Tour de France Wetten 2026: Anbieter im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Eine Landstraße schlängelt sich durch Hügel im Morgennebel, am Straßenrand liegen Heuballen auf einem abgemähten Feld.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist gelaufen, vom 4. bis 26. Juli, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Tadej Pogačar holte sich seinen fünften Gesamtsieg, rekordgleich mit Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain. Wer aus Deutschland auf das nächste Rennen oder eine andere Radspitzte wettet, landet bei einer kurzen, harten Vorauswahl: Nur Anbieter auf der GGL-Whitelist sind erlaubt, alles andere ist unerlaubtes Glücksspiel, mit allen Konsequenzen für Schutz, Auszahlung und Steuern. Dieser Text sortiert die zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach dem, was sie für Radsport-Wettende tatsächlich leisten, und legt daneben, wie die Quoten zu lesen sind und welche Kosten in jedem Schein stecken.

Die zehn GGL-lizenzierten Anbieter im Überblick

Die folgende Tabelle führt jeden hier besprochenen Anbieter mit seinem Whitelist-Status und dem Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis auf. Eine gültige Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige Voraussetzung, die ein Wettanbieter in Deutschland erfüllen muss, um Sportwetten anzubieten; sie gilt für die exakte Domain, die auf der Whitelist steht. Die Erstgenehmigung trägt die GGL ein, ein Enddatum führt die Liste nicht.

Ein Rennrad lehnt an einer Steinmauer in einer Bergkurve, im Hintergrund eine weite Hügellandschaft im Gegenlicht.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.
Anbieter GGL-Whitelist-Status Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Erlaubt Betway Limited 09.03.2021
bwin Erlaubt bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano Erlaubt Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
bet365 Erlaubt Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
DAZN Bet Erlaubt DZBT Operations Limited 22.08.2023
Winamax Erlaubt WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Tiptorro Erlaubt Torro Tec Limited 30.06.2021
Bet3000 Erlaubt I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Wettarena Erlaubt I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
Interwetten Erlaubt Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Alle zehn tragen derzeit eine Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, alle werden von der GGL beaufsichtigt, und kein Anbieter auf der Liste fällt für Radsportwetten schon durch die formale Hürde. Die Unterschiede, die für jemanden, der auf die Tour de France oder eine andere Rundfahrt wettet, wirklich zählen, liegen anderswo: in der Tiefe des Radsport-Programms, in der Stabilität der Quoten vor dem Start, im Umgang mit Livewetten, in der Marge, die der Anbieter auf den einzelnen Märkten nimmt, und in den Eigenheiten der Bonus- und Auszahlungsregeln.

Betway – solider Standard mit Cash-Out und Konfigurator

Betway ist seit März 2021 in Deutschland erlaubt und richtet sich an Wettende, die eine breite Auswahl an Sportarten und eine eingespielte Benutzeroberfläche suchen. Für Radsport hält Betway das Übliche bereit: Gesamtsieger, Etappensieger und die Wertungen, dazu eine wachsende Livewetten-Sektion während der Etappen. Die Cash-Out-Funktion ist sichtbar als grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der angezeigte Wert lässt sich ganz oder teilweise auszahlen, was bei langen Rundfahrten mit wechselnden Situationen im Gesamtklassement praktisch wird, wenn man sich gegen einen späten Einbruch absichern will. Der hauseigene Wettkonfigurator richtet sich primär an Fußballspiele, bündelt dort mehrere Märkte einer Partie zu einer Kombiwette, ein separates Konfigurator+ zieht Auswahlen aus verschiedenen Begegnungen zusammen. Für reine Radsport-Kombinationen ist das nur ein Zusatz, nicht der Hauptzweck. Wer mit kleinen Einsätzen auf Etappenausgänge spielt und die Wette vor dem Ziel noch zurückgeben will, findet hier eine einfache Lösung. Wer das breiteste Radsport-Programm sucht, schaut eher auf die Konkurrenz.

bwin – etabliert, mit hohem Wiedererkennungswert

bwin gehört zu den ältesten Namen im europäischen Sportwetten-Geschäft und ist in Deutschland seit Oktober 2020 lizenziert. Das Sportwetten-Programm enthält Radsport in der Regel mit Gesamtsieger, Etappensiegern und den vier Trikotwertungen, dazu Spezialmärkte auf die Mannschaftswertung. Livewetten sind während der Etappen verfügbar, in dem Rahmen, den der GlüStV erlaubt: nächster Etappensieg, nächstes Zeitfahr-Ergebnis, nicht einzelne Sprints oder Bergwertungspunkte. bwin schreibt sich eine hohe Quotenstabilität zu, was bei einer dreiwöchigen Rundfahrt mit täglich wechselnden Favoriten den Unterschied machen kann, ob eine Wette vor dem Start den Wert hält, den man eingeschätzt hat. Für Wettende, die einen Anbieter mit großer Markenbasis, klassischem Wettschein und Live-Angebot suchen, ist bwin eine sichere Wahl; wer auf der Suche nach besonders knappen Margen ist, muss die Quoten direkt vergleichen.

Betano – starke App mit Live-Streaming über den Radsport hinaus

Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben und ist seit Februar 2021 in Deutschland erlaubt. Die App wirbt mit Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming, Letzteres allerdings vor allem für Fußball, Tennis, Basketball und American Football. Radsport ist im Programm, doch das Live-Bild kommt aus anderen Sportarten; wer bei der Tour de France ein Bewegtbild zur Etappe sehen will, ist auf den öffentlich-rechtlichen Livestream angewiesen und beim Wettanbieter nur auf die Quoten. Das ist kein Nachteil im engeren Sinn, aber es korrigiert die Erwartung, die der Name „Live-Streaming“ weckt. Der Bet Builder lohnt sich eher für Fußball-Kombinationen, weniger für Radsport. Wer ohnehin mit einem zweiten Bildschirm schaut und nur den Wettschein bei Betano führt, kommt gut zurecht.

bet365 – das größte Programm, der dichteste Live-Bereich

bet365 ist einer der Platzhirsche im deutschen Wettmarkt, lizenziert seit Oktober 2020, und führt die mit Abstand breiteste Radsport-Sektion. Vor dem Grand Départ stehen Gesamtsieger, Etappensieger, Head-to-Head-Etappen, Trikotwertungen, Teamwertung, und das oft mit Dutzenden Vorab-Quoten, die sich über die drei Wochen nachschärfen. Livewetten während der Etappen sind verfügbar, im Rahmen der GlüStV-Regeln: nächster Etappenausgang, nicht der nächste Einzelsprint. Für Radsport-Wettende, die ein einziges Konto für alle Wettarten und eine breite Auswahl an Spezialmärkten wollen, ist bet365 die Referenz unter den lizenzierten Anbietern. Der Preis dafür liegt in der Benutzeroberfläche, die dichter ist als bei vielen Mitbewerbern, und in der Quotenstruktur, die nicht in jedem Markt die knappste ist. Wer das Programm nicht in voller Breite nutzt, bezahlt die Komplexität, ohne sie zu brauchen.

DAZN Bet – der Neue im Feld, eng am Streaming-Anbieter

DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Dienstes DAZN, lizenziert seit August 2023, betrieben von der DZBT Operations Limited. Der Anbieter positioniert sich für Wettende, die ihre Sportwetten dort erledigen wollen, wo sie auch den Live-Stream schauen, und versucht, beides in einer App zu bündeln. Das Radsport-Programm deckt die wichtigsten Märkte ab, ist in der Breite aber noch nicht auf dem Niveau von bet365 oder bwin. Wer ohnehin DAZN nutzt, findet hier den kürzesten Weg zwischen Bild und Wettschein. Wer den Anbieter ausschließlich nach Radsport-Qualität wählt, hat stärkere Optionen.

Winamax – die „0 % Wettsteuer“-Positionierung

Winamax ist seit Juni 2021 in Deutschland erlaubt und tritt im deutschen Markt mit einer besonderen Positionierung an: Der Anbieter bewirbt, keine Wettsteuer an die Wettenden weiterzugeben, und verweist auf eine eigene Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Radsport war bei dieser Erhebung nicht enthalten, der Quotenvergleich ist also kein direkter Beleg für Tour-de-France-Märkte, und der Anteil der Spiele, in denen Winamax vorne lag, ist nicht dasselbe wie ein konstanter Quoten-Vorsprung. Wer einen Anbieter sucht, der die Wettsteuer nicht durchreicht und für den die Quotenstruktur im Mittelpunkt steht, ist hier richtig. Wer den Quotenvergleich nur auf das eigene Rennen bezieht, muss die Preise selbst vergleichen, Markt für Markt, Etappe für Etappe.

Tiptorro – kleinere Marke, klar lizenziert

Tiptorro wird von der Torro Tec Limited in Malta betrieben, ist seit Juni 2021 in Deutschland erlaubt und tritt im Markt als kompakter Anbieter auf. Das Radsport-Programm enthält die üblichen Hauptmärkte, in der Tiefe ist Tiptorro nicht mit den großen Vier vergleichbar. Für Wettende, die einen schnörkellosen Wettschein, ein übersichtliches Programm und eine klare Lizenzlage suchen, ist Tiptorro eine schlanke Wahl. Wer Radsport in voller Breite spielen will, braucht mehr Auswahl.

Bet3000 – die jüngste Erlaubnis im Feld

Bet3000 ist seit April 2026 in Deutschland lizenziert und damit der jüngste Anbieter in dieser Übersicht. Die Erlaubnis ist neu, der Markenname ist im deutschsprachigen Raum seit langem eingeführt, der operative Neustart unter deutscher Regulierung bedeutet, dass Programm, Quoten und Bonusstrukturen sich noch in der Feinjustierung befinden können. Radsport ist im Programm, im gewohnten Zuschnitt. Wettende, die einen frisch lizenzierten Anbieter mit deutscher Aufsicht testen wollen, können das hier tun; ob das Programm in Breite und Tiefe den Etablierten gleichzieht, muss der laufende Betrieb zeigen.

Wettarena – lizenziert über denselben Inhaber wie Bet3000

Wettarena teilt sich den Erlaubnisinhaber mit Bet3000, die I.B.C. Sportsbetting Limited, und ist bereits seit Oktober 2020 in Deutschland lizenziert. Die Marke tritt mit dem Versprechen auf, das gesamte Wettangebot auf einer Seite zu bündeln, was in der Praxis heißt: alle Radsport-Märkte, die der Inhaber anbietet, unter einer deutschsprachigen Oberfläche. Für Wettende, die zwischen den Marken desselben Inhabers wechseln wollen, ohne das Konto neu zu verifizieren, ist das ein praktischer Vorteil. Wer Radsport in der ganzen Breite spielen will, ist auch hier richtig; das Programm deckt sich in weiten Teilen mit dem, was andere große Anbieter zeigen.

Interwetten – der österreichische Klassiker unter deutscher Aufsicht

Interwetten ist seit November 2020 in Deutschland lizenziert, betrieben von der Interwetten Gaming Limited, und gehört zu den etablierten Marken im deutschsprachigen Markt. Radsport ist im Programm, die Marge bei Standardmärkten ist im Mittelfeld, und die Bonusregeln sind über die Jahre konstant geblieben. Für Wettende, die einen geradlinigen Anbieter ohne großes Werbeversprechen suchen und sich auf Quotenvergleich und diszipliniertes Setzen verlassen, ist Interwetten eine vernünftige Wahl. Wer das dichteste Radsport-Programm oder den aggressivsten Quoten-Marktführer sucht, schaut anderswo.

Was die Tour de France als Wettgegenstand ausmacht

Die Tour de France ist nicht das, wonach sie auf den ersten Blick aussieht: keine tägliche Begegnung wie ein Fußballspiel, sondern eine dreiwöchige Rundfahrt mit 21 Etappen, deren Ergebnis sich aus addierten Zeiten zusammensetzt, nicht aus direkten Duellen. Das hat Folgen für die Wettmärkte, die ein Anbieter überhaupt sinnvoll anbieten kann, und für das Risiko, das in jeder Wette steckt. Die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern, organisiert von der Sportzeitung „L’Auto“, die seither längst in „L’Équipe“ aufgegangen ist. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation, kurz ASO. Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, vorher waren es neun, und die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet; auf dieser Struktur baut jeder Mannschafts- oder Head-to-Head-Markt auf.

Vier Trikotwertungen strukturieren die Rundfahrt, und vier Wettmärkte gehören entsprechend zum Pflichtprogramm eines jeden Anbieters mit ernsthaftem Radsport-Angebot: das gelbe Trikot für die Gesamtwertung, das grüne für die Punktewertung, das gepunktete für die Bergwertung und das weiße für die Nachwuchswertung. Bei der Austragung 2026 gewann Mads Pedersen die Punktewertung und Richard Carapaz die Bergwertung, das gelbe Trikot ging erwartungsgemäß an Tadej Pogačar, der damit seinen fünften Gesamtsieg einfuhr und mit Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain gleichzog. Diese fünf sind die Rekordsieger der Tour, und jeder neue Name in dieser Liste ist ein eigenes Wettkapitel, lange bevor das Rennen beginnt.

Die Streckenlänge schwankt: Die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 sogar 5.745 km, seit dem Dopingskandal von 1998 pendelt sie um die 3.500 km. Die Austragung 2026 lag mit 3.245 km leicht darunter, aufgeteilt auf 21 Etappen, von Flachetappen über Bergetappen bis zu Zeitfahren, die Schlussetappe fällt seit 1967 immer auf einen Sonntag. Wer auf Etappensieger wettet, wettet auf einen Tag, nicht auf drei Wochen, und die Form eines Fahrers, die Windkante, ein Sturz oder eine Aufgabe können die Quote innerhalb von Stunden kippen. Wer auf den Gesamtsieger wettet, hält die Position oft über die ganze Rundfahrt, und der Schein bleibt offen, bis das Gelbe Trikot in Paris übergeben wird.

Wettarten und Märkte bei der Tour de France

Was ein lizenzierter Anbieter in Deutschland auf die Tour de France anbieten darf, ist im GlüStV nicht abschließend geregelt, folgt aber der Generalklausel des § 21 Abs. 1: festgelegte Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombiwette, in der Form, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat. In der Praxis bedeutet das für Radsport eine Reihe wiederkehrender Märkte, die bei allen zehn hier besprochenen Anbietern im Programm stehen.

Der Gesamtsieger ist die bekannteste Wette, oft schon Monate vor dem Grand Départ mit Quote verfügbar, und wird erst mit der Zieletappe in Paris entschieden. Die Quote multipliziert das Risiko des Wartens mit der Chance auf einen hohen Gewinn, und sie ändert sich über die drei Wochen, wenn ein Favorit stürzt, ein Außenseiter das Gelbe Trikot übernimmt oder eine Mannschaft die Taktik wechselt. Wer vor dem Start wettet, hält den ursprünglichen Wert; wer erst nach den ersten Bergetappen einsteigt, kauft eine Quote, die das aktuelle Klassement schon eingepreist hat.

Der Etappensieger ist die häufigste Wette während der Rundfahrt: 21-mal pro Austragung, mit eigener Quote pro Etappe, und sie wird am Ziel des jeweiligen Tages entschieden. Flachetappen sind in der Quote weniger verzinst, weil das Feld breit ist, Bergetappen und Zeitfahren sind enger kalkuliert, weil die Auswahl an Siegern kleiner wird. Head-to-Head-Etappen, also zwei Fahrer gegeneinander auf einer Etappe, sind eine Variante, die bei einigen Anbietern zusätzlich im Programm steht.

Die Trikotwertungen sind eigene Wetten, vier Stück pro Rundfahrt, gelb, grün, gepunktet und weiß, jede mit eigener Quote, jede mit eigener Dynamik. Die Punktewertung endet häufig in Sprints und ist deshalb für Sprinter und Puncheure offen, die Bergwertung gehört Bergspezialisten, die Nachwuchswertung ist auf Fahrer unter 26 Jahren beschränkt und macht Außenseiter-Quoten möglich, die in der Gesamtwertung nie zustande kämen. Wer mehrere Wertungen kombinieren will, baut eine Kombiwette, deren Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist, mit dem Risiko, dass ein Trikot während der Rundfahrt den Besitzer wechselt und die ganze Kombi kippt.

Mannschafts- und Spezialmärkte runden das Programm ab: die Teamwertung, die nach den Zeiten der drei besten Fahrer pro Mannschaft berechnet wird, einzelne Head-to-Heads auf Bergwertungspunkte, die Gesamtzahl der Etappensiege eines Fahrers oder die Frage, ob die Schlussetappe in einem Sprint oder einem Ausreißer entschieden wird. Diese Märkte sind nicht bei allen Anbietern in derselben Breite verfügbar, und genau hier entscheidet sich, ob jemand, der Radsport in der Tiefe spielen will, zu einem der großen Anbieter mit dem dichtesten Programm geht oder ob ihm ein schlankes Angebot genügt.

Wie Quoten zu lesen sind und welche Marge darin steckt

Eine Wettquote ist kein Tipp, sie ist ein Preis. Sie sagt, was der Anbieter für einen Einsatz zahlt, wenn der Tipp eintrifft, und sie ist im deutschen Markt immer eine Dezimalquote, im Sportjargon eine „europäische“ Quote. Eine Quote von 2,50 bedeutet: Für jeden eingesetzten Euro zahlt der Anbieter 2,50 € zurück, den Einsatz eingeschlossen, der Reingewinn ist also 1,50 € pro Euro Einsatz. Eine Quote von 1,50 bedeutet einen Reingewinn von 0,50 € pro Euro Einsatz, das ist eine Favoriten-Wette, ein heißer Tipp, der in der Regel eintrifft, aber wenig zahlt. Eine Quote von 8,00 ist ein Außenseiter, der achtmal so viel zurückzahlt, wie eingesetzt wurde, und nur in einem von acht Fällen statistisch „drin“ liegen sollte, wenn die Quote fair wäre. In Deutschland schreibt man die Quote mit Komma, 2,50 oder 1,90, der englische Punkt ist hier nicht üblich.

In jeder Quote steckt ein Anteil, den der Anbieter behält, die Marge. Sie ist der wichtigste Wert, den ein Wettender verstehen muss, weil sie bestimmt, wie viel von jedem eingesetzten Euro als Gewinn an die Wettenden zurückfließt und wie viel im Haus bleibt. Auf einem Zwei-Wege-Markt, also einem Markt mit genau zwei möglichen Ausgängen, lässt sich die Marge direkt ausrechnen, sofern man die beiden Quoten kennt.

Nehmen wir ein illustratives Beispiel: Beide Seiten eines Marktes stehen bei 1,90, was auf den ersten Blick fair aussieht, weil Eins zu Eins und damit Chancengleichheit suggeriert wird. Wer die Rechnung macht, sieht etwas anderes. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten, also 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das ergibt rund 0,95, also 95 % Auszahlung. Die Marge, das, was der Anbieter von jedem Euro Einsatz behält, ist 100 % minus 95 %, also rund 5 %. Bei jeder Wette auf diesen Markt verliert der Wettende im Schnitt fünf Cent pro Euro, langfristig, unabhängig davon, wie gut die Tips sind. Bei Quoten von 1,85 und 1,95 steigt die Marge, bei Quoten von 1,95 und 1,95 sinkt sie, und der genaue Wert hängt von der Disziplin des Marktes ab, den der Anbieter anbietet.

Was folgt daraus für jemanden, der auf die Tour de France wettet? Drei Dinge. Erstens: Die Marge ist auf jedem Markt anders, einzelne Etappensiege, Gesamtsieger, Trikotwertungen, jede Quote trägt ihren eigenen Anteil. Zweitens: Eine „faire“ Quote von 2,00 auf beiden Seiten eines Zwei-Wege-Marktes gibt es nicht, der Anbieter nimmt seine Marge, immer. Drittens: Wer die Quoten mehrerer Anbieter vergleicht, kann ein paar Zehntel Marge pro Markt herausholen, und über eine ganze Rundfahrt mit Dutzenden Wetten wird aus den Zehnteln ein spürbarer Betrag. Auf den großen Märkten, Gesamtsieger und Etappensieg, ist der Wettbewerb zwischen den Anbietern am intensivsten und die Marge am niedrigsten; auf den Spezialmärkten ist sie höher, weil weniger Wettende vergleichen.

Livewetten während der Etappen: was erlaubt ist, was nicht

Livewetten sind Wetten, die während eines laufenden Ereignisses abgeschlossen werden, beim Radsport also während einer Etappe. Der GlüStV schränkt sie in § 21 Abs. 4 ein: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis gewettet werden oder auf ein nächstes Teilereignis, das in dieser Sportart selten ist. Für den Radsport heißt das: Eine Livewette auf den Etappensieg ist erlaubt, weil das Ende der Etappe das nächste „große“ Ereignis ist, eine Livewette auf den nächsten Sprint oder den nächsten Bergwertungspunkt ist es in der Regel nicht, weil diese Ereignisse während einer Etappe häufig vorkommen. Bei bet365, bwin, Betano und den anderen lizenzierten Anbietern ist das Livewetten-Programm entsprechend eingeschränkt, auf das, was § 21 erlaubt.

Diese Einschränkung ist nicht Schikane, sie ist Schutz. Livewetten auf jeden Sprint, jeden Angriff, jede Bergwertung würden Wetten in ein Tempo verwandeln, das mit der analogen Sportverfolgung nicht mehr Schritt hält, und sie würden den Anbieter in einen Wettpunkt-zu-Wettpunkt-Markt verwandeln, auf dem die Quoten nicht mehr die wirklichen Wahrscheinlichkeiten abbilden, sondern nur noch das, was der Anbieter in Echtzeit zu wissen glaubt. Die GGL hat diesen Markttyp aus gutem Grund nicht freigegeben, und wer in Deutschland legal wetten will, akzeptiert diese Einschränkung mit der Lizenz.

Eine Livewette ist außerdem nur erlaubt, solange das Ereignis läuft; die GGL schreibt vor, dass Gewinne erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden. Cash Out, also die vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette, ist keine Livewette im engeren Sinn, sondern eine Funktion des Anbieters, die dieser auf seinen offenen Wetten anbietet. Der Anbieter kauft dem Wettenden den Schein ab, zu einem Kurs, den der Anbieter selbst festlegt, und es gibt keine gesetzliche Regel, die diesen Kurs schützt. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert den Preis des Anbieters; wer die Wette laufen lässt, hält die ursprüngliche Quote.

Die Wettsteuer in Deutschland: wer sie zahlt, wie sie wirkt

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16-25 RennwLottG geregelt, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, was rechnerisch rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht, und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Wettenden (§ 19). Das bedeutet: Der Staat zieht die Steuer beim Anbieter, und es liegt am Anbieter, ob er sie an die Wettenden weitergibt. Die meisten Anbieter tun das, in irgendeiner Form, und der Wettende merkt es an einer reduzierten Quote oder einem reduzierten Gewinn, je nach Geschäftsmodell.

Winamax bewirbt im Footer der eigenen Seite, „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ zu nehmen, und meint damit, die Steuer nicht an die Wettenden weiterzugeben. Das ist ein wirtschaftlicher Vorteil, der sich auf jeden Schein auswirkt, nicht nur auf die Gewinn-Wette. Bei einem Einsatz von 100 € und einer Quote von 2,00 ohne Wettsteuer bekommt der Wettende 200 € zurück, mit Wettsteuer nur etwa 190 €, der Unterschied ist also deutlich. Andere Anbieter, die die Steuer weitergeben, gleichen das teilweise über höhere Quoten aus, was den Marketing-Vorteil von Winamax relativiert, aber nicht aufhebt. Wer mit kleinen Einsätzen spielt und viele Wetten setzt, merkt den Unterschied stärker als jemand, der einmal im Quartal eine größere Wette platziert.

Ein wichtiger Punkt, der in der Werbung oft untergeht: Die Sportwettensteuer zahlt auch, wer ohne deutsche Erlaubnis anbietet. Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Beleg für eine Lizenz, der einzige Beleg ist die GGL-Whitelist. Und wer auf einem nicht-lizenzierten Anbieter spielt, hat zusätzlich zur ausländischen Plattform keinen Anspruch auf den Schutz des GlüStV: keine OASIS-Sperre, keine LUGAS-Limitdatei, keine deutsche Rechtsdurchsetzung im Streitfall.

Rechtslage in Deutschland: was erlaubt ist und was nicht

Wetten auf die Tour de France sind in Deutschland nur erlaubt, wenn der Anbieter eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV hat und die Domain, auf der gewettet wird, exakt auf der Whitelist der GGL steht, die nach § 9 Abs. 8 geführt wird. Die GGL, die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), ist die Aufsichtsbehörde für diese Erlaubnisse, der GlüStV 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft, und die Liste ist die einzige Quelle, die verbindlich sagt, wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Inhaber; jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist gelistet, das ist der entscheidende Unterschied.

Ein Smartphone liegt auf einem Tisch neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und einer Tasse Kaffee.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten, so geschehen am 17. September 2026 mit einer Pressemitteilung, in der ein konkreter Anbieter namentlich genannt wurde. Eine Lizenz in Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung, das ist in § 4 Abs. 1 GlüStV ausdrücklich so geregelt, und wer auf einer solchen Plattform wettet, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil. Strafrechtlich ist das Anbieten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, das Bewerben mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind allerdings nicht etabliert, das ist weder ein Freifahrtschein noch eine Drohung, sondern ein Schwebezustand, den die GGL und die Staatsanwaltschaften unterschiedlich handhaben.

Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, die mit nicht lizenzierten Anbietern in Deutschland geschlossen wurden (Az. I ZR 90/23); im konkreten Fall fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Verfahren laufen, eine verbindliche Aussage lässt sich aus ihnen derzeit nicht ableiten, und niemand kann aus derzeitigem Stand eine Rückzahlung versprechen. Was sich sagen lässt: Die zivilrechtliche Seite ist nicht aussichtslos, sie ist offen.

Was die Rechtslage konkret für Wettende bedeutet: Wer auf einem Whitelist-Anbieter spielt, ist auf der sicheren Seite, was die Strafbarkeit angeht, und nimmt am OASIS-Sperrsystem und am LUGAS-Limitsystem teil, das die GGL betreibt. Wer auf einem nicht lizenzierten Anbieter spielt, hat keine dieser Schutzmechanismen, dafür oft höhere Limits und ein breiteres Programm, was im Einzelfall attraktiv klingt, im Streitfall aber bedeutet, dass die deutsche Justiz der einzige Weg ist, und der ist lang, teuer und ungewiss.

Spielerschutz: was jeder Wettende kennen sollte

Drei Regeln bestimmen den Alltag mit lizenzierten Wettanbietern in Deutschland, und jede einzelne hat Folgen für die Art, wie jemand auf eine dreiwöchige Rundfahrt wettet. Die erste Regel ist das Einzahlungslimit: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS, der die Anbieter angeschlossen sind. Wer mehr setzen will, muss dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, eine Selbsterklärung reicht nicht, und die Spanne reicht von 1.000 € bis 10.000 € für den Normalfall und bis 30.000 € für maximal ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden eines Anbieters. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Wer auf einer Rundfahrt viele Etappen mitnehmen will, sollte das Limit im Kopf haben, nicht erst, wenn der Wettschein abgelehnt wird.

Die zweite Regel ist die Identitätsprüfung. Wer ein Konto bei einem Whitelist-Anbieter eröffnet, wird vollständig verifiziert, nach § 6a GlüStV, mit einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut, anonymen Zahlungsmitteln ist der Zugang versperrt, und Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten fallen damit heraus. Vor der Verifikation darf der Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Wer auf eine laufende Tour de France wettet und das Konto noch nicht verifiziert hat, wird an der Auszahlung der Gewinne scheitern.

Die dritte Regel ist die Spielersperre. OASIS, das Spielersperrsystem, wird bei Registrierung und Login geprüft, und wer einmal gesperrt ist, kann sich nicht mehr anmelden. Eine Selbstsperre, die der Spieler selbst beantragt, dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton, den jeder Anbieter anbieten muss, löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die danach in eine schriftliche Selbstsperre überführt werden kann. Parallel-Spiel, also das gleichzeitige Spielen bei mehreren Anbietern, ist nach § 6h untersagt und wird über die Aktivitätsdatei LUGAS kontrolliert. Wer das alles sperrig findet, sollte sich klarmachen, dass genau diese Mechanismen der Grund sind, warum eine Lizenz etwas kostet, und warum die Alternative, ein nicht lizenzierter Anbieter, im Ernstfall keine Handhabe bietet.

Was für die Tour de France konkret zählt: Die Rundfahrt ist lang, drei Wochen, 21 Etappen, und der Reiz, auf jede Etappe zu setzen, ist hoch. Wer mit einem 1.000-€-Limit plant, sollte sich entscheiden, welche Etappen wirklich zählen, und ob die Wette als Einzelwette oder Teil einer Kombiwette läuft, denn eine Kombiwette kostet nur einen Einsatz, bringt aber das ganze Risiko auf eine Karte. Wer das Programm an einem Tag mit fünf Etappen auf dem Papier durchspielt und auf allen fünf setzt, hat am Monatsende das Limit erreicht, bevor die Bergetappen überhaupt begonnen haben.

Wie die richtige Wahl unter den zehn Anbietern aussieht

Die zehn hier besprochenen Anbieter sind alle lizenziert, alle tragen dieselbe GGL-Erlaubnis, und die formale Hürde ist überall genommen. Was sie unterscheidet, ist nicht das Kleingedruckte der Lizenz, sondern die Frage, wie gut das eigene Wettverhalten zum Angebot passt. Wer auf Radsport in der Breite setzt, mit Gesamtsieger, Etappensiegern, Trikotwertungen und Spezialmärkten, ist bei bet365 am besten aufgehoben, weil dort das Programm am dichtesten ist. Wer einen Livewetten-Bereich mit Cash-Out und ein eingespieltes Konto sucht, ist bei bwin oder Betway richtig. Wer das Programm gebündelt mit einem Streaming-Dienst haben will, ist bei DAZN Bet. Wer die Wettsteuer nicht tragen will, ist bei Winamax. Wer einen schmaleren, geradlinigen Anbieter sucht, ist bei Interwetten, Tiptorro, Wettarena oder Bet3000. Wer in einer neuen Lizenz eine Chance sieht, ist bei Bet3000.

Die Reihenfolge der Anbieter oben ist keine Empfehlung und keine Rangliste; sie ist die alphabetische Folge nach AGB-Namen, und die Bewertung steht im Text, nicht in der Position. Was am Ende zählt, ist, dass der Anbieter das eigene Programm trägt, dass die Quoten regelmäßig verglichen werden, und dass das Einzahlungslimit und die Spielzeit bewusst gesetzt werden, nicht vom Verlauf der Rundfahrt diktiert. Wer die Auswahl nach diesen drei Kriterien trifft, hat unter den zehn Anbietern immer eine tragfähige Wahl, und wer die Tour de France in voller Länge mitnimmt, kommt mit Disziplin und Quotenvergleich besser durch die drei Wochen als mit einem Anbieter, der zwar mehr wirbt, aber nicht mehr hält.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden, und welche Anbieter sind erlaubt?

Nur Anbieter, die mit ihrer Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, dürfen in Deutschland Sportwetten anbieten, und zwar nur auf der Domain, die dort gelistet ist. Die hier besprochenen zehn Marken, Betway, bwin, Betano, bet365, DAZN Bet, Winamax, Tiptorro, Bet3000, Wettarena und Interwetten, tragen derzeit eine solche Erlaubnis. Andere Anbieter, auch wenn sie eine Lizenz in Malta, Curaçao oder Anjouan haben, sind in Deutschland nicht zugelassen.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieger, Etappensieger oder Trikotwertungen?

Die wichtigsten Märkte sind der Gesamtsieger, der Etappensieger und die vier Trikotwertungen, gelb, grün, gepunktet und weiß. Dazu kommen Head-to-Head-Etappen, die Teamwertung, Spezialmärkte auf die Anzahl der Etappensiege eines Fahrers und Head-to-Heads auf einzelne Wertungen. Welche Spezialmärkte ein Anbieter im Programm hat, hängt vom Anbieter ab, das Pflichtprogramm ist bei allen lizenzierten Anbietern vergleichbar.

Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet, etwa bei einer Wette auf den Gesamtsieger?

Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote, der Reingewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei 100 € Einsatz und einer Quote von 4,50 auf den Gesamtsieg erhält der Wettende 450 € zurück, der Reingewinn ist 350 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote, und der Einsatz wird mit dieser Gesamtquote multipliziert, mit dem Risiko, dass schon eine einzige falsche Etappe die gesamte Kombi zerschlägt.

Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt, und was nicht?

Während einer laufenden Etappe darf auf das Endergebnis der Etappe gewettet werden, nicht auf einzelne Sprints, Angriffe oder Bergwertungspunkte, weil diese Ereignisse in dieser Sportart nicht selten genug sind, um den Schutz des § 21 Abs. 4 GlüStV zu genießen. Cash Out ist keine Livewette im engeren Sinn, sondern eine Funktion, mit der der Anbieter eine offene Wette vorzeitig zurückkauft, zu einem Kurs, den der Anbieter selbst festlegt.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht, und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Wettenden. Ob der Anbieter sie an die Wettenden weitergibt, ist seine Entscheidung. Winamax bewirbt, sie nicht weiterzugeben, andere Anbieter geben sie ganz oder teilweise weiter, meistens über reduzierte Quoten. Bei jeder Wette entscheidet die Frage, ob die Steuer weitergereicht wird, wie viel vom Einsatz am Ende übrig bleibt.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwetteninfo.com»