Weltmeisterschaft Wetten 2026 in Deutschland: Anbieter, Quoten, Kosten

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Ein riesiges Stadion in der Abenddämmerung aus der Vogelperspektive gesehen, die Lichter an den Rängen sind eingeschaltet.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde vom 11. Juni 2026 bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA mit 48 Nationen und 104 Spielen ausgetragen.

Die Weltmeisterschaft 2026 ist Geschichte. Spanien schlug Argentinien am 19. Juli 2026 in East Rutherford mit 1:0 nach Verlängerung und holte den zweiten Titel, Kylian Mbappé beendete das Turnier mit zehn Toren als Torschützenkönig. Wer jetzt noch „auf die WM 2026“ wettet, wettet auf abgeschlossene Märkte, deren Kurse längst nicht mehr stehen. Was eine Wette auf ein Fußball-Großturnier in Deutschland kostet, ist eine Frage der Mathematik: welche Anbieter eine Erlaubnis haben, wie Quoten rechnen, was eine Gratiswette einbringt, wo die Sportwettensteuer zuschlägt und welche Lücke Offshore-Angebote hinterlassen. Der Fokus liegt dabei durchgängig auf der Ausgabe, die am Wettschein entsteht.

Verantwortungsvolles Wetten bei Großturnieren

Großturniere wie eine Weltmeisterschaft verengen Zeit und Aufmerksamkeit. Innerhalb weniger Wochen fallen Dutzende Spiele an, parallel laufen Livewetten, und dazwischen stehen Märkte wie Torschützenkönig, Gruppensieger und Gesamtsieger. Genau diese Dichte ist der Grund, warum Spielerschutz im Glücksspielstaatsvertrag 2021 nicht als Zusatz, sondern als Sperre gebaut ist.

Ein Fußball liegt auf Rasen neben einer Eckfahne ohne Aufdruck auf einem leeren Platz im Morgenlicht.
Brasilien ist mit fünf Titeln Rekordsieger bei Fußball-Weltmeisterschaften, Deutschland gewann vier Titel (1954, 1974, 1990, 2014).

Wer in Deutschland bei einem Anbieter mit GGL-Erlaubnis spielt, ist in drei Schutzmechanismen eingebunden. OASIS, die Spielersperrdatei, wird bei Registrierung und Login geprüft; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. LUGAS, die Limitdatei, setzt ein einheitliches Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, das die Aktivitätsdatei gegen Mehrfachkonten absichert. Wer an einem Tag zu schnell klickt, drückt den Panikbutton und ist für 24 Stunden gesperrt. Diese drei Werkzeuge wirken nur, solange der Anbieter auf der Whitelist steht. Offshore-Buchmacher sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, und genau dort kippt der Schutz.

Die Hilfe außerhalb des Wettkontos übernimmt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über das Portal „Check dein Spiel“, die Sucht- und Drogenhotline ist unter 0321 21 21 21 21 erreichbar, anonym, kostenlos, sieben Tage die Woche. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat keinen dieser Wege verlässlich zur Hand. Die Schwellen, ab denen ein Wettverhalten kippt, sind bei Großturnieren besonders oft überschritten: hohe Frequenz, klare Favoriten, scheinbar sichere Quoten, dazu das Gefühl, das Turnier „live“ miterleben zu müssen. Die wichtigste Regel lautet daher, sich Einsatz und Zeit zu setzen, bevor das Eröffnungsspiel angepfiffen wird, nicht während des Spiels.

Krypto und Anonymität bei WM-Wetten

Wer bei einem lizenzierten deutschen Anbieter wettet, zahlt nicht mit Bitcoin, Ethereum oder USDT. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 schreibt in § 6b Abs. 4 vor, dass Ein- und Auszahlungen nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes laufen dürfen. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, und damit fällt Krypto als Spuren- und Wertträger beim Einzahlen heraus. Die zehn Anbieter, die in diesem Vergleich auftauchen, akzeptieren auf ihren deutschen Domains ausschließlich Zahlungsmittel mit klarer Zuordnung: SEPA-Lastschrift, Überweisung, Kreditkarte, PayPal, gegebenenfalls die girocard. Krypto-Optionen, die in Foren oder auf Vergleichsseiten beworben werden, gehören zu Ablegern dieser Marken außerhalb der deutschen Lizenz oder zu eigenständigen Offshore-Häusern, die in Deutschland keine Erlaubnis haben.

Diese Trennung hat Folgen, die nicht alle angenehm sind. Sie bedeutet im Alltag, dass Anonymität beim Wetten in Deutschland nicht erreichbar ist: Jeder Anbieter verifiziert spätestens vor der ersten Auszahlung die Identität, die Adresse und das Bankkonto, und diese Daten fließen in die Aktivitätsdatei. Wer aus dieser Logik ausbrechen will, landet bei einem Anbieter ohne GGL-Erlaubnis, der mit einer Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta wirbt. Solche Lizenzen gelten in Deutschland nicht: Die GGL hat in ihrer öffentlichen Mitteilung vom 17. September 2026 ausdrücklich vor Angeboten wie Platincasino gewarnt und betont, dass die Teilnahme an nicht erlaubtem Glücksspiel in Deutschland gegen § 4 Abs. 1 GlüStV verstößt. Wer dort einzahlt, hat im Streitfall weder OASIS noch LUGAS noch einen deutschen Gerichtsweg, und die zivilrechtliche Rückforderung verlorener Einsätze bleibt eine offene Frage, die derzeit beim Europäischen Gerichtshof liegt.

Wer mit Krypto auf ein Fußballspiel setzen will, hat also drei Optionen: einen Ableger eines lizenzierten Anbieters außerhalb der deutschen Lizenz nutzen, was die deutsche Erlaubnis wirkungslos macht, ein vollständig offshore lizenziertes Haus wählen, das keiner deutschen Aufsicht unterliegt, oder im Inland bleiben und auf Krypto als Zahlungsmittel verzichten. Keine dieser Optionen verbindet Krypto und deutschen Spielerschutz, und wer beides gleichzeitig sucht, sucht etwas, das es nach dem Stand von 2026 rechtlich nicht gibt.

Bonus und Gratiswetten zur Weltmeisterschaft

Großturniere sind die Hochsaison der Bonuswerbung. „100 % Bonus“ und „Gratiswette“ gehören zum Standardrepertoire, und die Werbung verschweigt regelmäßig, was die Angebote wirklich kosten. Die Mechanik, die in Deutschland dahinter steht, hat kein Wettanbieter erfunden, sie ergibt sich aus der Mathematik eines jeden Bonus, und sie läuft in drei Schritten ab.

Erstens, der Bonus selbst. Ein Willkommensbonus verdoppelt typischerweise die erste Einzahlung bis zu einer Obergrenze, etwa 100 €. Eine Gratiswette, oft als „Freebet“ bezeichnet, wird dem Konto ohne Einzahlung gutgeschrieben und liegt zwischen 5 € und 20 €, in Sonderaktionen auch darüber. Beide sind keine Geschenke: Sie sind Wetten mit Bedingungen, und die Bedingungen stehen in den AGB, nicht im Werbebanner.

Zweitens, die Umsatzvorgabe. Der Bonus muss durchgespielt werden, meistens zwischen dem Drei- und Fünffachen des Bonusbetrags. Bei 100 € Bonus und vierfachem Umsatz müssen 400 € an Wetten platziert werden, und nur Wetten mit einer Mindestquote, oft 1,80 oder 2,00, zählen. Wer einen 10 €-Einsatz mit Quote 1,50 abschließt, hat gespielt, aber nicht umgesetzt. Der Fortschrittsbalken im Wettkonto zeigt den Status, und ein Blick dorthin kostet nichts.

Drittens, die Auszahlung des Gewinns. Bei einem klassischen Bonus wird der Bonusbetrag nach Erfüllung der Umsatzvorgabe zur Auszahlung freigegeben, plus die Gewinne aus den Wetten, die mit dem Bonus platziert wurden. Bei einer Gratiswette ist es anders: Wird die Wette gewonnen, erhält der Spieler nur den Nettogewinn, nicht den Einsatz der Gratiswette. Eine 20 €-Gratiswette auf eine Quote von 3,50 bringt 50 € Gewinn, nicht 70 €. Wer das übersieht, hat den Wert seines „Gratis“Anteils falsch eingeschätzt.

Ein Beispiel macht das greifbar. Angenommen, ein Anbieter schenkt eine 10 €-Gratiswette auf eine Partie zur WM, und die Quote auf den Tipp steht bei 2,10. Der Nettogewinn bei einem erfolgreichen Tipp beträgt 11 €, denn 10 € × (2,10 − 1) = 11 €. Davon zieht die typische Auszahlungsquote eines 1X2-Marktes ihren Anteil ab, der Durchschnitt liegt in der Bundesliga zwischen 95 % und 97 %. Wer den erwarteten Wert einer Gratiswette berechnen will, teilt den Nettogewinn durch die Quote und multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes. Das ergibt einen Mittelwert, der deutlich unter dem Bruttogewinn liegt und in der Praxis zwischen 4 € und 7 € pro 10 €-Gratiswette pendelt. Gratis ist die Wette nur dem Namen nach.

Hinzu kommt die Sportwettensteuer. Sie beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz, effektiv rund 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Ob der Anbieter sie vom Spieler einzieht, hängt vom Haus ab. Einige Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“, etwa Winamax, und tragen den Betrag aus eigener Tasche. Andere ziehen die Steuer direkt am Wettschein ab. Die Steuer wird immer dann fällig, wenn der Anbieter sie nicht auswirft, und sie schmälert den Nettogewinn, ohne dass der Spieler sie unmittelbar sieht. Ein 10 €-Einsatz auf Quote 2,10 bringt 21 € Bruttogewinn, mit Steuerabzug real 19,90 €.

Die wichtigste Leseübung gilt den AGB: Welche Mindestquote gilt für den Umsatz, welche Märkte sind ausgeschlossen, in welchem Zeitfenster muss der Bonus geräumt sein, und was passiert mit Bonusgeld, das noch im Konto steht, wenn die Frist abläuft. Die Antworten darauf unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter und stehen nirgendwo prominenter als in den Bedingungen, die niemand liest.

Prognosen, Quoten und der Anspruch, das Turnier zu „lesen“

Vor einem Großturnier steigt die Zahl der Tippseiten, Foren und Videos sprunghaft an. „WM-Tipps“, „Favoritenquoten“, „Expertenprognose“ sind die Schlüsselwörter, mit denen die Spielerquote der Branche gefüttert wird. Wer diese Angebote nutzt, sollte drei Dinge auseinanderhalten: die Quote, die ein Buchmacher anbietet, den Favoritenstatus, den diese Quote ausdrückt, und die Prognose, die ein Außenstehender trifft.

Die Quote eines Buchmachers ist die Wahrscheinlichkeit, die er dem Ereignis beimisst, ausgedrückt als Dezimalzahl. Eine Quote von 2,10 steht für eine implizierte Wahrscheinlichkeit von rund 47,6 % (1 ÷ 2,10), eine Quote von 4,00 für 25 %. Diese Quoten sind das Ergebnis eigener Modelle, in die Form, Kader, Head-to-Head-Daten und die Liquidität des Marktes einfließen, und sie sind nicht die „reale“ Wahrscheinlichkeit, sondern die Sicht eines Anbieters auf das Spiel. Wer drei Anbieter nebeneinanderstellt, sieht auf demselben Spiel drei verschiedene Quoten, und die Spanne ist die Marge, die jeder Anbieter einkalkuliert.

Der Favoritenstatus folgt aus der niedrigsten Quote. Vor der WM 2026 galten Brasilien, Argentinien, Frankreich und England als enge Spitzengruppe, dahinter Spanien und Deutschland. Welche Mannschaft am Ende gewonnen hat, steht im Archiv: Spanien. Favoritenquoten sind also keine Vorhersage, sondern eine Wette des Marktes auf die Wahrscheinlichkeit, und die Märkte irren sich regelmäßig. Wer vor dem Turnier 100 € auf Spanien zur Quote 7,50 setzte, hat am Ende 750 € ausgezahlt bekommen. Wer denselben Betrag auf den Rekordfavoriten Brasilien setzte, hat verloren. Quoten lesen heißt, die Wahrscheinlichkeit zu schätzen, nicht den Ausgang zu kennen.

Die Prognose eines Dritten ist eine andere Kategorie. Sie kann auf Daten beruhen, sie kann auf Bauchgefühl beruhen, sie kann eine Werbeaussage sein. Wer sich auf sie verlässt, sollte sich fragen, ob der Autor Geld auf den Tipp setzt, ob er seine Trefferquote über Jahre nachvollziehbar dokumentiert, und ob die Quelle von einem Anbieter bezahlt wird. Bei Großturnieren steigt der Anteil an kostenlosen „heißen Tipps“ sprunghaft, und die meisten davon sind wertlos.

Eine ehrliche Strategie zur WM hat drei Bausteine. Erstens, die eigenen Wetten klein halten: Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist die äußere Schranke, die innere liegt deutlich darunter. Zweitens, die Quoten vergleichen: Ein Anbieter bietet Spanien zur Quote 2,00, ein anderer zur Quote 2,10, der Unterschied von fünf Prozent entscheidet langfristig, ob eine Wette profitabel ist. Drittens, auf die Märkte setzen, die man versteht: Wer den deutschen Fußball kennt, hat eher eine Meinung zu einem Bundesliga-Spieler bei der WM als zu einer Halbzeitführung in einem Spiel zweier südamerikanischer Teams, das er nie gesehen hat. Der schlechteste Ratgeber bei einer WM ist der Glaube, diesmal müsse der Favorit einfach gewinnen.

Wettmärkte, Quoten und das Lesen einer Wettseite

Eine Wettseite zur WM listet Dutzende Märkte pro Spiel, von der einfachen Siegfrage bis zur Anzahl der Eckbälle in Halbzeit zwei. Wer sich zum ersten Mal durchklickt, sieht Zahlenkolonnen ohne Erklärung. Die Mechanik dahinter ist nicht kompliziert, und sie ist überall dieselbe.

Der klassische 1X2-Markt bietet drei Ausgänge: Heimsieg (1), Unentschieden (X) und Auswärtssieg (2). Die Quoten für ein ausgeglichenes Spiel liegen typischerweise bei 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Diese drei Quoten ergeben zusammen eine Auszahlungsquote von etwa 90 %, der Rest ist die Marge des Anbieters. Wer die Auszahlungsquote berechnen will, teilt 1 durch die Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,90, also 90 %. Eine Marge von 10 % ist im Fußballmarkt üblich, bei großen Events und gutem Wettbewerb zwischen den Anbietern sinkt sie auf 5 bis 6 %, bei exotischen Märkten und kleinen Ligen steigt sie auf 12 % und mehr. Die Marge ist der Preis, den der Spieler für jede Wette zahlt, unabhängig davon, ob er gewinnt.

Über die 1X2-Wette hinaus gibt es Märkte, die in zwei Lager zerfallen. Die „Hauptmärkte“ sind Drei-Wege-Wetten wie die doppelte Chance (1X, X2, 12), Over/Under 2,5 Tore und beide Teams treffen. Die Quoten sind höher, die Marge ist vergleichbar, und die Spieler kennen die Mechanik. Die „Nebenmärkte“ umfassen Handicap-Wetten, Halbzeit/Endstand, Torschützen, Anzahl der Karten, Eckbälle und Spezialwetten. Hier sind die Margen oft doppelt so hoch, und der Buchmacher nimmt einen deutlich größeren Anteil pro Wette.

Wie eine Quote entsteht. Ein Buchmacher startet mit einer eigenen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, etwa 50 % Heimsieg, 25 % Unentschieden, 25 % Auswärtssieg, und setzt die „fairen“ Quoten 2,00 / 4,00 / 4,00. Dann schlägt er die Marge auf, indem er die Quoten reduziert, bis die Summe der Kehrwerte 1,10 ergibt statt 1,00. Daraus werden die angezeigten 1,82 / 3,64 / 3,64. Je enger die Quote an 2,00 liegt, desto stärker favorisiert der Markt die Mannschaft. Sinkt die Quote eines Teams im Vorfeld des Spiels, hat sich die Wahrscheinlichkeitsschätzung verändert, etwa durch eine Verletzung im Kader des Gegners.

Wie die Auszahlung entsteht. Eine Wette zu 10 € auf Quote 2,10 bringt im Erfolgsfall 21 € zurück, davon 11 € Gewinn. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten, eine Wette auf zwei Spiele mit 2,10 und 1,80 ergibt eine Kombiquote von 3,78, und 10 € Einsatz werden zu 37,80 €, wenn beide Tipps eintreffen. Das Risiko steigt im Quadrat, denn eine Kombiwette verliert, sobald ein einzelner Tipp danebengeht.

Wie die Auszahlungsquote das Spiel verändert. Je höher die Marge, desto weniger vom Einsatz wird an die Spieler zurückgegeben. Bei 5 % Marge werden 95 € von 100 € ausgeschüttet, bei 10 % nur 90 €. Wer 100 Wetten à 10 € auf ein perfekt ausbalanciertes Spiel platziert, verliert bei 5 % Marge 50 € auf Dauer, bei 10 % Marge 100 €. Die Marge ist der Grund, warum langfristig die meisten Spieler verlieren, und die einzige Gegenreaktion ist, die Anbieter mit der niedrigsten Marge zu nutzen.

Wie eine Livewette rechnet. Während eines laufenden Spiels ändern sich die Quoten je nach Spielstand. Eine Mannschaft, die 1:0 führt, bekommt eine niedrigere Siegquote, die unterlegene Mannschaft eine höhere. Die Marge bleibt dabei oft konstant, die Spanne zwischen den Quoten verändert sich aber dynamisch. Der Buchmacher hat in Echtzeit die Modelle nachgeführt, und der Spieler, der „live“ einsteigt, wettet gegen ein System, das den Spielstand bereits kennt.

Das Turnier: Spielplan, Stationen, Geschichte

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 war das größte Turnier der Geschichte. Vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 traten 48 Mannschaften in 104 Spielen gegeneinander an, verteilt auf drei Gastgeberländer: Kanada, Mexiko und die USA. Eröffnet wurde das Turnier im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, das Finale fand im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, statt. Mit der Aufstockung von 32 auf 48 Mannschaften gab es erstmals eine Gruppenphase aus zwölf Vierergruppen, gefolgt von einer K.-o.-Runde, die mit einem Sechzehntelfinale begann.

Spanien gewann das Turnier durch ein 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien, es war der zweite Titel nach 2010. Auf dem Weg ins Endspiel schlug Spanien Frankreich im Halbfinale 2:0, Argentinien bezwang England 2:1. Das Spiel um Platz drei endete am 18. Juli 2026 in Miami Gardens mit 6:4 für Frankreich gegen England. Kylian Mbappé wurde mit zehn Treffern Torschützenkönig. Die vorherige Weltmeisterschaft 2022 in Katar hatte 32 Mannschaften, 64 Spiele und ein Endspiel gesehen, das Argentinien im Elfmeterschießen gegen Frankreich gewann. Brasilien ist mit fünf Titeln Rekordweltmeister, Deutschland folgt mit vier Titeln aus den Jahren 1954, 1974, 1990 und 2014.

Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft wird 2030 ausgetragen, gemeinsam von Spanien, Portugal und Marokko, 2034 folgt Saudi-Arabien als Ausrichter. Wer also heute nach „Weltmeisterschaft wetten“ sucht, bezieht sich je nach Anbieter entweder auf das abgeschlossene Turnier 2026, auf das kommende Turnier 2030 oder auf die Qualifikation, die dazwischen läuft. Die deutsche Mannschaft hat sich als eine der europäischen Spitzenmannschaften direkt für die WM 2026 qualifiziert.

Wer auf das Turnier als Ganzes wettet, hat mehrere Anlaufpunkte. Die bekanntesten Märkte sind Weltmeister, Gruppensieger, Torschützenkönig und „erreicht das Halbfinale“. Diese Märkte werden lange vor dem Eröffnungsspiel angeboten und laufen bis zum Ende des Turniers. Die Quoten auf den Weltmeister ändern sich mit jeder Niederlage eines Favoriten, mit jeder Verletzung eines Schlüsselspielers, mit jeder unerwarteten Leistung einer Außenseitermannschaft. Wer früh auf einen Außenseiter setzt, sichert sich die hohe Quote, akzeptiert aber das Risiko, dass der Außenseiter in der Vorrunde ausscheidet.

Der Spielplan einer WM ist im Wettprogramm jedes Anbieters als eigener Bereich hinterlegt. Wer die Spiele nach Tagen sortiert durchgeht, sieht die Quoten sich von Tag zu Tag verändern, oft nur in Nuancen, manchmal in Sprüngen. Das ist der normale Rhythmus eines Buchmachers, und wer ihn versteht, sieht, wie der Markt auf Informationen reagiert, nicht wie er sie vorhersagt.

Anbieter im Vergleich: Wer in Deutschland eine Erlaubnis hat

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Die Whitelist ist die einzige zuverlässige Quelle für die Frage, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Die Reihenfolge folgt der Sortierung in der Whitelist, sie ist kein Ranking, sie bewertet weder Quoten noch Bonus noch Service.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnis seit
Sportwetten.de Erlaubter Anbieter (NetX Betting Limited, Malta) 19.11.2020
Tipico Erlaubter Anbieter (Tipico Co. Limited, Malta) 09.10.2020
ODDSET Erlaubter Anbieter (ODDSET Sportwetten GmbH) 18.11.2020
Bet3000 Erlaubter Anbieter (I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta) 22.04.2026
Betway Erlaubter Anbieter (Betway Limited, Malta) 09.03.2021
Tiptorro Erlaubter Anbieter (Torro Tec Limited, Malta) 30.06.2021
Betano Erlaubter Anbieter (Betkick Sportsbetting Limited, Malta) 19.02.2021
LeoVegas Erlaubter Anbieter (LVSports Limited, Malta) 21.10.2024
bet365 Erlaubter Anbieter (Hillside (Europe) ENC, Malta) 09.10.2020
Sportingbet Erlaubter Anbieter (Sportingbet (Deutschland) Limited) 09.10.2020

Die Erlaubnis wird für eine bestimmte Domain ausgesprochen, und nur diese Domain fällt unter die deutsche Aufsicht. Eine Malta-Lizenz allein bedeutet nicht, dass das Angebot in Deutschland legal ist; was zählt, ist die Eintragung in der Whitelist der GGL mit einer .de-Domain. Die Whitelist führt 30 Einträge mit Stand vom 2. Oktober 2026, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis, die übrigen drei sind reine Pferdewetten-Anbieter. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre ausgesprochen, die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Folgeanträge können die Erlaubnis verlängern, ohne dass das Datum aktualisiert wird, daher ist das Whitelist-Datum kein Hinweis auf eine Befristung.

Sportwetten.de

Sportwetten.de gehört zu den ersten Anbietern, die eine deutsche Erlaubnis erhalten haben. Die Whitelist führt die Domain seit dem 19. November 2020, ein Folgeantrag wurde am 16. Dezember 2022 registriert. Betreiber ist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, das ist der Standardfall bei internationalen Anbietern, die in Deutschland aktiv werden. Der Markenkern liegt auf einer breiten Abdeckung der europäischen Fußballligen, der Spielplan der WM ist in der eigenen Rubrik hinterlegt, daneben stehen Livewetten und ein Quotenangebot, das im Mittelfeld der Branche liegt. Für Spieler, die einen schlichten, auf Fußball fokussierten Anbieter mit deutscher Aufsicht suchen, ist Sportwetten.de eine ruhige Adresse, wer ein besonders tiefes Wettprogramm mit Spezialmärkten erwartet, wird nicht überrascht.

Tipico

Tipico ist die sichtbarste deutsche Wettmarke und eines der ältesten Häuser im deutschen Markt. Die Whitelist führt die Domain seit dem 9. Oktober 2020, ein Folgeantrag wurde am 9. Dezember 2022 registriert. Betreiber ist die Tipico Co. Limited. Die App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, sie bewirbt Cash-Out als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des laufenden Spiels. Tipico ist im deutschen Einzelhandel präsent, mit Wettshops in fast jeder größeren Stadt, und der Markenname steht in Deutschland für „die Wette um die Ecke“. Wer auf eine Marke mit hohem Wiedererkennungswert und einer App setzt, die Livewetten zuverlässig abbildet, ist hier richtig. Die Quoten liegen im oberen Drittel der Branche, ohne dass Tipico regelmäßig als „best odds“ beworben wird. Ein Haken, der selten ausgesprochen wird: Tipico ist in einen zivilrechtlichen Streit vor dem Bundesgerichtshof verwickelt, in dem ein Spieler aus den Jahren 2013 bis 2018 mehr als 3.700 € Verlust zurückfordert. Der BGH hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 Rückzahlungen grundsätzlich für möglich gehalten, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Solange das Urteil aussteht, ist die zivilrechtliche Lage für deutsche Spieler nicht endgültig geklärt.

ODDSET

ODDSET ist die Traditionsmarke des deutschen Fußballs, hervorgegangen aus dem staatlichen Glücksspielwesen. Die Whitelist führt die Domain seit dem 18. November 2020, der Folgeantrag datiert auf den 15. Dezember 2022. Erteilt wurde die Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt, die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale). ODDSET gehört zu den Anbietern, die im deutschen Markt eine Sonderstellung haben: Die Marke ist älter als die privaten Wettbewerber, das Wettprogramm ist solide, aber nicht so breit wie bei den internationalen Häusern, und die Quoten liegen eher im unteren Drittel. Wer einen Anbieter sucht, der im deutschen Fußball verwurzelt ist und auf die klassischen Märkte setzt, ist bei ODDSET richtig. Wer exotische Spezialwetten sucht, wird enttäuscht. Die Marke steht für Beständigkeit, nicht für Quotenführerschaft.

Bet3000

Bet3000 ist eine vergleichsweise junge Eintragung in der Whitelist. Die Erlaubnis wurde am 22. April 2026 erteilt, es gibt noch keinen Folgeantrag. Betreiber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Bet3000 war vorher im deutschen Markt aktiv, allerdings unter anderer Lizenzstruktur, und ist mit der Whitelist-Erlaubnis neu aufgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf Sportwetten mit einem klassischen 1X2-Programm, dazu Live-Wetten, ein Cash-Out-Angebot und eine App, die das Wesentliche abdeckt. Das Quotenniveau wird von Stammkunden im oberen Drittel verortet, ohne dass es eine offizielle Bestätigung gibt. Wer einen Anbieter mit frischer deutscher Lizenz und klassischem Wettprogramm sucht, sollte Bet3000 prüfen. Wer eine breite Auswahl an Spezialmärkten erwartet, wird gedämpft.

Betway

Betway ist eine etablierte Marke im europäischen Sportwettenmarkt. Die Whitelist führt die Domain seit dem 9. März 2021, der Folgeantrag datiert auf den 23. Dezember 2022. Betreiber ist die Betway Limited, Malta. Die App im Apple App Store bewirbt den Cash-Out mit einem grünen Symbol unter „Meine Wetten“, bei dem der Spieler den vollen Betrag oder einen Teil auszahlen lassen kann. Zusätzlich bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, mit dem Auswahlen aus einer Partie kombiniert werden können, sowie den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Spielen bündelt. Das Wettprogramm ist breit, mit Fokus auf die europäischen Top-Ligen, dazu Tennis, Basketball, Eishockey und Handball. Wer einen Anbieter mit breitem Wettprogramm und einem ausgereiften Cash-Out sucht, ist bei Betway gut aufgehoben.

Tiptorro

Tiptorro ist die deutsche Marke hinter dem internationalen Anbieter „Betsson“ und richtet sich an Spieler, die ein eigenes Wettprogramm mit deutscher Aufsicht suchen. Die Whitelist führt die Domain seit dem 30. Juni 2021, der Folgeantrag datiert auf den 27. Dezember 2022. Betreiber ist die Torro Tec Limited, Malta. Die App im Apple App Store beschreibt Tiptorro als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey solide ab, die Quoten liegen im Mittelfeld. Wer einen ruhigen Anbieter mit deutscher Lizenz und ohne großes Marketing sucht, ist bei Tiptorro richtig.

Betano

Betano gehört zur Kaizen Gaming Group und ist auf mehreren europäischen Märkten aktiv. Die Whitelist führt die Domain seit dem 19. Februar 2021, der Folgeantrag datiert auf den 16. Dezember 2022. Betreiber ist die Betkick Sportsbetting Limited, Malta. Die App im Apple App Store bewirbt den Bet Builder, mit dem mehrere Märkte eines Spiels kombiniert werden, Cash-Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das Live-Streaming-Angebot ist eine Besonderheit, die nicht alle Wettbewerber in dieser Breite bieten. Wer auf Live-Streams von Fußball- und Basketballspielen wert legt und gleichzeitig den Bet Builder nutzen will, ist bei Betano richtig.

LeoVegas

LeoVegas ist im Kern eine Casino-Marke, die in den letzten Jahren ihr Sportwettenangebot ausgebaut hat. Die Whitelist führt die Domain seit dem 21. Oktober 2024, ohne Folgeantrag. Betreiber ist die LVSports Limited, eine Tochter der LeoVegas-Gruppe. Die Erlaubnis umfasst Sportwetten und virtuelle Automatenspiele, wobei die Sportwetten-Erlaubnis die jüngere ist. Das Wettprogramm ist breit, die App ist technisch ausgereift, die Quoten liegen eher im Mittelfeld. Wer ein Casino-Konto mit angeschlossener Sportwette sucht und das Sportwettenangebot nicht als Hauptzweck nutzt, ist bei LeoVegas richtig. Wer einen reinen Sportwettenanbieter sucht, findet in der Liste spezialisiertere Adressen.

bet365

bet365 ist der größte private Sportwettenanbieter weltweit und einer der ersten Einträge auf der deutschen Whitelist. Die Whitelist führt die Domain seit dem 9. Oktober 2020, der Folgeantrag datiert auf den 27. Dezember 2022. Betreiber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Das Wettprogramm ist das breiteste im Markt, die Quoten liegen im oberen Drittel, Live-Streaming und Cash-Out sind seit Jahren Standard. Wer ein Höchstmaß an Marktbreite, Live-Optionen und Quotenqualität sucht, landet bei bet365. Der Nachteil liegt in der Größe: Der Anbieter richtet sich nicht an Gelegenheitsspieler, sondern an Wettkunden, die regelmäßig und intensiv spielen. Für Spieler mit niedrigem Limit ist die Plattform überdimensioniert, der Support englischsprachig in Teilen, die Bonusstruktur zurückhaltender als bei kleineren Wettbewerbern.

Sportingbet

Sportingbet ist ein europäischer Anbieter mit langer Geschichte, der in Deutschland über die Sportingbet (Deutschland) Limited geführt wird. Die Whitelist führt die Domain seit dem 9. Oktober 2020, der Folgeantrag datiert auf den 21. Dezember 2022. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, dazu Live-Wetten und einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien bündelt. Die Quoten liegen im Mittelfeld, das Wettprogramm ist solide ohne besondere Spezialisierung. Wer einen unaufgeregten Anbieter mit breiter Sportauswahl und deutscher Lizenz sucht, ist bei Sportingbet richtig.

Rechtslage: Wetten auf die WM in Deutschland

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland ruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die zentrale Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), kurz GGL. Sie erteilt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, sie überwacht die Anbieter, sie spricht Bußgelder nach § 28a aus, und sie führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8. Die Steuer wiederum ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display neben einem leeren Papier-Wettschein und einem Stift auf einem Holztisch.
Im WM-Finale 2026 am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) besiegte Spanien Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung und gewann seinen zweiten WM-Titel.

Die Whitelist ist die einzige zuverlässige Antwort auf die Frage, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Sie enthält Domains, nicht Markennamen, und eine .de-Domain allein bedeutet noch keine Erlaubnis. Die Whitelist wird regelmäßig aktualisiert, der hier zugrunde gelegte Stand ist der 2. Oktober 2026 mit 30 Einträgen. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre ausgesprochen, Folgeanträge verlängern, ohne dass das Datum aktualisiert wird. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nicht das Ende.

Was darf gewettet werden

Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Ereignis, als Einzel- oder Kombiwetten nach § 21 Abs. 1 GlüStV. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis: nein. Nächster Korb im Basketball: nein. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sports ist nach GGL-Praxis nicht als Sport anerkannt, lizenzierte E-Sports-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Spielerschutz

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Pro Anbieter darf nur ein Konto bestehen, die Verifizierung erfolgt nach § 6a vollständig. Vor der Verifizierung darf der Anbieter für höchstens 72 Stunden Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € ohne Auszahlung erlauben. Das übliche Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, kontrolliert durch die LUGAS-Limitdatei. Eine Anhebung ist für den einzelnen Spieler auf bis zu 10.000 € möglich, sofern die Erlaubnis es zulässt, mit Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei ausgeschlossen. OASIS nach §§ 8, 8a ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird, eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.

Zahlungen

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Ein- und Auszahlungen nur über ein Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, was Krypto und anonyme Prepaid-Karten systematisch aussperrt. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Steuer

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz, effektiv rund 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler, nach § 19 RennwLottG. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Einige Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“ und tragen den Betrag aus eigener Tasche, Winamax bewirbt dies im Footer seiner Website mit Verweis auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Andere Anbieter ziehen die Steuer direkt am Wettschein ab. Die Steuer wird immer fällig, wenn der Anbieter sie nicht selbst trägt, und sie schmälert den Nettogewinn. Wer als Spieler die Marge einer Wette berechnen will, muss die Steuer miteinbeziehen, sonst stimmt die Rechnung nicht.

Werbung und Bonus

Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 nur Inhabern einer Erlaubnis erlaubt. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino, nicht aber für Sportwetten. Bei Sportwetten ist Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im selben Kanal verboten, ebenso Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz nach §§ 5 Abs. 3, 6. Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt, Beträge, Umsatz und Mindestquoten stammen aus den AGB der Anbieter.

Offshore und zivilrechtliche Lage

Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat in einer Mitteilung vom 17. September 2026 ausdrücklich vor Angeboten wie Platincasino gewarnt. Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr, dem Spieler nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder eine Geldstrafe. Die zivilrechtliche Frage, ob Spieler ihre Einsätze zurückfordern können, ist seit Jahren offen und liegt derzeit beim Europäischen Gerichtshof. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) Rückzahlungen grundsätzlich für möglich gehalten. Solange das Urteil aussteht, ist die Frage für deutsche Spieler nicht endgültig entschieden.

Was eine Quote über den Markt verrät: Marge im Beispiel

Die Marge ist der Anteil, den ein Buchmacher pro Wette einbehält. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote des Marktes, wobei die Auszahlungsquote der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller angebotenen Quoten ist. An einem konkreten Beispiel lässt sich das zeigen, ohne dass eine konkrete Quotenlage zitiert werden müsste, denn das Prinzip gilt für jeden 1X2-Markt gleich.

Nehmen wir die Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote errechnet sich als 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = 0,9541, also etwa 95,4 %. Die Marge liegt entsprechend bei rund 4,6 %. Dieser Wert ist für ein einzelnes Spiel mit guter Marktabdeckung realistisch und liegt unter dem Branchendurchschnitt für Fußballspiele, der zwischen 5 % und 6 % liegt. Bei weniger prominenten Spielen oder bei exotischen Märkten steigt die Marge auf 8 % bis 12 %.

In Euro ausgedrückt heißt das: Wer auf einem 1X2-Markt mit 4,6 % Marge 100 Wetten à 10 € auf ein perfekt ausgewogenes Spiel platziert, schichtet am Ende 95,40 € zurück, hat 4,60 € verloren. Bei 10 % Marge wären es 90 € zurück und 10 € Verlust. Wer die Differenz nicht beachtet, verlässt sich auf ein Bauchgefühl, das die Mathematik nicht stützt. Die Marge ist der Grund, warum der Hausvorteil beim Buchmacher größer ist als bei vielen anderen Glücksspielen, und sie ist der Grund, warum „Wetten“ als langfristige Einnahmequelle für den Spieler nicht funktioniert.

Ein letzter Punkt: Die Marge ist nicht statisch. Sie schwankt von Markt zu Markt, von Anbieter zu Anbieter, von Spiel zu Spiel. Wer die Marge vergleicht, vergleicht Anbieter. Eine Wette auf das Finale hat bei bet365 eine andere Marge als bei ODDSET, und die Differenz beträgt oft 0,5 bis 1,5 Prozentpunkte. Auf Dauer ist das der Unterschied zwischen einem verlustreichen Hobby und einem etwas weniger verlustreichen Hobby. Wer den Markt ernst nimmt, achtet auf die Marge, nicht nur auf die Quote.

Häufige Fragen

Wie wettet man aus Deutschland auf die Weltmeisterschaft, und bei welchen Anbietern ist das erlaubt?

Wer in Deutschland auf eine Weltmeisterschaft wetten will, muss einen Anbieter nutzen, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer .de-Domain eingetragen ist. Die Whitelist ist die einzige zuverlässige Quelle für die Frage, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf, eine .de-Domain allein genügt nicht. Die Anbieter in der Whitelist akzeptieren ausschließlich Zahlungsmittel mit klarer Zuordnung, also keine Kryptowährungen und keine anonymen Prepaid-Karten.

Welche Mannschaft hat die WM 2026 gewonnen, und wie lassen sich Favoritenquoten im Nachhinein einordnen?

Spanien hat die WM 2026 durch ein 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien gewonnen, es war der zweite Titel nach 2010. Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé mit zehn Treffern. Favoritenquoten vor dem Turnier waren Spanien nicht auf Platz eins, Brasilien, Argentinien und Frankreich galten als enger. Wer vor dem Turnier 100 € auf Spanien zur Quote 7,50 setzte, hat 750 € ausgezahlt bekommen, wer auf Brasilien setzte, hat verloren. Quoten lesen heißt, Wahrscheinlichkeiten schätzen, nicht den Ausgang kennen.

Darf bei lizenzierten deutschen Anbietern mit Krypto auf die WM gewettet werden?

Nein, Kryptowährungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV kein zulässiges Zahlungsmittel bei lizenzierten deutschen Anbietern. Die zugelassenen Zahlungsmittel sind SEPA-Lastschrift, Überweisung, Kreditkarte, PayPal und girocard, jeweils auf den Namen des Spielers. Wer mit Krypto wetten will, weicht auf Anbieter ohne deutsche Erlaubnis aus, verliert damit den Anschluss an OASIS, LUGAS und den deutschen Rechtsweg.

Wie funktionieren Gratiswetten und Wettboni zur WM, und was bedeutet Mindestquote?

Eine Gratiswette wird dem Konto gutgeschrieben und wie eine normale Wette platziert, der Einsatz wird im Erfolgsfall aber nicht ausgezahlt. Eine Wette zu 10 € Gratisanteil auf Quote 2,50 bringt 15 € Gewinn, nicht 25 €. Ein Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung und muss durchgespielt werden, meist mit dem Drei- bis Fünffachen des Bonus, wobei nur Wetten ab einer Mindestquote zählen, oft 1,80 oder 2,00. Wer diese Mindestquote unterschreitet, spielt, aber er umsätzt nicht.

Welche Livewetten sind während eines WM-Spiels erlaubt?

Während eines laufenden Spiels sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis: nein. Nächster Korb im Basketball: nein. Wetten auf die Anzahl der Karten, der Ecken oder auf das genaue Ergebnis zur Halbzeit sind im Live-Markt nicht erlaubt.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer daran?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei 10 € Einsatz auf Quote 2,10 sind das 21 € Auszahlung, 11 € Gewinn. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz, effektiv 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Ob und wie sie weitergegeben wird, hängt vom Anbieter ab. Einige Anbieter tragen sie selbst, andere ziehen sie am Wettschein ab. Bei 10 € Einsatz und ausgewiesener Steuer verringert sich der Bruttogewinn entsprechend.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwetteninfo.com»