sucht, ist bei ODDSET richtig. Wer das größte Tennis-Live-Programm erwartet, sollte die verfügbaren Märkte prüfen.

Winamax

Winamax führt die Whitelist seit dem 29. Juni 2021 mit einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Erlaubnisinhaberin ist die WINAMAX S.A. Winamax ist in Frankreich die größte Pokerseite und in den letzten Jahren in den deutschen Sportwettenmarkt eingetreten. Das Sportwetten-Programm ist breit, mit Schwerpunkt auf Tennis und Fußball. Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von allen vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto. Damit ist Winamax einer der wenigen Anbieter, der US-Open-Spiele live im Konto zeigt. Im Footer bewirbt Winamax „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.

Wer Tennis mit Live-Streams sucht und einen Anbieter mit starker Quotenpositionierung schätzt, ist bei Winamax richtig. Die Selbstauskunft zur Wettsteuer und zur Quotenposition sollte mit eigenen Vergleichen abgeglichen werden, bevor sie entscheidungsleitend wird.

Wie es weitergeht: Das Turnier 2027 und was bis dahin zählt

Die US Open 2026 sind Geschichte, und die Märkte dafür sind geschlossen. Die nächste Auflage folgt 2027, der konkrete Termin steht noch nicht fest. Was bleibt, ist die Marktstruktur, die sich zwischen den Auflagen wenig ändert: Erlaubnis über die GGL-Whitelist, Spieler-schutz über OASIS und LUGAS, 1.000-€-Standardlimit, Live-Wetten nur auf seltene Komponenten und eine Marge von typischerweise vier bis sechs Prozent auf Tennis-Märkten.

Wer bis zum nächsten Turnier vorbereitet sein will, prüft die Whitelist auf Änderungen. Die Liste wird quartalsweise aktualisiert; eine Erlaubnis kann ruhen oder zurückgezogen werden, und neue Anbieter können hinzukommen. Wer einen Anbieter aus dieser Liste bereits nutzt, sollte sich einmal im Quartal vergewissern, dass der Eintrag noch aktiv ist. Wer einen neuen Anbieter testen will, sollte vor der ersten Einzahlung den Whitelist-Eintrag prüfen, das verfügbare Wettprogramm auf Tennis-Grand-Slams ansehen und die Bonusbedingungen lesen, bevor das Willkommensangebot angenommen wird.

Häufig gestellte Fragen zu US-Open-Wetten in Deutschland

Wetten auf die US Open sind in Deutschland nur bei Anbietern erlaubt, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Die Whitelist führt Domains mit gültiger Sportwetten-Erlaubnis, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung. Anbieter wie Interwetten, bet365, 888sport, Winamax, MERKUR BETS, AdmiralBet, DAZN Bet, LeoVegas, NEO.bet und ODDSET sind dort mit Stand vom 2. Oktober 2026 eingetragen. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung; wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, spielt außerhalb des deutschen Rechtsrahmens.

Welche Wettarten gibt es bei den US Open?

Das Wettprogramm auf ein Grand-Slam-Turnier umfasst mehrere Kategorien. Im Kern stehen Turniersieger, also die Wette auf den Champion nach sieben gewonnenen Matches, Spielsieger, also die Wette auf ein konkretes Match vor dem ersten Aufschlag, und Satzwetten, also Über/Unter auf die Anzahl der Sätze oder Handicap-Wetten auf Spieler mit großem Quotenvorsprung. Welche Märkte ein Anbieter konkret anbietet, hängt von seinem Wettprogramm ab, das die GGL zugelassen hat. Tiebreak-Sätze bis zehn Punkte im Entscheidungssatz beeinflussen die Verteilung der Satzlängen, was bei Satzwetten berücksichtigt werden muss.

Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Wette auf den Turniersieger?

Die Auszahlung ergibt sich aus Quote mal Einsatz. Bei einer Quote von 12,00 auf einen Spieler und einem Einsatz von 10 € kommen 120 € zurück, davon 10 € Einsatz und 110 € Gewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine. Die Marge, die der Anbieter im Schnitt behält, steckt in jeder einzelnen Quote; sie liegt auf Tennis-Märkten typischerweise zwischen vier und sechs Prozent und ist auf dem Wettschein nicht gesondert ausgewiesen.

Warum sind Wetten auf den nächsten Punkt nicht erlaubt?

Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis und auf seltene Komponenten. Im Tennis gilt der nächste Satz als seltene Komponente, der nächste Punkt, das nächste Spiel oder der nächste Einstand dagegen als zu häufig. Wer auf den nächsten Punkt wetten will, findet bei einem GGL-erlaubten Anbieter kein entsprechendes Angebot. Das ist keine technische Einschränkung, sondern eine Marktbeschränkung durch den Verordnungsgeber. Anbieter ohne Whitelist-Eintrag bieten solche Märkte an, stehen aber außerhalb des deutschen Rechtsrahmens.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent aus?

Die Steuer wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Spielenden. Die Bemessungsgrundlage ist der um die Steuer selbst verminderte Einsatz; wer 100 € einzahlt, zahlt etwa 5,03 € Steuer, was rund 5,03 Prozent des Bruttoeinsatzes entspricht, nicht 5,3 Prozent. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, entscheidet er selbst. Manche Anbieter ziehen sie vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, wieder andere schlucken sie und werben mit „0 % Wettsteuer“. Wer pauschal „5,3 % der Wette“ glaubt, überschätzt die tatsächliche Belastung.

Welche Rolle spielen Marge und Mindestquote bei Bonusaktionen?

Jeder Willkommensbonus hat einen Umsatzfaktor, eine Mindestquote und eine Frist. Der Umsatzfaktor gibt an, wie oft der Bonus durchgespielt werden muss; die Mindestquote legt fest, welche Wetten zählen; die Frist setzt, wie lange der Bonus gilt. Die Marge des Marktes, auf dem gespielt wird, bestimmt, was das Freispielen statistisch kostet. Bei einer durchschnittlichen Mindestquote von 1,80 und einer typischen Marge von 5 Prozent kostet ein 100-€-Bonus mit Faktor 5 im Schnitt etwa 25 €. Wer den Bonus nicht freispielen will, kann ihn in der Regel ablehnen, ohne dass die übrigen Wettbedingungen darunter leiden.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwetteninfo.com»