Banküberweisung als Zahlungsweg bei Sportwetten
Eine Überweisung vom eigenen Konto ist unter den lizensierten Anbietern der nachvollziehbarste Zahlungsweg, gerade weil sie vom Konto des Spielenden kommt und nicht von einer anonymen Quelle. Wer in Deutschland legal wetten will, kommt an der Banküberweisung nicht vorbei, weil andere Glückszahlen unter der deutschen Erlaubnis gar nicht zugelassen sind.

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Die zehn Wettanbieter mit Banküberweisung im Überblick
Die Auswahl folgt der Whitelist der GGL vom 2. Oktober 2026. Aufgenommen wurde jeder Veranstalter, dessen .de-Domain dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt wird und der Banküberweisung als Ein- oder Auszahlungsweg nennt. Wer Banküberweisung als Auszahlungsweg nennt, schickt das Geld auf das Konto, von dem es stammt, und wer Banküberweisung als Einzahlungsweg nennt, lässt sich den Betrag vom eigenen Konto abbuchen.

Was die Tabelle zeigt und was sie nicht zeigt
Die Tabelle nennt für jeden Anbieter den Halter der Erlaubnis und das Datum der ersten Erlaubnis. Sie zeigt nicht, ob ein Anbieter Banküberweisung als Einzahlungs- oder als Auszahlungsweg anbietet, weil das je nach Anbieter und Zahlungsweg variiert und in den jeweiligen Abschnitten ausgeführt wird. Die Erlaubnis ist die eine Sache, der Zahlungsweg die andere.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnishalter | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Winamax | Erlaubt, Halter WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| MERKUR BETS | Erlaubt, Halter Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Sportingbet | Erlaubt, Halter Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Erlaubt, Halter Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Betway | Erlaubt, Halter Betway Limited | 09.03.2021 |
| Bet3000 | Erlaubt, Halter I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Interwetten | Erlaubt, Halter Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| NEO.bet | Erlaubt, Halter Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| 888sport | Erlaubt, Halter 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| bet-at-home | Erlaubt, Halter Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
Ein Halter mit Sitz in Malta, Zypern oder Gibraltar ist unter der deutschen Erlaubnis trotzdem erlaubt, weil die GGL die Erlaubnis an den Halter vergibt, nicht an das Land, in dem er sitzt. Eine .de-Domain allein beweist nichts, weil die Whitelist die einzige belastbare Quelle ist.

Was Banküberweisung bei Sportwetten bedeutet
Eine Überweisung bei einem Wettanbieter läuft auf zwei Wege: vom Konto des Spielenden an den Anbieter (Einzahlung) und vom Anbieter zurück auf das Konto des Spielenden (Auszahlung). Beide Wege unterliegen den Regeln des Zahlungsverkehrs und den Regeln der Glücksspielaufsicht.
Überweisung als Einzahlungsweg
Bei der Einzahlung per Überweisung schickt der Spielende einen Betrag vom eigenen Bankkonto an das Konto des Anbieters. Der Anbieter schreibt das Geld dem Wettkonto gut, sobald es eingegangen ist. Die Dauer hängt davon ab, ob es eine SEPA-Echtzeitüberweisung ist oder eine Standardüberweisung. Die SEPA-Echtzeitüberweisung wird in der Regel innerhalb von maximal 10 Sekunden gutgeschrieben, rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche, und darf nicht teurer sein als eine vergleichbare herkömmliche Überweisung. Die Standardüberweisung braucht einen Geschäftstag bei beleglosen Euro-Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und zwei Geschäftstage bei beleghaften Aufträgen.
Überweisung als Auszahlungsweg
Bei der Auszahlung schickt der Anbieter den Gewinn auf das Bankkonto, von dem eingezahlt wurde. Die Dauer hängt von der Bearbeitungszeit des Anbieters und der Bank des Spielenden ab. Die Mindestbeträge sind anbieterweise verschieden. Viele Anbieter wie Oddset oder Sportingbet verlangen für Bankauszahlungen einen Mindestbetrag von 10 € bei einer Laufzeit von 3 bis 5 Werktagen. Bei AdmiralBet ist diese Auszahlungsmethode ebenfalls gebührenfrei ab 10 € verfügbar.
Warum das Konto auf den eigenen Namen laufen muss
§ 6b Abs. 4 GlüStV erlaubt nur Zahlungen von einem Konto, das auf den eigenen Namen lautet, bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen unter der deutschen Erlaubnis ausschließt. Seit dem 9. Oktober 2025 gleicht der Zahlungsdienstleister bei SEPA-Überweisungen und Echtzeitüberweisungen den angegebenen Empfängernamen mit dem beim Empfängerinstitut zur IBAN hinterlegten Namen ab (Empfängerüberprüfung, „Verification of Payee“). Eine Überweisung an einen Empfänger, dessen Name nicht zur IBAN passt, wird zurückgewiesen oder zumindest mit einem Warnhinweis versehen.
Was die SEPA-Echtzeitüberweisung ändert
Die SEPA-Echtzeitüberweisung wurde im November 2017 eingeführt; die Sparkassen starteten das Verfahren im Juli 2018. Zahlungsdienstleister im Euroraum können Echtzeitüberweisungen seit dem 9. Januar 2025 empfangen und müssen sie ab dem 9. Oktober 2025 auch senden; die Ausweitung auf die gesamte EU ist bis zum 9. Juli 2027 vorgesehen. Für den Wettanbieter heißt das: Einzahlungen, die der Anbieter als Echtzeitüberweisung annimmt, sind innerhalb von Sekunden auf dem Wettkonto, nicht erst am nächsten Werktag. Die Echtzeitüberweisung ist allerdings an eine Obergrenze geboten, die je nach Institut unterschiedlich hoch liegt. Bei manchen Instituten sind Echtzeitüberweisungen über 100.000 € nicht möglich.
Was die Empfängerüberprüfung für den Spielenden bedeutet
Eine Überweisung vom eigenen Konto an den Anbieter muss den Namen tragen, mit dem das Konto beim Empfängerinstitut hinterlegt ist. Wenn das Wettkonto auf „Max Mustermann“ läuft und das Bankkonto auf „Maximilian Mustermann“, kann es passieren, dass die Bank nach einer Übereinstimmung mit dem hinterlegten Namen fragt und die Überweisung verzögert. In der Praxis gleichen die meisten Banken kleine Abweichungen ohne Rückfrage ab, aber bei größeren Abweichungen wird die Überweisung zurückgewiesen. Wer ein Gemeinschaftskonto nutzt, sollte prüfen, ob der Name auf dem Bankkonto mit dem Namen auf dem Wettkonto übereinstimmt.
Was die Erlaubnis verlangt
Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV. Die Erlaubnis wird durch die GGL erteilt, die seit dem 1. Juli 2021 die zentrale Aufsichtsbehörde für alle Länder ist. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat.
Was die Whitelist zeigt
Die Whitelist der GGL führt am 2. Oktober 2026 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis und 3 Inhaber mit ausschließlich Pferdewetten-Erlaubnis. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Eine Folgeerlaubnis ersetzt die erste Erlaubnis und gilt ab dem Datum, das die Whitelist nennt. Eine erste Erlaubnis läuft 5 Jahre, eine Folgeerlaubnis ebenfalls, aber die Whitelist zeigt kein Enddatum, sodass nur das Erteilungsdatum als belastbare Information bleibt.
Was die Erlaubnis nicht abdeckt
Die Erlaubnis zur Veranstaltung von Sportwetten deckt nicht automatisch andere Spielformen ab. Wer Spielautomaten, Online-Casinospiele oder Online-Poker anbieten will, braucht eine eigene Erlaubnis. Eine Folgeerlaubnis für virtuelle Automatenspiele gilt nicht für Sportwetten und umgekehrt. Wer Sportwetten und Casino unter einem Dach sucht, sollte bei den Erlaubnisdetails genau hinsehen: Oft sind die Marken für Sportwetten und Casino zwar verbunden, aber rechtlich hinter verschiedenen Erlaubnissen oder sogar separaten Haltern organisiert.
Was die Erlaubnis für den Spielenden bedeutet
Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis ist an die Regeln des GlüStV gebunden: ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €, eine Anbindung an OASIS und LUGAS, ein Panikbutton für eine sofortige 24-Stunden-Sperre, ein Verbot von parallelem Spiel, eine Vollverifizierung vor Auszahlung und die Pflicht, Spielende über ihre Ausgaben zu informieren. Das sind die Bedingungen, unter denen auf legalem Weg in Deutschland gewettet wird. Wer auf diese Bedingungen verzichten will, kann das nur bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis tun, und damit verlässt man den Schutz des GlüStV.
OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit
Drei Begriffe tauchen bei jedem lizensierten Anbieter auf: OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 €. Sie hängen zusammen, aber sie tun nicht dasselbe.
OASIS: die Sperrdatei
OASIS ist das Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Wer sich selbst sperren lässt, wird in eine bundesweite Datei eingetragen, die jeder lizensierte Anbieter bei Registrierung und Login abfragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens 3 Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum nennt, sonst mindestens 1 Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige oder durch den Anbieter dauert mindestens 1 Jahr und kann nur durch eine erneute Begutachtung aufgehoben werden. Wer in OASIS eingetragen ist, kann sich bei keinem lizensierten Anbieter in Deutschland anmelden.
LUGAS: die Limitdatei
LUGAS ist die Limitdatei nach § 6c GlüStV. Sie speichert das Einzahlungslimit, das pro Spielendem und Monat gilt, und sie speichert die Aktivitätsdatei, die paralleles Spiel bei mehreren Anbietern verhindert. Das monatliche Einzahlungslimit beträgt 1.000 €, wenn der Anbieter keinen höheren Rahmen bewilligt. Ein höherer Rahmen bis 10.000 € ist möglich, wenn der Spielende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist; ein Rahmen zwischen 10.000 € und 30.000 € ist nur für einen kleinen Kreis aktiver Spielender möglich. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.
Das Einzahlungslimit in der Praxis
Das Einzahlungslimit von 1.000 € gilt pro Kalendermonat, nicht pro Anbieter. Wer bei drei Anbietern spielt, kann insgesamt 1.000 € einzahlen, nicht 3.000 €. Eine Auszahlung hebt das Limit nicht auf: Wer 500 € auszahlt und dann 800 € einzahlt, hat das Limit überschritten. Eine Auszahlung, die das Konto wieder unter das Limit bringt, schafft neuen Spielraum, aber die Logik führt manchmal zu Situationen, in denen das Konto gesperrt wird, obwohl Geld vorhanden ist. Wer merkt, dass das Limit zu niedrig ist, kann beim Anbieter einen Antrag auf Erhöhung stellen, aber der Anbieter darf den Antrag ablehnen.
Der Panikbutton
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV ist eine sofortige Sperre des Kontos für 24 Stunden. Der Panikbutton lässt sich bei jedem lizensierten Anbieter auslösen und gilt sofort, ohne Wartezeit. Nach Ablauf der 24 Stunden kann der Spielende das Konto wieder entsperren, aber wer den Panikbutton nutzt, sollte sich fragen, ob nicht eine längere Sperre sinnvoller wäre. Die Selbstsperre über OASIS ist die nächste Stufe.
Boni und Freebets bei Einzahlung per Überweisung
Boni bei Einzahlung per Überweisung folgen den Bedingungen des Anbieters. Die Bedingungen umfassen in der Regel eine Umsatzvorgabe, eine Mindestquote und eine Frist. Manche Anbieter schließen bestimmte Zahlungswege vom Bonus aus, andere nicht.
Was eine Umsatzvorgabe bedeutet
Eine Umsatzvorgabe gibt an, wie oft ein Bonusbetrag umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine typische Vorgabe ist „5x Bonus“, was bedeutet, dass der Bonus fünfmal durch Wetten umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einem Bonus von 100 € sind das 500 € Umsatz. Die Wetten müssen zu einer Mindestquote platziert werden, oft 1,50 oder 2,00, und sie müssen innerhalb einer Frist platziert werden, oft 30 oder 90 Tage.
Was eine Mindestquote bedeutet
Eine Mindestquote gibt an, wie hoch die Quote einer Wette sein muss, damit sie für den Umsatz zählt. Eine Mindestquote von 1,50 bedeutet, dass nur Wetten mit einer Quote von mindestens 1,50 zählen. Eine Mindestquote von 2,00 schließt Favoritenwetten mit sehr niedrigen Quoten aus, weil eine Quote von 1,50 nicht zählt. Die Mindestquote ist eine Schutzklausel für den Anbieter: Wer auf viele Favoriten mit Quote 1,10 wettet, hat zwar hohen Umsatz, aber kaum Verlust, und das ist nicht der Sinn eines Bonusumsatzes.
Was eine Frist bedeutet
Eine Frist gibt an, bis wann der Bonus umgesetzt sein muss. Eine Frist von 30 Tagen ist üblich, manche Anbieter geben 60 oder 90 Tage. Eine kurze Frist bedeutet mehr Druck, weil weniger Zeit bleibt, den Bonus umzusetzen, und eine lange Frist gibt mehr Spielraum. Wer den Bonus nicht innerhalb der Frist umsetzt, verliert den Bonus und die mit dem Bonus erzielten Gewinne.
Was eine Freebet ist und was sie nicht ist
Eine Freebet ist ein Einsatz, den der Anbieter schenkt. Sie ist kein Geld, das ausgezahlt werden kann, sondern ein Einsatz, der platziert werden muss. Wenn die Freebet gewinnt, wird der Einsatz in der Regel nicht zurückgezahlt, sondern nur der Gewinn. Eine Freebet über 10 € bei Quote 3,00 bringt also 30 € Gewinn, nicht 40 €. Bei Winamax verdoppelt das Willkommensangebot die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, bei einer Mindestquote von 1,05.
Was eine „risikofreie“ Wette wirklich bedeutet
Eine „risikofreie“ Wette ist in der Regel eine Wette, deren Einsatz im Verlustfall als Freebet zurückerstattet wird, nicht als Geld. Bei MERKUR BETS wird verliert die erste qualifizierende Kombiwette, der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Das ist nicht dasselbe wie eine Rückzahlung in Geld. Wer auf eine risikofreie Wette setzt, sollte prüfen, ob der Einsatz als Geld oder als Freebet erstattet wird, und ob die Freebet wiederum eigenen Bedingungen unterliegt.
Zahlungswege und Auszahlungsdauer im Vergleich
Die Auszahlungsdauer hängt von der Bearbeitungszeit des Anbieters und der Bank des Spielenden ab. Bei den meisten Anbietern ist die Bearbeitungszeit kürzer als die Banklaufzeit, weil die Banken unterschiedlich schnell buchen.
Banküberweisung im Vergleich zu anderen Auszahlungswegen
Die Banküberweisung ist nicht der schnellste Auszahlungsweg. Bei Sportingbet zahlt der Anbieter Gewinne per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen, und es werden keine Bearbeitungsgebühren erhoben. Die Banküberweisung ist langsamer als die eWallet-Auszahlung, weil das Geld den Weg über das Bankennetz nehmen muss und nicht direkt auf einem Konto beim Anbieter liegt. Wer die Auszahlungszeit verkürzen möchte, sollte in seinem Wettkonto prüfen, welche Optionen für den gewählten Betrag direkt zur Verfügung stehen.
Wovon die Dauer abhängt
Die Dauer hängt von drei Faktoren ab: der Bearbeitungszeit des Anbieters, der Bearbeitungszeit der Bank und dem Zeitpunkt der Auszahlung. Die Bearbeitungszeit des Anbieters ist die Zeit, die der Anbieter braucht, um die Auszahlung freizugeben. Bei seriösen Anbietern ist das innerhalb von 24 Stunden. Die Bearbeitungszeit der Bank ist die Zeit, die die Bank braucht, um das Geld dem Konto des Spielenden gutzuschreiben. Bei der Standardüberweisung ist das ein Geschäftstag, bei der Echtzeitüberweisung sind es Sekunden. Der Zeitpunkt der Auszahlung spielt eine Rolle, weil Wochenenden und Feiertage die Banklaufzeit verlängern.
Was Mindestbeträge bedeuten
Bei Oddset, Sportingbet und Bpremium sind Auszahlungen per Banküberweisung ab einem Mindestbetrag von 10 € möglich. Das heißt: Wer weniger als 10 € auszahlen will, kann den Bankweg bei Anbietern wie Sportingbet meist nicht nutzen. Wer einen kleineren Betrag auszahlen will, muss eine andere Auszahlungsmethode wählen, sofern der Anbieter eine anbietet. Der Mindestbetrag ist keine Schikane, sondern eine Schutzklausel: Eine Auszahlung unter 10 € per Banküberweisung kostet den Anbieter mehr als sie einbringt.
Welche Anbieter Banküberweisung als Einzahlung anbieten
Die meisten Anbieter bieten Banküberweisung als Auszahlung an, aber nicht alle als Einzahlung. Bei Bpremium läuft „Online Überweisung (Tink)“ über das Online-Banking der meisten deutschen und österreichischen Banken, wird sofort ausgeführt, ist nur in EUR möglich, kostet bei Einzahlungen keine Gebühren und gilt derzeit nur für Einzahlungen, nicht für Auszahlungen. Bei Sportingbet nennt die Hilfe zu Zahlungsmethoden „Online Überweisung (Tink)“ als Einzahlungsmethode. AdmiralBet beschränkt die Banküberweisung auf Auszahlungen, während für Einzahlungen Sofortüberweisung ab 10 € bereitsteht. Ob eine Banküberweisung als Einzahlungsoption möglich ist, hängt stark vom Anbieter ab: Manche setzen auf moderne Tink-Lösungen für die Sofortgutschrift, während andere die klassische Überweisung nur für Auszahlungen erlauben.
Was Sofortüberweisung ist
Sofortüberweisung ist ein Verfahren, bei dem der Spielende die Überweisung über das Online-Banking der eigenen Bank auslöst, ohne die Bank zu verlassen. Das Geld wird dem Anbieter sofort gutgeschrieben, und der Anbieter schreibt das Wettkonto in Echtzeit. Sofortüberweisung ist nicht dasselbe wie eine klassische Überweisung, weil der Spielende nicht selbst überweist, sondern das Verfahren die Überweisung im Hintergrund auslöst. Die Kosten trägt in der Regel der Anbieter oder der Spielende, je nach Anbieter.
Sportwetten ohne OASIS oder LUGAS: was die Werbung verspricht und was sie verschweigt
Wer nach „Wettanbietern ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ sucht, findet Anbieter, die mit dem Fehlen dieser Systeme werben. Was sie nicht sagen: Die Werbung wirbt für etwas, das unter der deutschen Erlaubnis gar nicht existiert.
Warum OASIS und LUGAS Pflicht sind
OASIS und LUGAS sind nach dem GlüStV 2021 für jeden Anbieter mit deutscher Erlaubnis Pflicht. Ein Anbieter, der nicht an OASIS angeschlossen ist, hat keine deutsche Erlaubnis. Ein Anbieter, der nicht an LUGAS angeschlossen ist, hat ebenfalls keine deutsche Erlaubnis. Die Werbung „ohne OASIS“ bewirbt also das Fehlen einer Voraussetzung für die deutsche Erlaubnis. Die Werbung „ohne LUGAS“ bewirbt das Fehlen der Limitdatei, also das Fehlen des 1.000-€-Limits.
Was ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bedeutet
Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bietet Sportwetten in Deutschland ohne Erlaubnis nach § 4 Abs. 1 GlüStV an, und das ist unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, weil das GlüStV eine deutsche Erlaubnis verlangt, nicht eine ausländische.
Was im Streitfall passiert
Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt beim EuGH hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Die Sache ist noch nicht entschieden, aber die Richtung ist klar: Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, riskiert, dass die Wette zivilrechtlich unwirksam ist, und dass die gezahlten Einsätze zurückgefordert werden können.
Was im Strafrecht gilt
Das Strafgesetzbuch stellt die Veranstaltung und die Werbung für unerlaubte Glücksspiele unter Strafe: § 284 StGB bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe für die Veranstaltung, bis zu 1 Jahr für die Werbung; § 285 StGB bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe für die Teilnahme. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht bekannt, und die Staatsanwaltschaften verfolgen vor allem die Anbieter, nicht die Spielenden. Aber das Fehlen von Verfolgungen ist kein Freibrief, sondern ein Indiz dafür, dass sich die Behörden auf die Anbieter konzentrieren.
Was ein Anbieter ohne Erlaubnis an Werbung verspricht
Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verspricht in der Regel höhere Limits, schnellere Auszahlungen, mehr Boni und weniger Bürokratie. Keine dieser Versprechen hält einer Prüfung stand, weil die Werbung verschweigt, dass die Wette zivilrechtlich unwirksam sein kann und dass es keinen deutschen Rechtsweg gibt. Die höheren Limits sind eine Folge fehlender Aufsicht, nicht ein Vorteil für den Spielenden. Die schnelleren Auszahlungen sind eine Folge fehlender Verifizierung, nicht ein Service. Die mehr Boni sind eine Folge fehlender Umsatzvorgaben, die zum Schutz des Spielenden da sind.
Wer sich für einen Anbieter ohne Erlaubnis entscheidet
Wer sich für einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis entscheidet, entscheidet sich gegen den Schutz des GlüStV. Das ist eine bewusste Entscheidung, die jeder für sich treffen kann, aber sie ist mit Risiken verbunden: Die Wette kann zivilrechtlich unwirksam sein, der Anbieter kann die Auszahlung verweigern, es gibt keinen deutschen Rechtsweg, und es gibt keinen Schutz vor Spielsucht. Wer auf OASIS oder LUGAS verzichten will, sollte sich fragen, ob er auf den Schutz verzichten will, den diese Systeme bieten, oder ob er nur die Beschränkungen des Limits und der Verifizierung nicht akzeptieren will. Die Antwort auf diese Frage führt zur Entscheidung.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die folgenden Abschnitte beschreiben jeden Anbieter einzeln. Sie nennen die Erlaubnis, den Halter, das Datum der ersten Erlaubnis und die für die Banküberweisung relevanten Bedingungen. Die Bedingungen sind Auszahlungsdauer, Mindestbetrag und ob Banküberweisung als Einzahlungs- oder Auszahlungsweg angeboten wird.
Winamax
Winamax ist bei der GGL für Sportwetten lizensiert; die Société anonyme WINAMAX hält die Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021, die Folgeerlaubnis stammt vom 8. Dezember 2022. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, die an keine weiteren Umsatzbedingungen geknüpft sind. Einmal umgesetzt bei einer Mindestquote von 1,05, ist der Bonusbetrag frei für Auszahlungen.
Winamax ist für Spielende geeignet, die einen klar strukturierten Willkommensbonus suchen, weil die Freebets an keine Umsatzvorgabe gebunden sind. Das ist auf dem deutschen Markt selten und ein deutlicher Vorteil gegenüber Angeboten, die den Bonusbetrag mehrfach umgesetzt verlangen. Die Mindestquote von 1,05 ist so niedrig, dass praktisch jede Wette zählt. Wer über 100 € einzahlt, bekommt 100 € in Freebets, nicht mehr, weil der Bonus bei 100 € gedeckelt ist. Wer weniger einzahlt, bekommt weniger, weil der Bonus 100 % der Einzahlung beträgt.
MERKUR BETS
MERKUR BETS operiert in Deutschland mit einer Sportwetten-Erlaubnis; Merkur Bets Malta Limited ist der Inhaber, die Erlaubnis gilt seit dem 6. November 2023. Neukunden erhalten bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet von 25 €; schlägt die erste qualifizierende Kombiwette fehl, wird der Einsatz bis zu 75 € als Freebet erstattet, sofern zuvor die Option „Neukunden-JokerBet“ ausgewählt wurde.
MERKUR BETS ist für Spielende geeignet, die mit kleinen Einsätzen starten wollen, weil die Mindesteinzahlung von 1 € ungewöhnlich niedrig ist. Die Freebet über 25 € und die Erstattung bis 75 € als JokerBet sind kombiniert ein Angebot, das bei einer klassischen Erstattung in Geld konkurrenzlos wäre, aber als Freebet-Erstattung an die Bedingungen der Freebet gebunden ist. Die Bedingungen sollten vor der ersten Wette gelesen werden, weil die Option „Neukunden-JokerBet“ vor der Wette gewählt werden muss und nicht im Nachhinein.
Sportingbet
Sportingbet besitzt eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL; Halter ist Sportingbet (Deutschland) Limited, die erste Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 21. Dezember 2022. Auszahlungen sind ab 10 € möglich: per Debit- oder Kreditkarte (2-4 Tage), eWallet (8 Stunden) oder per Banküberweisung (3-5 Tage) – Gebühren fallen keine an. „Online Überweisung (Tink)“ wird als Einzahlungsmethode unterstützt.
Sportingbet ist für Spielende geeignet, die mehrere Auszahlungswege parallel nutzen wollen, weil Sportingbet sowohl Debit- und Kreditkarte als auch eWallet als auch Banküberweisung als Auszahlung anbietet. Wer es eilig hat, nutzt das eWallet, wer auf das Konto auszahlen will, nutzt die Banküberweisung. Die Dauer von 3 bis 5 Werktagen ist im Mittelfeld, weil manche Anbieter schneller sind, andere langsamer. Der Verzicht auf Bearbeitungsgebühren ist erfreulich, weil manche Anbieter bei bestimmten Auszahlungswegen Gebühren erheben.
Tiptorro
Tiptorro ist als Sportwettveranstalter lizensiert (Torro Tec Limited); die erste Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, die Folgeerlaubnis folgte am 27. Dezember 2022. Die Tiptorro-App steht im App Store bereit und der Anbieter wird als behördlich zugelassener Wettveranstalter unter Aufsicht der GGL geführt.
Tiptorro ist für Spielende geeignet, die unterwegs wetten wollen, weil die App im App Store verfügbar ist und der Anbieter sich als behördlich zugelassen beschreibt. Die Erlaubnis seit 2021 mit Folgeerlaubnis 2022 bedeutet, dass der Anbieter das gesamte Whitelist-Verfahren durchlaufen hat und nicht erst seit Kurzem auf dem Markt ist. Die genauen Bedingungen für Ein- und Auszahlung per Banküberweisung sollten direkt bei Tiptorro geprüft werden, weil die öffentlich zugänglichen Quellen dazu nicht alle Details nennen.
Betway
Betway unterliegt der GGL-Aufsicht mit einer Erlaubnis für Sportwetten; Betway Limited ist der Halter, die Erlaubnis besteht seit dem 9. März 2021 (Folgeerlaubnis: 23. Dezember 2022). Die Mindesteinzahlung per Paysafecard liegt bei 5 €, für Auszahlungen gelten mindestens 10 €; Gutschriften auf das MyPaysafe-Konto erfolgen in der Regel unter 24 Stunden.
Betway ist für Spielende geeignet, die mit niedrigen Mindestbeträgen einsteigen wollen, weil die Mindesteinzahlung von 5 € per Paysafecard ungewöhnlich niedrig ist. Die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto ist mit weniger als 24 Stunden schneller als die meisten Banküberweisungen. Für spezifische Fragen zur Banküberweisung als Auszahlungsweg empfiehlt sich ein Blick in die aktuelle Hilfe von Betway.
Bet3000
Bet3000 hält eine Sportwetten-Erlaubnis für die Seite Bet3000.de; Halter ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis ist seit dem 22. April 2026 erfasst. Dieses Datum kennzeichnet Bet3000 als einen neueren Eintrag im Verzeichnis der GGL.
Bet3000 ist für Spielende geeignet, die einen Anbieter mit klassischem Sportwetten-Fokus suchen, weil der Markenname und die Erlaubnis für eine einzelne .de-Domain auf einen spezialisierten Anbieter hinweisen. Die aktuellen Details zur Nutzung der Banküberweisung können direkt beim Anbieter eingesehen werden.
Interwetten
Interwetten ist mit einer Sportwetten-Erlaubnis der GGL aktiv; Interwetten Gaming Limited hält diese seit dem 2. November 2020 (Folgeerlaubnis: 27. Dezember 2022). Gemäß Nr. 4.2 der Sportsbook-Regeln wird der Auszahlungsbetrag im Gewinnfall um eine Wettsteuer von 5,3 % gekürzt; eine abweichende Praxis zur Steuerlast ist möglich.
Interwetten ist für Spielende geeignet, die einen langjährigen Anbieter suchen, weil die Erlaubnis seit 2020 mit Folgeerlaubnis 2022 eine kontinuierliche Aufsicht dokumentiert. Die Wettsteuer wird im Gewinnfall abgezogen, was bei einer erfolgreichen Wette den Auszahlungsbetrag um 5,3 % reduziert. Wer das nicht möchte, sollte einen Anbieter suchen, der die Steuer vom Einsatz abzieht oder selbst trägt. Interwetten ist einer der wenigen Anbieter, der die Steuer ausdrücklich offenlegt, was für Transparenz spricht, aber für die Auszahlung weniger.
NEO.bet
NEO.bet verfügt über eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten; Greenvest Betting Limited hält diese seit dem 9. Oktober 2020 (Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022).
NEO.bet ist für Spielende geeignet, die einen Anbieter mit kontinuierlicher Erlaubnis seit 2020 suchen. Die Folgeerlaubnis von 2022 bestätigt, dass der Anbieter die Auflagen des GlüStV erfüllt hat.
888sport
888sport wird auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt; Halter ist 888 Germany Limited; die erste Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021, die Folgeerlaubnis auf den 15. Dezember 2022. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.
888sport ist für Spielende geeignet, die einen Anbieter mit börsennotierter Holding suchen, weil die 888 Holdings PLC seit 2005 an der London Stock Exchange notiert ist und damit einer kontinuierlichen Finanzaufsicht unterliegt. Die Erlaubnis seit 2021 mit Folgeerlaubnis 2022 dokumentiert die Etablierung auf dem deutschen Markt. Fragen zum Ablauf und zur Dauer von Banküberweisungen beantwortet der Support von 888sport direkt.
bet-at-home
bet-at-home wird auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt; Halter ist Bet-at-home.com Internet Limited; eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und eine Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 sowie eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 sind verzeichnet.
bet-at-home ist für Spielende geeignet, die einen Anbieter mit kombinierter Erlaubnis für Sportwetten und virtuelle Automatenspiele suchen. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele bedeutet, dass bet-at-home auch Casino-Spiele anbieten darf, was die Erlaubnis zur Veranstaltung von Sportwetten nicht abdeckt. Wer nur Sportwetten spielen will, kann die Casino-Erlaubnis ignorieren, aber sie ist ein Hinweis darauf, dass der Anbieter ein breiteres Spielangebot hat. Die genauen Bedingungen für Banküberweisung als Ein- oder Auszahlungsweg sollten direkt bei bet-at-home geprüft werden.
Wie man Banküberweisung als Zahlungsweg bewertet
Die Banküberweisung ist nicht der schnellste Zahlungsweg, aber sie ist der nachvollziehbarste. Die Nachvollziehbarkeit ist nicht nur ein Vorteil für die Behörden, sondern auch für den Spielenden, der seine Ausgaben im Blick behalten will. Wer eine Überweisung vom eigenen Konto an den Anbieter schickt, sieht den Betrag im Kontoauszug, und wer eine Auszahlung auf das eigene Konto bekommt, sieht den Gewinn im Kontoauszug. Eine Kreditkarte oder ein eWallet zeigt die Buchung erst, wenn der Anbieter sie abrechnet, und eine Paysafecard zeigt die Buchung gar nicht, weil sie anonym ist.
Wann Banküberweisung die richtige Wahl ist
Banküberweisung ist die richtige Wahl für Spielende, die ihre Ausgaben dokumentieren wollen und die keine Eile haben. Die SEPA-Echtzeitüberweisung ist die richtige Wahl, wenn der Anbieter sie akzeptiert und wenn der Betrag unter der institutseigenen Obergrenze liegt. Die Sofortüberweisung über Tink ist die richtige Wahl, wenn der Anbieter sie anbietet, weil sie die Geschwindigkeit der Echtzeitüberweisung mit der Gewohnheit der klassischen Überweisung verbindet. Wer auf einem Gemeinschaftskonto einzahlt, sollte vorher prüfen, ob der Name auf dem Konto mit dem Namen auf dem Wettkonto übereinstimmt.
Wann Banküberweisung die falsche Wahl ist
Banküberweisung ist die falsche Wahl, wenn das Geld in den nächsten Minuten auf dem Wettkonto sein muss, weil die Standardüberweisung einen Geschäftstag braucht. Sie ist auch die falsche Wahl, wenn der Anbieter keine Banküberweisung als Einzahlung anbietet, was bei manchen Anbietern der Fall ist, die Banküberweisung nur als Auszahlung nutzen. Sie ist außerdem die falsche Wahl, wenn das Konto nicht auf den eigenen Namen läuft, weil die Empfängerüberprüfung seit dem 9. Oktober 2025 eine Übereinstimmung verlangt.
Welche Alternativen es gibt
Wer nicht per Banküberweisung einzahlen will, kann per Debit- oder Kreditkarte, per Sofortüberweisung, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER, oder per paysafecard einzahlen. Die eWallets sind in der Regel schneller als die Banküberweisung, weil das Geld sofort auf dem Wettkonto ist. Die Debit- oder Kreditkarte ist mittelschnell, weil die Buchung in der Regel sofort erfolgt, aber die Abrechnung über die Karte dauert länger. Die paysafecard ist anonym und wird von lizensierten Anbietern nur in Sonderfällen akzeptiert, weil sie gegen die Anforderung an ein Zahlungskonto im eigenen Namen verstößt.
Wie man Anbieter vergleicht
Anbieter lassen sich nach vier Kriterien vergleichen: ob Banküberweisung als Einzahlung angeboten wird, ob Banküberweisung als Auszahlung angeboten wird, wie lange die Auszahlung per Banküberweisung dauert und wie hoch der Mindestbetrag ist. Ein Anbieter, der Banküberweisung nur als Auszahlung anbietet, ist für Spielende uninteressant, die per Überweisung einzahlen wollen. Ein Anbieter, der eine Auszahlungsdauer von 3 bis 5 Werktagen hat, ist im Mittelfeld; ein Anbieter mit 1 bis 3 Werktagen ist schnell, ein Anbieter mit 5 bis 7 Werktagen ist langsam. Der Mindestbetrag von 10 € ist Standard; ein höherer Mindestbetrag ist für Spielende mit kleinen Gewinnen ein Hindernis.
Welche Information wo zu finden ist
Die genauen Bedingungen für Ein- und Auszahlung finden sich in der Regel in der Hilfe des Anbieters, im Bereich „Zahlungsmethoden“ oder „Auszahlung“. Die Bedingungen sind je nach Anbieter unterschiedlich detailliert: Manche Anbieter nennen die Auszahlungsdauer und den Mindestbetrag, andere nennen die Bearbeitungszeit und die Banklaufzeit getrennt. Wer die genauen Bedingungen wissen will, sollte die Hilfe des Anbieters lesen, bevor er sich anmeldet.
Wettsteuer: Wer sie zahlt und wer sie weitergibt
Die Wettsteuer beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer wird vom Anbieter, nicht vom Spielenden, an das Finanzamt abgeführt. Ob und wie ein Anbieter die Steuer an den Spielenden weitergibt, ist eine Entscheidung des Anbieters, die in seinen Geschäftsbedingungen steht.
Wann die Steuer vom Gewinn abgezogen wird
Bei Interwetten wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3 %igen Quotenabschlag reduziert. Das heißt: Wer 100 € bei Quote 2,00 gewinnt, bekommt nicht 200 € ausgezahlt, sondern 200 € minus 5,3 % = 189,40 €. Die Reduktion erfolgt erst im Gewinnfall; wer verliert, zahlt die Steuer nicht. Die Reduktion ist eine Weitergabe der Steuer an den Spielenden, aber sie ist an den Gewinn gekoppelt, nicht an den Einsatz.
Wann die Steuer vom Einsatz abgezogen wird
Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, sodass der Einsatz um 5,3 % reduziert wird. Wer 100 € einsetzen will, kann nur 94,70 € einsetzen, und der Gewinn wird auf Basis des reduzierten Einsatzes berechnet. Diese Variante ist für den Spielenden ungünstiger, weil der Einsatz reduziert wird, ohne dass die Wettchance steigt. Welche Anbieter diese Variante wählen, hängt von der Geschäftspolitik ab.
Wann die Steuer vom Anbieter getragen wird
Manche Anbieter tragen die Steuer selbst, ohne sie an den Spielenden weiterzugeben. Der Einsatz bleibt in voller Höhe, der Gewinn wird in voller Höhe ausgezahlt. Diese Variante ist für den Spielenden am günstigsten, weil weder Einsatz noch Gewinn reduziert werden. Welche Anbieter diese Variante wählen, hängt von der Geschäftspolitik ab und davon, ob der Anbieter die Steuer in seine Marge einpreist.
Welche Information im Wettschein steht
Auf dem Wettschein sollte stehen, ob die Steuer vom Einsatz, vom Gewinn oder vom Anbieter getragen wird. Wenn die Information nicht auf dem Wettschein steht, steht sie in den Geschäftsbedingungen oder in der Hilfe. Wer die Information sucht, sollte vor der ersten Wette prüfen, wie der Anbieter die Steuer behandelt, weil sie einen Unterschied von einigen Prozent auf den Gewinn ausmacht.
Wer hilft, wenn etwas schiefgeht
Wer mit einem Anbieter ein Problem hat, kann sich an verschiedene Stellen wenden. Die Stellen unterscheiden sich danach, ob das Problem mit dem Anbieter oder mit dem Zahlungsweg zu tun hat.
Beschwerde beim Anbieter
Die erste Adresse ist der Anbieter selbst. Die meisten Anbieter haben einen Kundenservice, der per E-Mail, per Live-Chat oder per Telefon erreichbar ist. Die Beschwerde sollte schriftlich erfolgen, damit ein Nachweis existiert. Die Antwortzeit variiert je nach Anbieter zwischen wenigen Stunden und wenigen Tagen.
Beschwerde bei der GGL
Wenn der Anbieter nicht reagiert oder die Antwort nicht zufriedenstellend ist, kann sich der Spielende an die GGL wenden. Die GGL ist Aufsichtsbehörde für alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis und kann Verstöße gegen das GlüStV ahnden. Eine Beschwerde bei der GGL ist kein Rechtsweg, sondern eine Aufsichtsbeschwerde; die GGL kann prüfen, ob ein Verstoß vorliegt, und sie kann Sanktionen verhängen.
Beschwerde bei der Schlichtungsstelle
Wenn der Anbieter einer Schlichtungsstelle angeschlossen ist, kann der Spielende die Schlichtungsstelle anrufen. Die Schlichtungsstelle ist eine neutrale Stelle, die zwischen Spielendem und Anbieter vermittelt. Welche Anbieter welcher Schlichtungsstelle angeschlossen sind, hängt vom Anbieter ab und steht in der Regel in den Geschäftsbedingungen.
Beschwerde bei der Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentralen beraten Spielende bei Fragen zu Glücksspiel und können bei Problemen mit Anbietern helfen. Die Beratung ist kostenlos oder kostengünstig und steht allen Verbraucher offen, unabhängig vom Anbieter.
Beratung bei Spielsucht
Wenn das Problem nicht der Anbieter, sondern das eigene Spielverhalten ist, ist die erste Adresse die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder eine der Suchtberatungsstellen vor Ort. Die BZgA bietet eine Telefonberatung und Online-Beratung an, die kostenlos und anonym ist. Die OASIS-Sperre ist ein weiterer Weg, sich selbst zu schützen.
Zusammenfassung: Wann Banküberweisung, welcher Anbieter
Die Banküberweisung ist der nachvollziehbarste Zahlungsweg, aber sie ist nicht der schnellste. Wer es eilig hat, sollte ein eWallet oder die Sofortüberweisung nutzen, sofern der Anbieter sie anbietet. Wer Wert auf Nachvollziehbarkeit legt, ist mit der Banküberweisung gut bedient, sofern der Anbieter sie als Ein- oder Auszahlung anbietet.
Unter den zehn Anbietern sind Winamax, MERKUR BETS, Sportingbet, Tiptorro, Betway, Bet3000, Interwetten, NEO.bet, 888sport und bet-at-home alle auf der Whitelist der GGL geführt. Sie unterscheiden sich in der Erlaubnis, im Halter, im Datum der Erlaubnis und in den Bedingungen für Banküberweisung. Die Unterschiede sind im Einzelfall zu prüfen, weil die öffentlich zugänglichen Quellen nicht alle Details nennen.
Wer einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sucht, sollte sich bewusst sein, dass die Wette zivilrechtlich unwirksam sein kann und dass es keinen deutschen Rechtsweg gibt. Die Werbung „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ bewirbt das Fehlen einer Voraussetzung für die deutsche Erlaubnis, nicht einen Vorteil für den Spielenden.
Häufige Fragen zu Wettanbietern mit Banküberweisung
Welche Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis akzeptieren Banküberweisung?
Die Whitelist der GGL führt am 2. Oktober 2026 mehrere Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Welche davon Banküberweisung als Einzahlung oder als Auszahlung anbieten, variiert je nach Anbieter. Winamax, MERKUR BETS, Sportingbet, Tiptorro, Betway, Bet3000, Interwetten, NEO.bet, 888sport und bet-at-home sind alle auf der Whitelist geführt, aber die genauen Bedingungen sollten direkt beim Anbieter geprüft werden.
Wie lange dauert eine Auszahlung per Überweisung?
Die Dauer hängt von der Bearbeitungszeit des Anbieters und der Bank des Spielenden ab. Bankenüberweisungen benötigen hier meist drei bis fünf Werktage, wobei die Bearbeitungszeit der Bank variabel ist. Die Standardüberweisung braucht nach den Regeln der BaFin einen Geschäftstag, die beleghafte Überweisung zwei Geschäftstage.
Was ändert die SEPA-Echtzeitüberweisung?
Die SEPA-Echtzeitüberweisung wird in der Regel innerhalb von maximal 10 Sekunden gutgeschrieben, rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche, und darf nicht teurer sein als eine vergleichbare herkömmliche Überweisung. Für Einzahlungen bei Wettanbietern heißt das: Das Geld ist innerhalb von Sekunden auf dem Wettkonto, nicht erst am nächsten Werktag. Die Echtzeitüberweisung ist allerdings an eine Obergrenze geboten, die je nach Institut unterschiedlich hoch liegt.
Was bewirkt die Empfängerüberprüfung?
Seit dem 9. Oktober 2025 gleicht der Zahlungsdienstleister bei SEPA-Überweisungen und Echtzeitüberweisungen den angegebenen Empfängernamen mit dem beim Empfängerinstitut zur IBAN hinterlegten Namen ab. Eine Überweisung an einen Empfänger, dessen Name nicht zur IBAN passt, wird zurückgewiesen oder mit einem Warnhinweis versehen. Das Konto, von dem eingezahlt wird, muss auf den eigenen Namen laufen, weil § 6b Abs. 4 GlüStV nur Zahlungen von einem Konto im eigenen Namen erlaubt.
Wie hoch sind Mindesteinzahlung und Mindestauszahlung?
Einige Anbieter wie Sportingbet erlauben Banküberweisungen erst ab 10 €. Andere Anbieter regeln ihre Limits individuell; so ermöglicht AdmiralBet Auszahlungen ab 10 €, während Einzahlungen per Sofortüberweisung ab 10 € möglich sind. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, wenn der Anbieter keinen höheren Rahmen bewilligt. Eine Erhöhung erfordert einen Antrag und wirtschaftliche Nachweise.
Was ist von Angeboten „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ zu halten?
Angebote „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ bewerben das Fehlen einer Voraussetzung für die deutsche Erlaubnis. OASIS und LUGAS sind nach dem GlüStV 2021 für jeden Anbieter mit deutscher Erlaubnis Pflicht. Ein Anbieter ohne OASIS hat keine deutsche Erlaubnis, ein Anbieter ohne LUGAS ebenfalls nicht. Die Werbung bewirbt also das Fehlen von Schutzmechanismen, nicht einen Vorteil für den Spielenden. Die GGL hat am 17. September 2026 vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
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Inhalt erstellt vom Team «fussballwetteninfo.com»
