Wettanbieter mit Paysafecard: Wer nimmt das Prepaid, wer zahlt aus?

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Eine unbedruckte Plastikkarte und ein Stapel Münzen liegen auf einem Tresen aus dunklem Holz im Lampenlicht.
Winamax nimmt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Gebühren an.

Wer mit Paysafecard einzahlen will, muss in Deutschland bei lizenzierten Anbietern den Umweg über ein verifiziertes myPaysafe-Konto gehen. Das verschiebt das Prepaid-Versprechen: Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis einzahlt, gibt den Code in den meisten Fällen nicht mehr direkt ein, sondern zahlt aus einem verifizierten myPaysafe-Konto heraus, das bereits per Video- oder Ausweis-Identifizierung an die eigene Person gebunden ist. Wer ein neues Wettkonto mit Paysafecard eröffnen will, muss daher den Umweg über das Konto in Kauf nehmen — und kann am Ende trotzdem nur dort spielen, wo die Whitelist die Erlaubnis bestätigt. Was das für die zehn Anbieter auf der Liste konkret bedeutet, was an Mindesteinzahlung, Auszahlung und Bonusbedingungen wirklich auf dem Tisch liegt und welche Stolperfallen die Prepaid-Welt beim Wetten mit sich bringt, ist Thema dieses Vergleichs.

Die besten Wettanbieter mit Paysafecard auf einen Blick

Diese Tabelle vergleicht zehn Wettanbieter, die auf der Whitelist der GGL (Stand 2. Oktober 2026) mit einer Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV geführt werden, nach Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber. Die Paysafecard-Annahme selbst ist in der Tabelle nicht abgebildet — sie hängt vom myPaysafe-Setup ab, das jeder Anbieter in seiner Kasse voraussetzt. Die Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis laut Whitelist.

Ein Fußball auf einem Rasenplatz, im Hintergrund Flutlichtmasten und ein bewölkter Himmel.
paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group, früher Optimal Payments.
Anbieter Whitelist-Status & Erlaubnisinhaber Erlaubnis seit
Sportwetten.de Erlaubt, NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Erlaubt, Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
ODDSET Erlaubt, Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Tiptorro Erlaubt, Torro Tec Limited 30.06.2021
VBet Erlaubt, SCGO Limited 05.12.2023
Winamax Erlaubt, WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Interwetten Erlaubt, Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Tipwin Erlaubt, Tipwin Limited 09.10.2020
AdmiralBet Erlaubt, Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
NEO.bet Erlaubt, Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Die Tabelle trägt Whitelist-Status und Datum der Ersterlaubnis — und sie trägt bewusst nicht die Paysafecard-Eigenschaft jedes einzelnen Anbieters. Denn bei der Prepaid-Annahme trennt sich die Spreu vom Weizen nicht entlang der Lizenz, sondern entlang der Kasse: AdmiralBet und Winamax listen Paysafecard ausdrücklich als Zahlungsweg mit 10 € Mindesteinzahlung; Betway akzeptiert ausschließlich über das verifizierte myPaysafe-Konto und nicht über einen 16-stelligen Code direkt im Zahlungsdialog; bei den übrigen Anbietern führt die Whitelist den Status „erlaubt“, aber die konkrete Prepaid-Annahme ergibt sich erst aus einem Blick in die eigene Kasse. Wer mit Paysafecard einzahlen will, sollte daher nie nur die Lizenz prüfen, sondern immer auch den Zahlungsweg, den der Anbieter tatsächlich anbietet — das ist die eine Information, die der Whitelist-Eintrag nicht liefert.

Was Paysafecard beim Wetten in Deutschland wirklich leistet

Paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet, firmiert seit 2014 als paysafecard Wertkarten GmbH und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group, früher Optimal Payments. In der EU wird das Produkt seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben. Auf der deutschen Seite von paysafecard ist die PaysafeCard.com Wertkarten GmbH als Anbieterin geführt; die Marken Paysafecard und PaysafeCash laufen unter der Paysafe Prepaid Services Limited, die von der Central Bank of Ireland reguliert wird.

Beim Wetten unter deutscher Erlaubnis gilt für Paysafecard ein klarer zweistufiger Rahmen:

Die zweite Stufe ist die entscheidende: Sie räumt mit dem verbreiteten Missverständnis auf, bei Paysafecard bleibe man gegenüber dem Wettanbieter anonym. Anonym gegenüber dem Wettanbieter bleibt man bei einem deutschen Veranstalter ohnehin nicht, denn jeder Erlaubnisinhaber ist nach § 6a GlüStV zur vollständigen Verifizierung des Wettkontos verpflichtet. Anonym gegenüber dem Zahlungsdienstleister war man ohne Registrierung — und genau diese Anonymität schließt der GlüStV über § 6b Abs. 4 für deutsche Veranstalter aus. Wer mit Paysafecard bei einem Anbieter mit Whitelist-Erlaubnis einzahlt, hinterlässt also sowohl beim Buchmacher als auch beim Zahlungsmittel einen Echtnamen-Bezug.

Für Gebühren gilt bei Paysafecard folgende Mechanik:

Die 4 € nach 30 Tagen sind der Punkt, an dem ein brachliegender Gutschein ins Geld geht. Wer Paysafecard nur als gelegentliche Wett-Einzahlung nutzt, sollte den Gutschein entweder schnell einlösen oder vor Ablauf der Frist ein Konto einrichten, das die Monatsgebühr vermeidet.

Rechtslage: Was Erlaubnis, Whitelist und anonyme Zahlungsmittel bedeuten

Die Sportwetten-Erlaubnis in Deutschland wird seit dem 1. Juli 2021 von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) auf Grundlage des GlüStV 2021 erteilt. Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test einer gültigen Erlaubnis. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis.

Die Rückseite einer Tribüne bei Dämmerung, davor ein menschenleerer Vorplatz mit Pflastersteinen.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was bei lizenzierten Anbietern gilt:

Was bei Offshore-Anbietern gilt:

Was das für die Prepaid-Logik bedeutet: Wer bei einem Whitelist-Anbieter mit Paysafecard einzahlt, bekommt die Anonymitätsfiktion der Prepaid-Welt nicht mit. Das ist auch nicht schlimm — der Mechanismus, der sie aushebelt, ist derselbe, der die Spielersperre OASIS, das Einzahlungslimit und die Ein-Konto-pro-Anbieter-Regel durchsetzt. Wer hingegen bei einem Offshore-Anbieter einzahlt, hat weder OASIS noch LUGAS, kann höhere Limits vereinbaren und muss im Streitfall ohne den deutschen Rechtsweg auskommen. Die Whitelist ist die einzige Grenze, die diese beiden Welten sauber trennt.

Spielerschutz bei Paysafecard: Limits, Sperren und der Panikbutton

Prepaid suggeriert auf den ersten Blick mehr Kontrolle, weil man nur so viel ausgeben kann, wie auf dem Gutschein liegt. Bei lizenzierten Anbietern ist das nur die halbe Wahrheit — die andere Hälfte schreibt der GlüStV vor und gilt unabhängig vom Zahlungsmittel:

Die Paysafecard-eigenen Limits — 50 € pro Transaktion ohne myPaysafe-Konto, 1.500 € pro Transaktion mit Konto — liegen unter dem LUGAS-Default. Das heißt: Wer ohne myPaysafe-Konto einzahlt, kann theoretisch viele kleine Transaktionen pro Monat durchführen, solange jede einzelne unter 50 € bleibt. Die LUGAS-Limitdatei zählt aber alle Einzahlungen zusammen und stoppt beim Erreichen von 1.000 € pro Monat. Die Prepaid-Stückelung verschiebt das Limit also nicht, sie zerlegt nur die Buchungen. Wer mit einem registrierten myPaysafe-Konto einzahlt, hat zusätzlich die eigene Kontosperre und den Konto-Limit-Setter des Anbieters als zweite Bremse.

Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Wer dort einzahlt, fällt durch keine dieser Sicherungen. Das ist nicht per se illegal — es ist die Definition des Begriffs „unlizenziert in Deutschland“. Es ist der Punkt, an dem die Prepaid-Logik gefährlich wird: Wer glaubt, mit kleinen Paysafecard-Gutscheinen unter dem Radar zu bleiben, hat bei einem Offshore-Anbieter zwar keine deutsche Sperre — aber auch keine deutsche Hilfe, wenn etwas schiefgeht.

Bonusbedingungen und Paysafecard: Was wirklich auf dem Tisch liegt

Der GlüStV enthält keine Klausel, die Höhe, Umsatz oder Mindestquote eines Sportwetten-Bonus regelt. Was an Umsatzbedingungen, Fristen und qualifizierenden Einzahlungen gilt, schreibt jeder Anbieter in seine eigenen Bedingungen. Bei Paysafecard-Einzahlungen heißt das in der Praxis: Der Bonus gilt, sofern die AGBs die Zahlungsmethode nicht ausschließen oder einschränken — und das tun die wenigsten AGBs ausdrücklich.

Was bei den zehn Anbietern auf dem Tisch liegt:

Die Mechanik hinter jeder dieser Bedingungen folgt demselben Muster: Ein Bonus ist eine Vorauszahl des Anbieters auf zukünftige Einsätze, und der Anbieter sichert sich ab, indem er den Bonusbetrag oder die Einzahlung — oder beide — mehrfach durchgerechnet haben will, bevor er Gewinne auszahlt. Wer mit Paysafecard einzahlt, unterliegt denselben Regeln; ob der Bonus für die Prepaid-Einzahlung ausgelöst wird, hängt von den AGBs ab. Bei den meisten Anbietern löst die erste Einzahlung unabhängig vom Zahlungsmittel aus, sofern die Höhe erreicht wird.

Was Paysafecard bei Bonusbedingungen besonders macht: Die Transaktion ist irreversibel — wer mit Freebets aus einem Bonus eine Wette verliert, kann den Einsatz nicht „zurückbuchen“, wie es bei einer Kreditkarten-Stornierung ginge. Das macht die Bonusbedingungen wichtiger, nicht unwichtiger: Wer den Umsatz nicht innerhalb der Frist erfüllt, verliert Bonus und oft auch die damit erzielten Gewinne. Die Frist ist bei jedem Anbieter anders, oft 30 oder 90 Tage.

Was in jeder Bonusbewertung fehlt: Eine pauschale Aussage, dass Paysafecard-Einzahlungen immer bonusberechtigt sind. Es gibt sie nicht. Wer sicher gehen will, liest die AGBs des Anbieters oder fragt den Support, bevor die erste Einzahlung läuft.

Zahlungsabwicklung: Mindesteinzahlung, Höchstbeträge und Auszahlung

Bei lizenzierten Anbietern entscheidet jeder Anbieter selbst, welche Zahlungsmittel er anbietet. Die Paysafecard-Annahme mit den konkreten Mindest- und Höchstbeträgen ist daher Sache der Kasse, nicht der Whitelist. Was die Anbieter auf dem Tisch haben:

Bei den übrigen sechs Anbietern — Sportwetten.de, Sportingbet, ODDSET, Tiptorro, VBet, Interwetten, Tipwin und NEO.bet — listet die Whitelist den Status „erlaubt“, die konkrete Paysafecard-Annahme ergibt sich aus der Kasse des Anbieters und ist nicht Teil der Lizenz. Wer mit Paysafecard einzahlen will, prüft sie dort, nicht auf der Whitelist.

Auszahlungen über Paysafecard laufen auf das myPaysafe-Konto, nicht auf einen neuen Gutschein:

Die Prepaid-Mechanik bei Auszahlungen ist eindeutig: Paysafecard ist ein Einzahlungsmittel, kein Auszahlungsmittel im klassischen Sinn. Wer eine Auszahlung anstößt, bekommt das Geld auf sein myPaysafe-Konto — und entscheidet dort, ob es als Prepaid-Guthaben für die nächste Einzahlung liegen bleibt, ob es auf das eigene Bankkonto wandert oder ob es als Rücktausch gegen eine 5-Prozent-Gebühr (maximal 5 €) zu Bargeld wird. Das ist eine andere Logik als bei einer klassischen Banküberweisung, bei der das Geld direkt auf dem Girokonto landet — und es ist der Punkt, an dem die Prepaid-Logik bei der Auszahlung am sichtbarsten wird.

Anbieter im Vergleich: Wer nimmt Paysafecard, wer zahlt aus, wer passt zu wem

Sportwetten.de — Lizenz seit 2019, Bonusgeld ohne eigene Quote-Hürde

Sportwetten.de als Anbieter von Sportwetten steht seit 19.11.2020 auf der Whitelist der GGL. Das Willkommensangebot ist Bonusgeld, kein Freebet: 100 % auf die erste Einzahlung, maximal 100 €, ab 10 € Mindesteinzahlung sofort gutgeschrieben. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung — wer vor der Kontoeröffnung schon eingezahlt hat, kann den Bonus nicht mehr auslösen. Der Anbieter richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die einen klassischen Einzahlungsbonus mit klarer Umsatzbedingung suchen und keine Freebet-Logik mitbringen.

Sportingbet — Lizenz seit 2020, schnelle eWallet-Auszahlung

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben und ist seit 09.10.2020 auf der Whitelist. Auszahlungen laufen ab einem Mindestbetrag von 10 €: per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet (PayPal, Skrill, NETELLER und vergleichbare) innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen — Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Der Anbieter passt zu allen, denen die Geschwindigkeit der Auszahlung wichtiger ist als ein hoher Bonusbetrag; 8 Stunden per eWallet ist eine der schnelleren Klassen im Markt.

ODDSET — Lizenz seit 2020, Quotenabschlag von 5 % auf Gewinne

ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben und ist seit 18.11.2020 auf der Whitelist. Die AGBs sehen eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn vor — den sogenannten Quotenabschlag. Das ist eine andere Wettsteuer-Mechanik als die übliche 5,3-Prozent-Regel: Die 5 % werden vom Auszahlungsbetrag abgezogen, nicht vom Einsatz einbehalten. Wer mit ODDSET spielt, bekommt bei einer Wette zu Quote 2,00 auf 100 € Einsatz nominal 200 € ausgezahlt, effektiv aber 190 €; bei einer Quote zu 10,00 auf 10 € Einsatz nominal 100 € ausgezahlt, effektiv 95 €. Der Effekt ist bei kleinen Quoten klein, bei großen Quotenausreißern spürbar.

Tiptorro — Lizenz seit 2021, App mit Whitelist-Selbstauskunft

Tiptorro wird von der Torro Tec Limited betrieben und ist seit 30.06.2021 auf der Whitelist. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten und beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Der Anbieter passt zu Mobile-first-Spielerinnen und -Spielern, die Wert auf eine sauber dokumentierte Whitelist-Zugehörigkeit legen.

VBet — Lizenz seit 2023, jüngster Erlaubnisinhaber im Feld

VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portamaso, St. Julian’s, Malta, betrieben und ist seit 05.12.2023 auf der Whitelist — das ist die jüngste Ersterlaubnis im Feld. Wer einen Anbieter mit erst kürzlich erteilter Erlaubnis und entsprechend kurzer Whitelist-Historie sucht, landet hier. Die Paysafecard-Annahme ist nicht separat dokumentiert; die Whitelist bescheinigt nur die Erlaubnis, die Kasse entscheidet über die Zahlungsmittel.

Winamax — Lizenz seit 2021, Paysafecard bestätigt, Freebets ohne Umsatz

Winamax wird von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben und ist seit 29.06.2021 auf der Whitelist. Paysafecard wird mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Gebühren angenommen. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 €, ausgezahlt in Freebets ohne Umsatzbedingungen — die Einzahlung selbst muss vor einer Auszahlung einmal umgesetzt werden (Obergrenze 100 €), bei Mindestquote 1,05. Das ist ein anderes Modell als ein klassischer Einzahlungsbonus: Die Freebets sind nach Erhalt direkt spielbar, was die Hürde für neue Spielerinnen und Spieler niedrig hält. Die Mindestquote von 1,05 ist niedrig — fast jede Wette qualifiziert sich für den Umsatz.

Interwetten — Lizenz seit 2020, Quotenabschlag von 5,3 % im Gewinnfall

Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited betrieben und ist seit 02.11.2020 auf der Whitelist. Nr. 4.2 der Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) beschreibt einen 5,3%igen Quotenabschlag im Gewinnfall — eine Wettsteuer-Mechanik, die die Seite „Besteuerung von Sportwetten“ anders formuliert (Einbehalt vom Gewinn). Beide Beschreibungen kommen rechnerisch auf dasselbe hinaus; die Mechanik selbst ist ungewöhnlich, weil sie den Quotenabschlag direkt in der Auszahlung verarbeitet und nicht im Einsatz.

Tipwin — Lizenz seit 2020, hohe Umsatzhürde mit Mindestquote 1,80

Tipwin wird von der Tipwin Limited betrieben und ist seit 09.10.2020 auf der Whitelist. Das Willkommensangebot ist 100 % Bonus bis 100 €; Einzahlung und Bonus zusammen müssen mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten umgesetzt werden, pro Wettschein zählen höchstens 100 €, nur Wettscheine mit Mindestquote 1,80. Die siebenfache Umsetzung ist hoch — bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus sind das 1.400 € Umsatz, bis eine Auszahlung möglich ist. Die Mindestquote von 1,80 filtert Kombiwetten mit hohen Quoten heraus, weil Einzelwetten unter 1,80 nicht zählen.

AdmiralBet — Lizenz seit 2020, Paysafecard bestätigt, einfache Mechanik

AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben und ist seit 09.10.2020 auf der Whitelist. Paysafecard wird mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Transaktionsgebühren des Anbieters angenommen. Die AGBs sehen eine Mindesteinzahlung von 5 € oder 10 € je nach Zahlungsmethode vor; Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Der Anbieter passt zu Spielerinnen und Spielern, die eine schlanke Buchungsmechanik ohne komplizierte Bonuslogik suchen.

NEO.bet — Lizenz seit 2020, Erlaubnis mit Folgeerlaubnis 2022

NEO.bet (Greenvest Betting Limited) ist seit 09.10.2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 auf der Whitelist gelistet. Die Paysafecard-Annahme ist nicht separat dokumentiert; die Whitelist trägt den Erlaubnisstatus, die Kasse entscheidet über die Zahlungsmittel. NEO.bet passt zu Spielerinnen und Spielern, die einen klassischen deutschen Veranstalter mit zweistufig dokumentierter Erlaubnis suchen — die Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 weist die Whitelist als aktualisiert aus.

Wie sich die Welten gegenüberstehen — und wem was passt

Wer mit Paysafecard einzahlen will, hat in Deutschland drei Wege:

Wem was passt:

Was bei keinem der zehn Anbieter geht: Anonym einzahlen. Die Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV bindet an die Pflicht zur Verifizierung und an die Pflicht, nur eigene Zahlungsmittel zu nutzen. Wer das nicht will, muss den Offshore-Weg gehen — und akzeptiert, dass dort weder OASIS noch LUGAS greifen.

Häufige Fragen

Ist Paysafecard bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis überhaupt nutzbar?

Ja, aber nicht mehr in der ursprünglichen Form. Bei Whitelist-Anbietern läuft die Paysafecard-Einzahlung in der Regel über ein verifiziertes myPaysafe-Konto, das bereits per Ausweis oder Video-Ident an die eigene Person geknüpft ist. Anonyme 16-stellige Codes, die direkt in der Wettkasse eingegeben werden, sind bei lizenzierten Anbietern die Ausnahme. Die Whitelist-Erlaubnis sagt nichts darüber, ob ein Anbieter Paysafecard tatsächlich annimmt — das steht in der Kasse oder den AGBs.

Warum verlangen einige Anbieter ein verifiziertes myPaysafe-Konto statt eines 16-stelligen Codes?

Weil § 6b Abs. 4 GlüStV anonyme Zahlungsmittel bei lizenzierten Anbietern ausschließt. Ein nicht registrierter Paysafecard-Code ist im Sinn der Vorschrift anonym — das verifizierte myPaysafe-Konto bricht diese Anonymität auf, weil die Identifizierung an die Person hinter dem Konto geknüpft ist. Wer bei einem Whitelist-Anbieter einzahlt, muss daher den Umweg über das Konto in Kauf nehmen.

Welche Höchstbeträge gelten für Paysafecard in Deutschland?

Ohne Registrierung bei myPaysafe sind 50 € pro Transaktion möglich, mit Registrierung 1.500 € pro Transaktion — vorbehaltlich länderspezifischer Funktionen. Zusätzlich gilt das LUGAS-Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, das unabhängig vom Zahlungsmittel durchgesetzt wird.

Welche Gebühren fallen bei Paysafecard an?

Bei einem nicht eingelösten Gutschein fällt 30 Tage nach Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an — vermeidbar durch Registrierung eines myPaysafe-Kontos. Für das Konto selbst werden ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion 2 € pro Monat berechnet. Der Rücktausch von Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, maximal 5 € pro Rücktausch.

Wie schnell und ab welchem Betrag sind Auszahlungen per Paysafecard möglich?

Auszahlungen per Paysafecard laufen auf das myPaysafe-Konto, nicht als neuer Gutschein. Bei Betway ist der Mindestbetrag 10 €, die Bearbeitung dauert in der Regel weniger als 24 Stunden, häufig weniger als 12 Stunden. Andere Anbieter tragen dazu keine eigenen Angaben, daher lohnt sich ein Blick in die jeweiligen AGBs vor der ersten Auszahlungsanforderung.

Inhalt erstellt vom Team «fussballwetteninfo.com»