Regionalliga Wetten 2026 – Was erlaubte Anbieter zeigen und was die Rechtslage erlaubt
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und zerfällt in fünf eingleisige Staffeln – Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Pro Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften um Punkte, Tore und am Saisonende um den Aufstieg in die 3. Liga. Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt auf, die übrigen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Was die Liga sportlich ausmacht, ist für die Wettfrage entscheidender als ihre Geschichte: Die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als überwiegend von Amateuren bestritten – ein Status, der die meisten Märkte aus dem Programm erlaubter Anbieter ausschließt.
Die zehn Anbieter im Vergleich – wer Regionalliga zeigt und wer nicht
Die folgende Übersicht vergleicht zehn Wettanbieter, die auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Spalten lesen sich als Filter: Wer zeigt überhaupt Regionalliga-Spiele im Programm, und welche rechtliche Grundlage trägt das Angebot?

| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Whitelist-Eintrag für Betano, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag für Sportwetten.de, Inhaber NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag für Sportingbet.de, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Whitelist-Eintrag für Betway.de, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag für 888sport, Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| VBet | Whitelist-Eintrag für Vbet.de, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag für MERKUR BETS, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag für Admiralbet.de, Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag für Bet365.de, Inhaber Hillside (Europe) ENC (Ta’Xbiex, Malta) | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag für Bpremium.de, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
Die Tabelle antwortet auf zwei Fragen, die vor jeder Programmprüfung stehen: Steht der Anbieter überhaupt auf der Whitelist, und seit wann gilt die Erlaubnis? Beide Felder sind Fakten aus dem Register, keine Empfehlung. Ob ein Anbieter tatsächlich Regionalliga-Spiele anbietet, ist eine andere Frage – sie beantwortet die Spalte bewusst nicht, weil die Antwort für die meisten dieser Marken „nein“ lautet und eine Spalte mit lauter „nein“ keinen Erkenntnisgewinn bringt. Wer ein bestimmtes Spiel sucht, wirft einen Blick ins Wettprogramm des Anbieters.
Was die Tabelle nicht zeigt – und warum
Die Whitelist führt ausschließlich Domains, die eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV besitzen. Sie ist nicht dasselbe wie das Wettprogramm. Eine Domain kann auf der Whitelist stehen und trotzdem keine Spiele der Regionalliga anbieten, weil das Glücksspielstaatsvertrag Sportwetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren ausschließt. Die Tabelle zeigt, wer überhaupt eine Erlaubnis hat; was diese Erlaubnis im Einzelfall abdeckt, prüft das Sportwettprogramm des jeweiligen Anbieters.
Was die Regionalliga sportlich ausmacht
Die heutige Form der Liga als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09; ihre erste Saison liegt 1963. Seit 2012/13 liegt die Hauptverantwortlichkeit nicht mehr beim DFB, sondern bei fünf Ligaverbänden – einer pro Staffel. Die Regionalliga ist damit keine einheitliche Bundesliga-ähnliche Struktur, sondern ein Verbund regionaler Ligen, deren Spielpläne, Aufstiegsregeln und Aufstiegsspiele voneinander abweichen.
Die Saisonstruktur einer Saison. Die fünf Staffeln starten zwischen Juli und August in den Spielbetrieb und spielen bis Mai des Folgejahres um Punkte. Aus dieser Saison fallen am Ende drei direkte Aufsteiger in die 3. Liga heraus; das Playoff der beiden verbleibenden Staffelmeister entscheidet über den vierten Aufstiegsplatz. Der Alltag dazwischen besteht aus 34 bis 38 Spieltagen pro Mannschaft, abhängig von der Staffelgröße.
Die Spielerbasis einer Spielklasse. Mannschaften der Regionalliga bestehen überwiegend aus Spielern, die nicht vollständig vom Fußball leben. Daraus folgt die Einordnung der GGL als überwiegend von Amateuren bestritten – eine rechtliche Kategorie, keine sportliche Abwertung. Sie entscheidet darüber, welche Märkte ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis überhaupt anbieten darf.
Rechtslage: Warum Regionalliga-Wetten außerhalb der Erlaubnis liegen
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (§ 21 Abs. 1a) schließt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren aus. Die GGL wendet diese Regel so an, dass Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich gilt – und damit als nicht zulässiger Markt für Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis.

Was das praktisch heißt. Anbieter mit Whitelist-Eintrag listen in der Regel keine Spiele der Regionalliga. Wer ein Spiel der Regionalliga West oder Nordost bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Wettprogramm findet, sieht entweder eine Vorab- oder Freundschaftsrunde oder einen Sonderfall; dauerhafte Wettmärkte für den Pflichtspielbetrieb dieser Staffeln sind im Programm erlaubter Anbieter nicht vorgesehen.
Was Anbieter ohne deutsche Erlaubnis tun. Anbieter ohne Whitelist-Eintrag können Regionalliga-Spiele listen, weil sie sich nicht an § 21 Abs. 1a GlüStV halten müssen. Was dort wie ein reguläres Wettangebot aussieht, ist nach deutschem Recht unerlaubtes Glücksspiel: kein OASIS-Abgleich, keine LUGAS-Limitdatei, keine deutsche Aufsicht, keine deutsche Anlaufstelle bei Streit. Die GGL hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an solchen Angeboten gewarnt.
Die rechtlichen Folgen für den Anbieter. Die Organisation unerlaubter Sportwetten kann nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, Werbung dafür nach § 286 StGB mit bis zu einem Jahr. Für Spielende selbst sieht § 285 StGB eine Sanktion von bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe vor – die Verfolgung einzelner Spieler ist in der Praxis nicht etabliert. Weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung lässt sich daraus ableiten; was bleibt, ist die schlichte Tatsache, dass das Angebot in Deutschland nicht erlaubt ist.
Die zivilrechtliche Seite. In mehreren Fällen haben deutsche Gerichte Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlungspflicht entgegensteht; der Generalanwalt hält eine Rückzahlungspflicht in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich. Kein Einzelfall ist dadurch präjudiziert – die laufenden Verfahren zeigen nur, dass die zivilrechtliche Aufarbeitung im Fluss ist.
Spielerschutz bei Anbietern mit Erlaubnis – OASIS, LUGAS und Einzahlungslimit
Anbieter mit deutscher Erlaubnis sind an einen Schutzrahmen gebunden, der bei Angeboten ohne Erlaubnis nicht greift. Drei Bausteine prägen das Sicherheitsnetz.
Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Die Verifizierung erfolgt vor oder spätestens während der Kontoeröffnung; wer nicht innerhalb von 72 Stunden verifiziert, kann nur noch mit einem 100-€-Einsatzlimit weiterspielen und bekommt keine Auszahlung.
Das Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat und Spieler, gültig über alle Anbieter hinweg – durchgesetzt über die zentrale LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf nur dann ein höheres Limit gewähren, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist; eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Herabsetzung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
Die Sperrdatei OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton sperrt das Konto für 24 Stunden und dient als kurzfristiger Schutz bei aufkommendem Spielimpuls. Parallel-Spiel, also die gleichzeitige Nutzung mehrerer Anbieter, ist über die LUGAS-Aktivitätsdatei ausgeschlossen.
Was diese Regeln für Regionalliga-Spieler bedeuten. Wer ausschließlich Spiele der Regionalliga wetten will, hat im erlaubten Markt schlicht keine Anlaufstelle – die Spiele werden nicht angeboten. Wer auf andere Ligen ausweicht, findet das volle Schutznetz vor: 1.000 €-Monatslimit, OASIS-Sperre, verifizierte Kontoführung, Auszahlung des Restguthabens innerhalb von fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühr.
Wettarten und Quoten – was erlaubte Anbieter zeigen
Erlaubte Anbieter dürfen nur Wetten anbieten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat. Im Fußball sind das vor allem die klassischen Drei-Wege-Märkte (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg), Handicap-Linien, Über-/Unter-Tore und Ereigniswetten auf Tore, Ecken oder Karten. Was die GGL als „nicht zugelassen“ einstuft – Märkte auf Regelverstöße, auf Spielermanipulation oder auf überwiegend von Amateuren ausgetragene Veranstaltungen –, fällt aus dem Programm.
Was heißt das für die Quoten? Die Quote ist der Preis, den der Anbieter für einen Ausgang zahlt. Bei einem Drei-Wege-Markt auf ein Bundesligaspiel stehen drei Quoten – etwa 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg. Was der Anbieter von jedem eingesetzten Euro behält, ist die Marge. Sie berechnet sich aus der Auszahlungsquote: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,953 – der Anbieter zahlt rund 95,3 % aller Einsätze als Gewinne aus und behält etwa 4,7 %. Wer ein Bundesliga-Spiel zu diesen Quoten wettet, gibt im Schnitt etwa 4,7 Cent pro Euro Einsatz an den Buchmacher ab.
Was heißt das für Regionalliga-Spiele? Genau diese Quoten gibt es bei erlaubten Anbietern für Regionalliga-Spiele in der Regel nicht, weil die Spiele nicht im Programm stehen. Wer bei einem nicht erlaubten Anbieter Quoten sieht, kann die Marge genauso berechnen – und sollte sich bewusst sein, dass dort weder OASIS noch LUGAS greifen.
Live-Wetten – was die GGL erlaubt
Live-Wetten (§ 21 Abs. 4 GlüStV) sind nur während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt. Im Fußball geht „nächstes Tor“, im Tennis „nächster Satz“ – „nächster Punkt“ oder „nächster Korb“ sind nicht erlaubt, weil solche Ereignisse in kurzer Folge fallen und ein hohes Suchtpotenzial haben. Wer während eines laufenden Spiels wetten will, bekommt bei erlaubten Anbietern nur einen schmalen Ausschnitt aus dem, was internationale Wettbörsen anbieten.
Cash Out und Wettkonfigurator – Features, keine Pflicht
Cash Out erlaubt es, eine Wette vor dem eigentlichen Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen – ganz oder teilweise. Die GGL schreibt dazu nichts; Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, kein gesetzlich geregelter Markt. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert den vom Anbieter berechneten Auszahlungswert, der in der Regel unter dem liegt, was ein Abwarten erbracht hätte.
Der Wettkonfigurator oder Bet Builder kombiniert mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette – „Sieg Heimmannschaft, über 1,23 Tore, Heimmannschaft trifft zuerst“. Auch das ist ein Feature, kein Glücksspielstaatsvertrag-Punkt. Bei erlaubten Anbietern sind solche Kombinationen auf das Sportwettprogramm der GGL begrenzt; Kombinationen über ausgeschlossene Märkte sind auch im Konfigurator nicht zulässig.
Der Wettmarkt der Regionalliga – fünf Staffeln, fünf Kalender
Die fünf Staffeln spielen unabhängig voneinander, teilweise mit unterschiedlichen Spielplänen und unterschiedlichen Großereignissen.
Nord und Nordost decken den Norden und Nordosten Deutschlands ab; die Staffeln umfassen Mannschaften aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg. West deckt das Ruhrgebiet, das Rheinland und Teile Hessens ab und gilt als eine der spielstärksten Regionalligen. Südwest führt Vereine aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Teilen Baden-Württembergs; Bayern konzentriert die bayerischen Vereine zwischen München, Nürnberg, Augsburg und den Grenzregionen zu Österreich.
Wettanbieter, die überhaupt eine deutsche Erlaubnis haben, listen diese Staffeln nicht im Programm. Wer eine Wette auf ein Spiel der Regionalliga West oder Bayern platzieren will, hat im erlaubten Markt keine Auswahl. Die Frage, welcher Anbieter die „besten Quoten“ für ein Regionalliga-Spiel hat, stellt sich in diesem Markt gar nicht – sie stellt sich nur für Spiele, die im Programm sind.
Steuern und Auszahlung – was vom Gewinn übrig bleibt
Die Sportwettensteuer (§§ 16-25 RennwLottG) beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler. Ob und in welcher Form der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst. Wer wissen will, wie ein konkreter Anbieter mit der Steuer umgeht, liest die AGB oder den Hilfetext zur Wettsteuer auf der Anbieterwebsite. Generelle Aussagen wie „5,3 % vom Einsatz“ sind ungenau – sie unterschlagen, dass die Steuer 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer beträgt (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
Was ausgezahlt wird. Gewinne aus erlaubten Sportwetten sind in Deutschland für private Spieler einkommensteuerlich nicht relevant, solange sie nicht zum regelmäßigen Einkommen werden. Wer professionell wettet oder größere Summen bewegt, fragt einen Steuerberater – die pauschale Aussage „Wetten sind steuerfrei“ ist zu grob, weil sie Übergänge in gewerbliche Einkünfte ausblendet.
Auszahlungswege. Erlaubte Anbieter zahlen Gewinne auf das Zahlungskonto aus, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Lösungen und Zahlungskonten auf fremde Namen sind nicht zulässig – das ist der Mechanismus, der diese Zahlungsmittel aus dem lizenzierten Markt fernhält. Bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.
Werbung und Bonus – was Anbieter zeigen dürfen
Der Glücksspielstaatsvertrag beschränkt Werbung. Zwischen 06:00 und 21:00 Uhr gilt ein Werbeverbot – aber nur für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele. Für Sportwetten gilt dieses Zeitfenster nicht. Was für Sportwetten verboten ist: Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Funktionären sowie Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Bonushöhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote schreibt der Glücksspielstaatsvertrag nicht vor. Was ein Anbieter an Neukundenbonus, Gratiswette oder Quotenboost anbietet, steht in dessen AGB. „100 % Bonus“ klingt nach Geschenk, ist meistens an einen mehrfachen Umsatz des Bonusbetrags zu einer Mindestquote gebunden – wer den Bonus mitnimmt, ohne die Bedingungen zu kennen, zahlt am Ende mehr ein, als der Bonus einbringt. Ein Blick in die AGB vor Annahme ist Pflicht; die Werbung sagt dazu nichts.
Die zehn Anbieter einzeln – was sie zeigen und wofür sie stehen
Betano – das große Live-Programm
Betano wird im App Store von der KAIZEN Gaming International Limited angeboten. Die App nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL – das ist internationales Programm, nicht Regionalliga. Wer auf Bundesliga, Champions League oder europäische Top-Ligen wetten will, findet ein breites Angebot; wer Regionalliga sucht, wird hier nicht fündig.
Die Erlaubnis für die deutsche Domain Betano läuft seit dem 19. Februar 2021. Das Programm ist vollständig auf den erlaubten Markt zugeschnitten: kein Amateurfußball, dafür europäische Top-Ligen mit Cash Out und Konfigurator. Für Spieler, die Live-Streams von LaLiga oder NBA mit dem Wettschein verbinden wollen, ist Betano eine Anlaufstelle.
Sportwetten.de – der kompakte Einstieg
Sportwetten.de wird laut Whitelist von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 19. November 2020. Die Domain gehört zu den frühen Whitelist-Einträgen der GGL und steht für einen soliden Einstieg ins deutsche Wettprogramm. Was genau das Programm abdeckt, sagt die Whitelist nicht – das Wettprogramm der Website ist die einzige belastbare Quelle.
Sportingbet – Konfigurator und breite Sportauswahl
Sportingbet bietet im Programm einen „Konfigurator+“, Live-Wetten und eine breite Sportauswahl: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Erlaubt ist die Domain Sportingbet.de seit dem 9. Oktober 2020. Der Konfigurator+ hebt Sportingbet von vielen Mitbewerbern ab, weil er Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert – eine Funktion, die bei kleineren Anbietern oft fehlt.
Betway – Cash Out und Wettkonfigurator
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Erlaubt ist die Domain Betway.de seit dem 9. März 2021. Für Spieler, die Cash Out als festen Bestandteil ihrer Strategie nutzen, ist Betway eine passende Wahl.
888sport – der international aufgestellte Anbieter
Hinter 888sport steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Domain 888sport ist seit dem 30. Juni 2021 erlaubt. Die Muttergesellschaft ist international aufgestellt, was für einen Anbieter spricht, der Erfahrung mit mehreren Regulierungssystemen hat. Das deutsche Programm folgt den GGL-Vorgaben und enthält keine Amateurmärkte.
VBet – der Newcomer mit kurzer Erlaubnishistorie
Hinter VBet steht die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta; die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain Vbet.de besteht seit dem 5. Dezember 2023 – das ist eine der kürzeren Erlaubnishistorien der hier verglichenen Anbieter. Die kürzere Historie bedeutet nicht weniger Seriosität; sie bedeutet, dass weniger Daten zur Spielerzufriedenheit über Jahre vorliegen.
MERKUR BETS – Sportwetten und Slots in einer App
Die MERKUR-BETS-App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“; in derselben App ist auch MERKUR SLOTS integriert. Erlaubt ist die Domain MERKUR BETS seit dem 6. November 2023. Für Spieler, die Sportwetten und Slots aus einer Hand wollen, ist die App-Bündelung ein Komfortmerkmal.
AdmiralBet – Erlaubnis mit mehreren Folgedaten
AdmiralBet steht für eine Erlaubnis mit aufeinanderfolgenden Genehmigungen: Sportwetten seit dem 9. Oktober 2020, gefolgt von Erlaubnissen am 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Zusätzlich ist die Domain slots.admiralbet.de seit dem 28. September 2022 für virtuelle Automatenspiele erlaubt. Mehrere Folgedaten zeigen, dass die GGL den Anbieter wiederholt geprüft hat.
bet365 – der umsatzstärkste Anbieter
Hinter Bet365.de steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Erlaubt ist die Domain seit dem 9. Oktober 2020 – einer der frühesten Whitelist-Einträge überhaupt. bet365 ist international der Anbieter mit dem größten Wettprogramm; in Deutschland beschränkt sich das Programm auf das, was die GGL erlaubt – Bundesliga, Champions League, europäische Top-Ligen, dazu Tennis, Basketball und US-Sport. Regionalliga ist nicht im Programm.
bpremium – der Anbieter mit klarer AGB-Sprache
Hinter Bpremium.de steht die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Registernummer C92799). Die AGB sind in der Fassung vom 3. April 2023 hinterlegt. Erlaubt ist die Domain seit dem 9. Oktober 2020. bpremium gehört zur Ladbrokes-Gruppe, die international zu den ältesten Wettanbietern zählt.
Spielklassen über der Regionalliga – wo Spieler stattdessen wetten
Wer Regionalliga-Fußball schaut und wetten will, weicht typischerweise auf die Spielklassen darüber aus: 3. Liga, 2. Bundesliga, Bundesliga. Diese drei Ligen sind im Programm jedes Whitelist-Anbieters zu finden, weil sie als Profispielbetrieb gelten.
Was die 3. Liga bietet. Die 3. Liga ist die Spielklasse direkt über der Regionalliga und vollständig im Wettprogramm erlaubter Anbieter gelistet. Drei-Wege-Märkte, Handicap, Über/Unter und Ecken-Wetten sind Standard. Wer den Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga mitverfolgen will – etwa im Aufstiegs-Playoff –, findet die Spiele der 3. Liga im Programm.
Was die 2. Bundesliga bietet. Höheres Spielniveau, mehr Märkte, mehr Statistiken. Viele Anbieter listen zusätzlich Spieler-spezifische Märkte (Torschützen, Karten) und bieten ausführliche Vorberichte.
Was die Bundesliga bietet. Das Maximum an Markttiefe: Bundesliga-Spiele haben bei den meisten Whitelist-Anbietern über 200 Märkte pro Spiel. Quotenboosts, Spezialwetten und ausführliche Statistiken sind Standard. Wer das Bundesliga-Niveau sucht und stattdessen Regionalliga-Spiele schauen muss, hat bei erlaubten Anbietern keine Möglichkeit, beides zu verbinden.
Was ein Spieler mit Regionalliga-Interesse tun kann
Wer Spiele der Regionalliga schaut und legal wetten will, hat drei Optionen.
Auf eine andere Liga ausweichen. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga – alle drei sind vollständig im Programm erlaubter Anbieter. Wer auf das nächste Spiel der eigenen Lieblingsmannschaft in der Regionalliga warten will, schaut das Spiel und wettet parallel auf ein Bundesliga-Spiel des Wochenendes. Das schützt das OASIS- und LUGAS-System.
Das Spiel ohne Wette verfolgen. Amateurfußball ist oft unterhaltsamer, als die Quote vermuten lässt; wer das Spiel sehen will, ohne Geld einzusetzen, schaut ohne Wettschein. Viele Vereine streamen ihre Heimspiele über eigene Kanäle oder lokale Sender.
Auf eine nicht erlaubte Plattform ausweichen. Wer das tut, verzichtet auf OASIS, LUGAS, die 1.000-€-Monatsgrenze und jede deutsche Anlaufstelle bei Streit. Die zivilrechtliche Aufarbeitung läuft; eine Garantie, dass verlorene Einsätze zurückgezahlt werden, gibt es nicht.
Häufige Fragen
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
Nein – nicht bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich; Wetten auf solche Veranstaltungen sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV ausgeschlossen. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis listen die Spiele, sind aber in Deutschland unerlaubt und greifen weder auf OASIS noch auf LUGAS zu.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?
Die GGL stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als überwiegend von Amateuren bestritten ein, weil die Spieler dort mehrheitlich nicht vollständig vom Fußball leben. Was folgt: Die Veranstaltung fällt nicht ins erlaubte Sportwettprogramm; ein Whitelist-Anbieter darf keine festen Quoten dafür anbieten. Wer trotzdem eine Quote sieht, schaut auf einen Anbieter ohne Erlaubnis – mit allen Folgen für Spielerschutz und Rechtsdurchsetzung.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Der Anbieter organisiert in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV); ein Sitz in Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt keine deutsche Erlaubnis. Die Folge für den Spieler: kein OASIS-Abgleich, keine LUGAS-Limitdatei, kein 1.000-€-Monatslimit, keine deutsche Anlaufstelle bei Streit. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor solchen Angeboten gewarnt.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige verbindliche Quelle; sie listet jeden Anbieter mit Domain, Inhaber und Erlaubnisdatum. Eine .de-Domain allein beweist nichts; auch eine internationale Lizenz aus Malta oder Curaçao steht nicht für eine deutsche Erlaubnis. Wer prüfen will, ob ein Anbieter erlaubt ist, wirft einen Blick in die Whitelist – was dort nicht steht, ist nicht erlaubt.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Ohne OASIS gibt es keine Anbindung an die bundesweite Sperrdatei; wer sich bei einem Anbieter ohne Erlaubnis selbst sperren lässt, sperrt sich nur dort, nicht bei anderen. Ohne LUGAS gibt es kein 1.000-€-Monatslimit und keine Parallel-Spiel-Sperre; wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, fällt durch keine Aufsicht. Beides ist der zentrale Unterschied zwischen erlaubten und nicht erlaubten Angeboten.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten von 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95,3 % und eine Marge von etwa 4,7 % – der Anbieter behält 4,7 Cent je Euro Einsatz. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; sie wird vom Anbieter getragen, nicht vom Spieler, und kann vom Anbieter ganz, teilweise oder nicht an den Spieler weitergegeben werden. Auszahlung erfolgt auf ein Konto auf den Namen des Spielers; die genauen Auszahlungswege legt jeder Anbieter in seinen AGB fest.
Fußball – fussballwetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «fussballwetteninfo.com»
